Superyacht Cup Palma 2026“Win Win” holt dritten Titel

Martin Hager

 · 28.06.2026

Die 33,04 Meter lange Baltic “Win Win” sichert sich den Gesamtsieg.
Foto: Sailing Energy / THE SUPERYACHT CUP
Die 33,04 Meter lange Baltic “Win Win” sichert sich den Gesamtsieg beim 30. Superyacht Cup Palma Richard Mille mit drei Rennsiegen. Eigner Kim Schindelhauer triumphiert auf heimischen Gewässern vor Mallorca. In der J-Class setzt sich “Svea” gegen “Rainbow” durch. Erstmals gab es auch eine Multihull-Klasse.

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“Win Win” schreibt Geschichte beim Superyacht Cup Palma Richard Mille. Die 33-Meter-Slup gewinnt das traditionsreiche Event zum dritten Mal und reiht sich damit neben “Rose” in den exklusiven Kreis der dreifachen Sieger ein. Mit drei Rennsiegen in Folge dominiert die Crew um Skipper Will Glenn die Klasse A und sichert sich den Gesamtsieg bei der 30. Ausgabe der Regatta. Bereits in den Jahren 2016 und 2019 konnte “Win Win” die “Big Bent Cleat”-Trophäe gewinnen. Für Eigner Kim Schindelhauer ist es sogar der vierte Erfolg bei Europas längstem Superyacht-Event, nachdem er 2010 bereits mit “Scorpione dei Mari” triumphiert hatte. Die Entscheidung fiel im St. Regis Mardavall Mallorca Race Day, wo “Win Win” mit nur 54 Sekunden Vorsprung ihren dritten Tagessieg einfuhr und damit eine makellose Regattabilanz komplettierte.

“Win Win”-Heimsieg auf Mallorca

„Das Geheimnis unseres Erfolgs ist, dass dasselbe Team immer wieder zurückkommt, Jahr für Jahr, eine sehr loyale und engagierte Gruppe", erklärt Skipper Will Glenn. Die Crew profitiert von ihrer Basis auf Mallorca, wo “Win Win” ihren Heimathafen hat. „Wir sind hier auf Mallorca zuhause, und es fühlt sich sehr besonders an, hier zu gewinnen", sagt Glenn begeistert. Die Konzentration aller teilnehmenden Yachten im Club de Mar Mallorca habe eine echte Regatta-Atmosphäre geschaffen. Für Eigner Schindelhauer bedeutet der Sieg auf Mallorca mehr als nur ein weiterer Titel. „Es ist sein zweites Zuhause und es macht ihn superstolz einen Heimsieg holen", ergänzt Glenn.

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Knappes Finish in Klasse B

In der Klasse B entwickelte sich ein Dreikampf um den Klassensieg. “Archelon”, “Atalante” und “Cervo” beendeten die Regatta alle mit sechs Punkten. Die Entscheidung fiel durch die Countback-Regelung zugunsten von “Archelon”, die sich im St. Regis Mardavall Race Day den Tagessieg sicherte. “Atalante” landete auf dem zweiten Platz, gefolgt von “Cervo” auf Rang drei. “Burrasca” komplettierte das Klassement mit zwölf Punkten auf Position vier. In der Gesamtwertung des Events platzierte sich “Archelon” hinter “Win Win” auf dem zweiten Rang, vor “Atalante”, “Cervo” und “Spiip”, die ebenfalls sechs Punkte sammelten.

YYachts-Klasse mit klarem Sieger

Die neu eingeführte YYachts Klasse sah einen dominanten Auftritt von “Beati”. Das 23,8 Meter lange Judel/Vrolijk-Design wurde erst dieses Jahr abgeliefert und gewann alle drei Rennen. “Distancia” folgte mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz, die Y8 “Calabash” von YYachts-Gründer Michael Schmidt belegte mit zwölf Punkten Rang drei. “Makai” sammelte 13 Punkte und wurde Vierter, während die Y9 “Bella” mit 14 Punkten auf Position fünf landete. “Lucid” komplettierte das Feld mit 16 Punkten auf dem sechsten Platz. Die YYachts Klasse etablierte sich als neue Kategorie beim Superyacht Cup Palma und brachte sechs Teilnehmer an den Start.

