Dufour 54Viel Volumen, viel Boot und reichlich Varianz

Michael Good

 · 13.07.2026

Die große Dufour zeigt im Test vor La Rochelle erstaunlich gute Segelleistungen, selbst mit Rollgroß und einfachen Dacron-Segeln.
Foto: YACHT / Nils Günter
Dufour Yachts hat mit der neuen 54 ein neues Flaggschiff am Start. Nach der Weltpremiere im Frühjahr auf der Messe boot in Düsseldorf war die Testredaktion der YACHT nun in La Rochelle für einen ausführlichen Probeschlag an Bord und kann erste Fotos zeigen.

In Zusammenarbeit mit den Designpartnern von Felci Yachts haben die Yachtbauer im französischen Périgny bei La Rochelle in den vergangenen drei Jahren nicht weniger als fünf komplett neue Modelle mit Rumpflängen von unter zehn bis knapp 17 Metern auf die Beine gestellt. Obendrein wurde – beinahe nebenbei – auch die gesamte Produktion erneuert, neu aufgebaut und reorganisiert. Eine echte Herkulesaufgabe für Werft und Belegschaft.

​​Spannende Novitäten

Die Krönung der umtriebigen Entwicklungsarbeit kommt nun mit dem neuen Flaggschiff, der Dufour 54. In weiten Teilen übernimmt sie das Konzept der kleineren Dufour 48 (Test in YACHT 17/2025). Dennoch bringt das neue Modell einige spannende und praxisrelevante Neuerungen mit sich. So zeigt das Cockpit nun ebenfalls ein Arrangement mit zwei Tischen. Diese Anordnung ermöglicht einen freien Durchgang durch die Plicht, und dank absenkbarer Tischplatten lassen sich in Kombination mit den Cockpitduchten auf beiden Seiten großzügige Sonnenliegen einrichten.


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Wie bereits bei den kleineren Modellen Dufour 48 und 44 hat die Werft auch bei der 54 zwischen den Steuerständen und den Sitzduchten mehr Raum sowie eine zusätzliche Stufe eingeplant. Sie erleichtert den Übergang von der Plicht auf das Laufdeck – ohne Kletterpartie. Optional kann die Dufour 54 mit einem robusten Targabügel über dem Cockpit ausgestattet werden, ergänzt durch ein großes, gut abgestütztes Hardtop. Alternativ sind auch flexible Lösungen mit faltbaren Biminis in Kombination mit einer Sprayhood erhältlich.

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​Zum Standard gehört ein Dreisaling-Rigg aus Aluminium. Varianten mit Rollgroß, wie beim Testschiff, oder Rollbaum sind ebenso möglich. Auch bei der Vorsegelwahl bietet Dufour Flexibilität: Zur Auswahl stehen eine überlappende Genua mit leinenverstellbaren Holepunkten auf dem Kajütaufbau oder eine Selbstwendefock auf einer langen Schiene auf dem Vorschiff.

Variantenreich unter Deck

​Unter Deck setzen die Franzosen auf viel Raum, Licht, helle Oberflächen und eine gute Durchlüftung. Ausbauversionen mit drei oder vier geräumigen Doppelkabinen, jeweils mit eigenem Bad, sind ebenso vorgesehen wie eine spezielle Chartervariante mit fünf Kabinen. Die Pantry kann wahlweise seitlich im Salon angeordnet sein oder sich über die gesamte Schiffsbreite vorne am Hauptschott erstrecken. Eine Besonderheit findet sich im voluminösen Vorschiff: In der Variante „Master Suite“ steht ein quer zur Fahrtrichtung angeordnetes Inselbett im Raum, das Bad mit separater Dusche ist im Bug untergebracht. Die Standardkonfiguration bietet ein zentral eingebautes Inselbett sowie Dusche und Toilette in getrennten Räumen.

​Ab Werft wird die Dufour 54 mit einem Yanmar-Einbaudiesel mit 80 PS und Saildrive ausgeliefert. Optional ist ein stärkeres Aggregat mit 110 PS erhältlich. Darüber hinaus bietet Dufour eine Hybridvariante mit Elektromotor, großer Batteriebank und Generator zur Stromerzeugung an. Solarzellen auf dem Dach sowie die Möglichkeit zur Hydrogeneration ergänzen das Nachhaltigkeitskonzept, das unter dem Namen ODSea angeboten wird.

Der Preis für die Dufour 54 in der Grundausstattung liegt bei 553.350 Euro, inklusive der Segel und einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Der umfangreiche Bericht vom Test in La Rochelle erscheint Mitte August in der YACHT, Ausgabe 18/2025 und natürlich in voller Länge auch online bei www.yacht.de

​Technische Daten Dufour 54

  • Konstrukteur: Felci Yachts
  • ​Gesamtlänge: 16,84 m
  • Rumpflänge: 15,90 m
  • Länge Wasserlinie: 14,85 m
  • Breite: 5,25 m
  • Tiefgang: 2,40 m
  • Tiefgang mit Kurzkiel: 2,00 m
  • Gewicht: 16,95 t
  • Ballast/-anteil: 4,9 t / 29%
  • Großsegel: 77,0 m2
  • Selbstwendefock (Std.): 56,0 m2
  • Genua (106%, optional): 67,0 m2
  • Motorisierung: Yanmar Diesel 80 PS / 110 PS
  • Kapazität Kraftstoff: 450 l
  • Kapazität Frischwasser: ab 450 l

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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