Royal Huisman drehte den Rumpf des 81-Meter-Schoners in der Werft in Vollenhove. Das Drehen des Aluminium-Rumpfs markiert den Übergang von der Primärstruktur zu den nächsten Bauphasen mit Ausbau und Systemintegration. Der Bug-Abschnitt, der derzeit in Halle drei fertiggestellt wird, soll in den kommenden Tagen mit dem Hauptrumpf verschweißt werden. Die Konstruktion des “Sea Eagle”-Schwesterschiffes zeigt eine markante Kimm, die vom Bug bis zum Heck verläuft. Die Werft hatte das Projekt erstmals im Mai 2025 als 80-Meter-plus-Segelyacht angekündigt, die von einem erfahrenen Eigner in Auftrag gegeben wurde.
Projekt 412 ist die zweite Einheit der Trident-810-Serie von Royal Huisman. Die Serie basiert auf einer bewährten konstruktiven Plattform, die bereits 2020 mit der Auslieferung der weltgrößten Alu-Segelyacht “Sea Eagle” ihre Zuverlässigkeit unter Beweis stellte. Eigner profitieren durch den Plattform-Ansatz von einer kürzeren Projektlaufzeit und können gleichzeitig eine vollständig maßgeschneiderte Superyacht realisieren. Die Bauzeit von Projekt 412 beträgt drei Jahre. Die moderne Flybridge-Schoner ist für weltweite Fahrt konzipiert und wird mit einem Carbon-Rigg von Rondal ausgestattet, das Performance mit komfortabler Segelhandhabung verbindet.
Peter Naeyé, CEO von Royal Huisman, kommentierte den Meilenstein: „Das Drehen des Rumpfs ist immer ein stolzer Moment, weil man das Ergebnis von Tausenden Stunden handwerklicher Arbeit in seiner vollen Präsenz sieht. Mit Projekt 412 verschieben wir erneut die Grenzen des echten Segelns im Superyacht-Maßstab, und wir freuen uns darauf, die Baunummer zwei der Trident-Serie in die Ausrüstungsphase zu bringen."
Projekt 412 reiht sich in die aktuellen Bauprojekte der Werft in Vollenhove ein. Derzeit befinden sich dort zwei weitere Großprojekte in Arbeit: Projekt 410, die mit 85 Metern größte Slup der Welt, sowie Projekt 411 mit 81 Metern Länge. Die Werft arbeitet damit parallel an drei Segelyachten über 80 Meter.

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv