Rapide 41So hübsch können Hightech und Performance sein

Michael Good

 · 22.08.2023

Augenweide: Der kurze Kajütaufbau, der niedrige Freibord, das schlanke Vorschiff und das positive Yachtheck mit integrierter Badeplattform prägen die Optik
Foto: Vortec Marine / Mills Design
Die neue Rapide 41 koppelt die Gene eines echten Racers an die Optik eines Daysailers mit klassischen Linien. Das Projekt stammt aus England, das erste Schiff wird jetzt aber in Slowenien fertiggestellt

Hinter dem Projekt steht der englische Yachthändler Vortec Marine in Gosport bei Portsmouth. Der hat in Zusammenarbeit mit Konstrukteur Mark Mills in Irland das Konzept für die Rapide 41 ausgearbeitet. Das erste Boot befindet sich derzeit in der slowenischen Hightech-Schmiede von Ocean Tec in der Fertigstellung. Erste Testschläge sind schon demnächst im späten Sommer geplant.

Die Rapide 41 wird bei Ocean Tec nach den neuesten Standards als GFK-Konstruktion mit Epoxid und Schaumkern sowie mit hohen Kohlefaseranteilen zur Verstärkung und Aussteifung hergestellt. Aufgebaut werden die Laminate im gewichtsparenden Vakuum-Infusionsverfahren. Auch das hohe und sportliche Zweisailing-Rigg mit seinem leistungsstarken Segelplan ist komplett aus Carbon gebaut. Standard ist die kurz überlappende Genua mit 106 % Überlappung und Holepunktschienen seitlich auf Deck. Für den effizienten Einsatz eines großen Gennakers ist der Bugspriet aus Kohlefaser ausziehbar.

So viel soll die neue Rapide 41 kosten

Wahlweise wird die Rapide mit einem tiefen T-Kiel aus Edelstahl und Bleibombe (2,4 Tonnen Ballast) oder mit einem Hubkiel ausgestattet. Der flexible Rumpfanhang erlaubt eine Tiefgang-Varianz zwischen 2,10 Meter (vollständig aufgeholt) und maximal 3,20 Meter.

Zugleich wird die Rapide 41 unter Deck hell und sehr wohnlich ausgebaut. Die Gestaltung stammt von den Designern bei One Studio in Slowenien. Vorgesehen ist eine sehr geräumige Eignerkabine im Vorschiff mit einem großen zentralen Doppelbett und vielen Stauräumen. Achtern schlafen weitere Gäste an Bord in offenen Kabinen, die auch als Stauräume genutzt werden können. Eine abgetrennte Nasszelle mit Duschbereich sowie ein kleines, nach vorn versetztes Pantrymodul mit Herd, Spüle und Kühlschrank komplettieren den gehobenen Tourenanspruch für Eigner.

Für die sehr hochwertig und umfassend ausgestattete Standard-Ausführung der Rapide 41 nennt die Werft Vortec Marine in England einen Grundpreis von rund 1,35 Millionen Euro, brutto inkl. 19 % Mehrwertsteuer.

Technische Daten Rapide 41

  • Konstrukteur: Marc Mills Design
  • Rumpflänge: 12,55 m
  • Länge Wasserline: 11,45 m
  • Breite: 3,73 m
  • Tiefgang: 2,60 m
  • Tiefgang mit Hubkiel: 2,10–3,20 m
  • Gewicht: 6,5 t
  • Ballast/-anteil: 2,4 t/37 %
  • Großsegel: 62,60 m²
  • Genua (106 %): 42,0 m²
  • Gennaker: 180 m²
  • Segeltragezahl: 5,5
  • Motorisierung: Einbaudiesel Yanmar, 30 PS/Saildrive

Die Rapide 41 macht jetzt den Auftakt zu einer ganzen Reihe von neuen Projekten unter der Markenbezeichnung Rapide Yachts. Geplant sind die Typen Rapide 55, Rapide 70 und Rapide 100. Die Konstruktionen kommen alle aus dem Studio von Mark Mills Design. Hier die Übersicht über die noch kommenden Projekte von Rapide Yachts in der Galerie.

Rapide 55
Foto: Vortec Marine / Mills Design

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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