Tiwal 3R MaxAufblasbare Jolle wird größer

Michael Rinck

 · 28.04.2026

Das Max beim Tiwal 3R Max steht fpr mehr Segelfläche.
Foto: Tiwal
Tiwal 3R Max.
Tiwal bringt mit dem 3R Max eine erweiterte Version seines aufblasbaren Segelboots auf den Markt. Das neue Modell bietet mehr Segelfläche und bessere Performance. Der Tiwal 3R Max richtet sich an erfahrene Segler und Crews, die mehr Leistung wollen.

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Das französische Unternehmen Tiwal bietet seit 2012 ein komplett aufblasbares Segelboot, das in zwei Taschen passt und in 20 Minuten aufgebaut sein soll. Der Tiwal 3R, vorgestellt 2022, etablierte sich als kompaktes Sportboot für Ein- bis Zweipersonenbetrieb. Nun legt Tiwal nach: Der 3R Max bietet mehr Segelfläche.

Größer in allen Dimensionen

Der Tiwal 3R Max ist ist 3,20 Meter lang und 1,60 Meter breit. Die maximale Zuladung beträgt 200 Kilogramm. Damit können zwei erwachsene Personen und etwas Gepäck komfortabler segeln. Auf der Kante sind nur 160 Kilogramm zulässig.

Das Gewicht des Boots steigt auf 61 Kilogramm. Das Boot passt weiterhin in zwei Taschen, allerdings kommen zwei Taschen für Rigg und Segel hinzu. Die Taschen mit dem Rumpf sind mit 27 und 30 Kilogramm schon recht schwer. Rigg und Segel sind dagegen mit 9 und 6 Kilogramm fast schon Leichtgewichte.

Mehr Segelfläche für mehr Speed

Durch das zusätzliche Raumwindsegel am längeren Bugsprit soll auch das Geschwindigkeitspotenzial gewachsen sein. Der Tiwal 3R Max soll so früher angleiten und bis zu 14 Knoten schnell werden.

Der Rumpf besteht aus Drop-Stitch-Material – das gleiche Gewebe, das auch bei Stand-Up-Paddle-Boards verwendet wird. Tausende Fäden verbinden Ober- und Unterseite, was eine ebene, steife Fläche bei hohem Luftdruck ermöglicht. Der Tiwal wird auf 11 Psi aufgepumpt. Das dauert mit der mitgelieferten Handpumpe etwa zehn Minuten, mit einer elektrischen Pumpe (optional) geht es schneller.

Das Material ist robust und UV-beständig. Kleine Beschädigungen können mit einem Reparaturkit geflickt werden – ähnlich wie bei einem Schlauchboot. Tiwal gibt auf den Rumpf dreiJahre Garantie. Nach dem Gebrauch wird die Luft abgelassen, der Rumpf zusammengerollt und in die Transporttasche gepackt.

Das Schwert steckt in einem Schwertkasten im Rumpf und kann bei Bedarf hochgezogen werden, praktisch in flachem Wasser oder beim Anlanden. Das Ruder ist fest montiert und kann für den Transport abgenommen werden.

Für wen ist der Tiwal 3R Max gedacht?

Tiwal positioniert den 3R Max als Performance-Upgrade für erfahrene Segler. Wer den normalen 3R schneller segeln möchte, greift zum Max. Das Plus an Segelfläche soll für höhere Geschwindigkeiten sorgen.

Der normale Tiwal 3R bleibt im Programm und richtet sich an alle, die maximale Portabilität wollen. Mit 55 Kilogramm ist er leichter zu transportieren, schneller aufzubauen und einfacher zu handhaben. Für reine Spaßfahrten oder gelegentliche Ausflüge reicht er völlig aus.

Der 3R Max spricht erfahrene Segler an, die ein kompaktes Boot für sportliches Segeln suchen, das trotzdem in den Kofferraum passt. Wer eine Jolle mit Trailer nicht unterbringen kann oder will, findet im Tiwal eine clevere Alternative. Auch als Beiboot für größere Yachten funktioniert das System – zusammengepackt braucht es wenig Platz, aufgebaut bietet es echten Segelspaß.

Der Preis

Der Tiwal 3R Max kostet 11.490 Euro. Zum Vergleich: Der normale Tiwal 3R kostet ab 9.800 Euro. Der Tiwal 3R Max ist über die Tiwal-Website bestellbar.


Technische Daten

Tiwal 3R Max

Abmessungen:

  • Länge: 3,20 m
  • Breite: 1,60 m
  • Gewicht: 61 kg
  • Maximale Zuladung: 200 kg
  • Crew: 1-2 Personen

Segel:

  • Großsegel: 6,2 m²
  • Fock: 2,0 m²
  • Gennaker: 3,0 m²

Material:

  • Rumpf: Drop-Stitch (aufblasbar)
  • Luftdruck: 0,3 bar (4,3 PSI
  • Mast: Carbon

Transport:

  • 4 Transporttaschen
  • Aufbauzeit: etwa 40 Minuten
  • Passt in jeden Kofferraum

Preis:

  • Mit Kohlefaser-Rigg und Aluminium-Rahmen: 11.490 Euro

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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