“Highland Fling” dominiert Multihull-Klasse

In der erstmals ausgetragenen Multihull Klasse setzte sich “Highland Fling” mit drei Rennsiegen und drei Punkten durch. “Allegra” sicherte sich mit sieben Punkten den zweiten Platz, einen Punkt vor “Layla” auf Rang drei. “Gaea” beendete die Regatta mit zwölf Punkten auf Position vier. Die Einführung der Multihull Klasse erweiterte das Teilnehmerfeld des Superyacht Cup Palma um eine weitere Dimension und zog vier Performance-Kats an den Start. “Highland Fling” zeigte über alle drei Renntage konstante Leistungen und ließ der Konkurrenz keine Chance.

J-Class Duell geht an “Svea”

Im J-Class-Duell zwischen “Svea” und “Rainbow” behielt “Svea” die Oberhand. Mit drei Rennsiegen und insgesamt sieben Punkten distanzierte “Svea” ihre Rivalin “Rainbow”, die neun Punkte sammelte. Für “Rainbow”-Eigner Peter Harrison, der CEO von Titelsponsor Richard Mille EMEA ist, war die Regatta dennoch ein Erfolg. „Ich hatte eine großartige Woche beim Segeln hier, es war völlig anders als das normale Racing, das ich mache, und unser Team hat es geliebt", zeigte sich Harrison begeistert.

Infrastruktur überzeugt

Die Konzentration aller Yachten im Club de Mar Mallorca schuf eine einzigartige Atmosphäre. „Alle Yachten zusammen mit allen Crews und Eignern zu haben, von denen ich einige bereits kenne, sorgte für eine sehr gesellige und schöne Atmosphäre, und wir konnten nach den Rennen plaudern. Ich bin sehr glücklich", betonte Harrison. Die Infrastruktur in Palma erwies sich als ideal für das Event. Event-Chefin Kate Branagh zieht eine positive Bilanz: „Es sollte natürlich ein besonderes Jahr mit unserem 30. Jubiläum werden, aber ich glaube, wir haben alle Erwartungen übertroffen."

Ausblick auf die kommende Saison

Die nächste Ausgabe des Superyacht Cup Palma Richard Mille findet vom 23. bis 26. Juni 2027 statt.

Ergebnisse:

Klasse A:

  • 1. Win Win: 3 Punkte (1-1-1)
  • 2. Spiip: 6 Punkte (2-2-2)
  • 3. Point Counter Point: 10 Punkte (3-3-4)
  • 4. Inco: 11 Punkte (4-4-3)

Klasse B:

  • 1. Archelon: 6 Punkte (2-3-1)
  • 2. Atalante 1: 6 Punkte (3-1-2)
  • 3. Cervo: 6 Punkte (1-2-3)
  • 4. Burrasca: 12 Punkte (4-4-4)

YYachts:

  • 1. Beati: 3 Punkte (1-1-1)
  • 2. Distancia: 6 Punkte (2-2-2)
  • 3. Calabash: 12 Punkte (5-3-4)
  • 4. Makai: 13 Punkte (3-4-6)
  • 5. Bella: 14 Punkte (4-5-5)
  • 6. Lucid: 16 Punkte (6-7-3)

Multihulls:

  • 1. Highland Fling: 3 Punkte (1-1-1)
  • 2. Allegra: 7 Punkte (3-2-2)
  • 3. Layla: 8 Punkte (2-3-3)
  • 4. Gaea: 12 Punkte (4-4-4)

J-Class:

  • 1. Svea: 7 Punkte (1-1-1)
  • 2. Rainbow: 9 Punkte (2-2-2)
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Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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