Neue Aion-KatamaranreihePerformance für Langfahrt und Küste

David Ingelfinger

 · 25.05.2026

Die neue Aion-Modellreihe basiert auf einer gemeinsamen Plattform und startet mit dem kleinsten Modell bei einem Netto-Basispreis von 1,9 Millionen Euro.
Foto: Independent Catamaran
​Die tschechische Werft Independent Catamaran bringt mit der Aion-Serie eine neue Reihe von Performance-Cruisern auf den Markt. Seit März 2026 gibt es die drei neuen Modelle von 52 bis 60 Fuß. Zwei unterschiedliche Layout-Optionen entscheiden über die Stärken der Luxus-Katamarane.

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​Bisher war der Hersteller Independent Catamaran für die Konstruktion von Regatta-Katamaranen bekannt, die auf maximale Effizient getrimmt wurden. Mit der neuen Aion-Serie möchte die Werft nun ihr Wissen im Leichtbau nutzen, um in den breiteren Markt der Performance Cruiser zu expandieren. Die neuen Modelle wurden speziell für Eigner ohne professionelle Crew konstruiert.

Aion: Variables Layout

Bei der neuen Aion Reihe handelt es sich um luxuriöse Semi-Custom-Katamarane, welche die Leistungsspitzen eines Carbon-Multihulls mit dem Komfort verbinden sollen, der für lange Ozeanpassagen gewünscht ist. Das 16 Meter lange Einstiegsmodell Aion 52 verdeutlicht den neuen Ansatz der Werft. Mit einer Verdrängung von rund 10,5 Tonnen bleibt das Schiff konsequent leicht. Besonders sind die zwei Layout-Konzepte für unterschiedliche Reviere.

In der „Ocean“-Version ist der Katamaran auf die Langstrecke ausgelegt. Die Pantry wandert nach unten in den Steuerbord-Rumpf, um im Salon einen größeren geschützten Wohnraum für die Crew zu schaffen. Ein überdachter Steuerstand schützt den Rudergänger bei Schlechtwetter oder auf Nachtwache. Die „Mediterranean“-Version soll dagegen ein offeneres Wohnkonzept bietet, bei dem sich die Crew auf einer Ebene bewegen kann. Eine Loft-Pantry im Salon verbindet das Kochen direkt mit dem Cockpit, das gebräuchliche Layout auf Fahrtenkatamaranen. Diese Variante ist wahlweise mit drei oder vier Kabinen verfügbar.

Highspeed durch Carbon-Leichtbau

Die Werft nutzt ihre Erfahrung aus dem Regattasport, um das Schiff trotz seiner Größe von über 16 Metern möglichst leicht zu halten. Beim Design verzichtet der Hersteller bewusst auf breite Rümpfe, die zwar maximalen Wohnraum, aber häufig schlechte Segeleigenschaften bieten. Das Ziel ist eine hohe Reisegeschwindigkeit, selbst wenn das Boot mit Proviant und Ausrüstung für die Langfahrt beladen ist. Zur Steigerung der Performance und weniger Abdrift sind seitlich ausfahrbare Schwerter an den Rümpfen verbaut.

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Die Aion 52 trägt bis zu 77 Quadratmeter Großsegel und eine Fock von 45 Quadratmetern. Für Leichtwind stehen ein Code 0 mit 124 Quadratmetern und ein Spinnaker mit 168 Quadratmetern bereit. Da es sich um eine flexible Plattform handelt, können Eigner das Rigg, die Segel und die Materialien im Innenraum nach eigenen Wünschen anpassen.

Elektroantrieb ab Werft

Beim Antrieb geht die Werft standardmäßig einen neuen Weg. Der Katamaran ist mit zwei Elektromotoren ausgestattet, die jeweils 15 Kilowatt leisten. Das reicht für normalerweise für Hafenmanöver und eine Flaute aus, könnte für eine Langfahrt und lange Perioden ohne Wind dagegen zu wenig sein. Optional können deswegen auch klassische Dieselmotoren mit 45 PS oder bis zu 57 PS eingebaut werden.

Reservierungen für die neue Modellreihe, die neben der 52 auch die größeren Modelle Aion 56 und Aion 60 umfasst, sind seit März 2026 möglich. Der Netto-Basispreis für das Einstiegsmodell Aion 52 liegt zum Verkaufsstart bei 1,9 Millionen Euro. Der endgültige Preis richtet jedoch nach den individuellen Anpassungen des Eigners. Die Werft Independent Catamaran wurde im Jahr 2021 gegründet. Für das Design zeichnen der Hydrodynamik-Spezialist Emilio D’Onofrio und der Designer Lorenzo Guadagnucci verantwortlich.


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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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