Der Anspruch der Werft ist klar: Die JPK 48 FC soll die Stärken der Vorgängerin bewahren – Sicherheit, Komfort und Performance. JPK hat dazu in Zusammenarbeit mit Konstrukteur Jacques Valer die Erfahrungen aus früheren Modellen einfließen lassen, insbesondere aus der Entwicklung der aktuell sehr erfolgreichen JPK 1050. Damit bleibt auch die 48 FC dem typischen JPK-Ansatz treu: Fahrtenyacht ja, aber mit einem klaren Anspruch an aktive und leistungsorientierte Segeleigenschaften.
Wie bei JPK üblich, werden der Rumpf und das Deck der neuen JPK 48 FC im Infusionsverfahren aus Glasfaser-Sandwich mit Corecell-Schaumkern gebaut. Als Besonderheit wird die Bodengruppe nicht nachträglich in den Rumpf eingeklebt, sondern im „One-Shot“-Verfahren zusammen mit dem Rumpf laminiert. Dadurch entsteht eine einteilige, äußerst steife Plattform. An hoch belasteten Stellen verstärkt die Werft die Strukturen mit Kevlar-Gewebe. Der Bug wird zudem als sogenannte Crashbox separiert. Auch die Achterpiek mit der kompletten Steueranlage ist als wasserdichtes Abteil ausgeführt.
Den sportlichen T-Kiel mit Bleibombe gibt es in drei verschiedenen Tiefgangsvarianten: mit 2,30 Meter als Standard sowie optional mit 1,70 Meter oder 2,70 Meter. Einen hydraulischen Schwenkkiel wie beim Vorgängermodell wird die Werft dagegen nicht mehr anbieten.
Das Layout im Cockpit war bereits eine der großen Stärken der Vorgängerin JPK 45 FC. Dieses Konzept übernimmt JPK weitgehend, verfeinert es aber in Details. Alle Schoten, Fallen und Trimmleinen werden auf zwei innenliegende Konsolen vor den Steuerständen zurückgeführt und sind dort sowohl vom Steuermann als auch von der mitsegelnden Crew uneingeschränkt und von allen Seiten gut zugänglich.
Die JPK 48 FC wird in mehreren Decks- und Cockpitkonfigurationen angeboten werden. Geplant sind offene Varianten mit Flushdeck, Versionen mit Doghouse und/oder Hardtop sowie Ausführungen mit Geräteträger am Heck. Neu ist die große, abklappbare Badeplattform, die in geschlossenem Zustand das Cockpit nach achtern abschließt.
Unter Deck übernimmt die JPK 48 FC im Wesentlichen die Raumaufteilung der 45 FC, gewinnt aber an Volumen und Flexibilität. Achtern sind zwei Doppelkabinen mit großen Stauräumen vorgesehen. Die Kabine auf der Steuerbordseite kann optional auch als Technikraum oder als begehbare Backskiste ausgebaut werden, je nach Anspruch und Einsatz.
Achtern an Backbord liegt eine Doppelkabine mit Stauraum und großem Rumpffenster. Sie fällt länger und höher aus als bei der Vorgängerin. Steuerbord achtern befindet sich ein Technik- und Stauraum, der sich mit einer ausklappbaren Koje auch als Kabine nutzen lässt. Besonders praktisch: Von hier aus gibt es Zugang zum zentralen Technikbereich hinter dem Motor, in dem elektrische Anlagen und Ausrüstung gebündelt sind.
Im Vergleich zum Vorgängermodell ist vor allem die achtere Nasszelle deutlich geräumiger geworden, jetzt auch mit abgetrenntem Duschbereich. Die Pantry bleibt weiterhin als lange Zeile seitlich in den Salon integriert. Auch die Küche ist im Vergleich zur 45 FC sichtbar gewachsen und bietet nun größere Arbeitsflächen und mehr Stauraum.
Komplett umgestaltet wurde das Layout im Vorschiff. Ein großes, breites Doppelbett ist jetzt backbordseitig in den Raum eingebaut und lässt auf der Steuerbordseite noch Platz für ein zusätzliches Sofa oder eine Arbeitsfläche als Büro. Das Bad für die Eigner ist davor quer ins Vorschiff gebaut, ebenfalls mit einem großen, separierten Duschbereich. Als weitere Ausbauvariante kann die große Segellast in der Vorpiek auch als zusätzliche Kabine für den Skipper ausgebaut werden.
Die Bauphase des neuen Modells hat bereits begonnen, die erste Einheit ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. An der Preisgestaltung arbeitet die Werft noch. Dazu sind vonseiten der Werft noch keine konkreten Informationen erhältlich.

Redakteur Test & Technik