Dragonfly 33Bewährtes verbessert

Fridtjof Gunkel

 · 08.09.2026

Neu sind die doppelten Räder und das Mittelrumpfdesign,...
Der neue Dragonfly 33 löst den erfolgreichen, seit 2012 gebauten Dragonfly 32 ab und kommt in einer gezähmmten und in einer hochsportlichen Version auf den Markt.

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Der dänische Hersteller Quorning Boats bricht beim neuen Modell visuell und technisch mit dem Vorgänger und übernimmt stattdessen wesentliche Innovationen des größeren Flaggschiffs Dragonfly 36. Der Trimaran kommt in zwei Ausstattungsvarianten auf den Markt. Die Touring-Version richtet sich an Fahrtensegler, die Performance an sportlich orientierte Crews. Beide Boote teilen sich die gleiche Rumpfkonstruktion und unterscheiden sich hauptsächlich in Rigg und Segeln.

Die Konstruktion setzt auf drei Wavepiercer-Rümpfe aus handlaminiertem Vinylester mit Divinycell-Schaumkern. Das Vorgängerboot hatte leldiglich für die Schwimmer auf das modernere Design gesetzt. Der Hersteller liefert die Rümpfe in weißem Gelcoat. Kabinendeck und GRP-Teile bestehen ebenfalls aus Vinylester-Laminat mit Schaumkern-Sandwich. Die vier Tragflächen und das vordere Strukturschott entstehen im Vakuum-Infusionsverfahren mit unidirektionalen und biaxialen Fasern. Das hintere Schott besteht aus vollständig infundiertem Carbon. Alle infundierten Teile werden nachtemperiert. Schwert und Ruder verfügen über Kick-up-Systeme. Das Schwert besteht aus Vinylester-Composite, das Ruder aus Prepreg-Carbon. Wasserdichte Kollisionsschotten sichern alle drei Rümpfe im Bugbereich.

Unterschiede zwischen Touring und Performance

Die Touring-Version des Dragonfly 33 erhält einen 15,20 Meter hohen Carbonmast in weißer Lackierung. Das Großsegel misst 50 Quadratmeter und besteht aus Elvström XRP Ultra mit Single Taffeta Grey. Sechs Latten versteifen das Segel, zwei Reffpunkte ermöglichen Flächenverkleinerung. Die Rollfock bringt 27 Quadratmeter Segelfläche und nutzt das gleiche Material. Ein Ronstan-Lattenwagensystem mit Kugellagern führt das Großsegel am Mast.

Die Performance-Version bekommt einen 17,20 Meter hohen Carbonmast. Das Großsegel wächst auf 60 Quadratmeter und verwendet Elvström EPEX-Laminat mit Technora-Black-Fasern und Double Grey Taffeta. Sieben Latten statt sechs versteifen die größere Fläche. Die Rollfock misst 30 Quadratmeter und nutzt ebenfalls EPEX-Laminat. Eine manuell verstellbare Genua-Schiene ergänzt die Ausstattung. Der Preisunterschied zwischen beiden Versionen beträgt 26.000 Euro.

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Deck und Cockpit

Zwei Trampolin-Netze aus UV-stabilisiertem Material in Hellgrau verbinden die Schwimmer. Vier elektrische Ronstan-Winschen kontrollieren alle Leinen. Zwei Winschen in der Größe 40 und zwei 30er verteilen sich im Cockpit.

Die Steuerung erfolgt über zwei Jefa-Räder mit 700 Millimeter Durchmesser aus weißem GFK. Eine Notpinne dient als Backup. Vier Wasserstagen aus 14 Millimeter Dyeform-Kabel stabilisieren das Rigg. Bugkorb und Heckkorb sowie Handläufe auf dem Kabinendach bestehen aus Edelstahl. SmartDeck in Grau bedeckt beide Steuersitze. Eine Badeleiter aus Edelstahl am Steuerbord-Schwimmer erleichtert den Wasserzugang.

Innenraum und Ausstattung

Das Interieur des Dragonfly 33 kombiniert Eschenholz-Laminat mit Sperrholz und lackierten Holzleisten. Die Polsterfarbe kann aus einer Musterkollektion gewählt werden. Sechs Kabinenfenster aus Acryl und vier bündig eingelassene Decksluken im Mittelrumpf sorgen für Licht. Eine Notausstiegsluke sitzt in der Achterkabine. Jeder Schwimmer erhält eine Decksluke.

Der Wassertank fasst 120 Liter. Zwei Spülen in Pantry und Toilettenraum werden mit Druckwasser versorgt. Ein Zweiflammenherd mit Backofen nutzt eine 3-Kilogramm-Campinggasflasche. Zwei automatische 12-Volt-Lenzpumpen plus Handpumpe für die Hauptbilge gehören zur Sicherheitsausrüstung. Die Handpumpe lässt sich vom Cockpit bedienen. Die Marinetoilette arbeitet mit einem 80-Liter-Fäkalientank. Dieser kann sowohl über Bord als auch über einen Decksanschluss entleert werden. Anzeigen für Wasser- und Fäkalientank informieren über Füllstände.

Antrieb und Elektrik

Ein Yanmar-Diesel mit 30 PS und drei Zylindern treibt das Boot über einen Saildrive an. Der Zweiblatt-Faltpropeller besteht aus Edelstahl. Der Kraftstofftank aus Edelstahl fasst 70 Liter und verfügt über Decksfüllstutzen und Füllstandsanzeige. Eine 70-Ah-Batterie versorgt den Motor. Ein Hauptschalter trennt die Stromversorgung.

Die 12-Volt-Anlage umfasst zwei wartungsfreie 82-Ah-Exide-AGM-Batterien. Hauptschalter und automatische Sicherungen schützen die Elektrik. Eine doppelte USB-C-Steckdose sitzt in der Hauptkabine. LED-Leuchten erhellen Innenraum und Deck. Navigationslichter und Ankerlicht im Masttop entsprechen den Vorschriften.

Rigg und Segelsysteme

Der Aluminiumbaum trägt zwei Einzelleinen-Reffsysteme und ein Lazy-Jack-System mit Dyneema-Reffleinen. Der Baumniederholer dient gleichzeitig als Preventer. Alle Funktionen laufen ins Cockpit. Das Großsegel-Fall aus Dyneema arbeitet mit 2:1-Übersetzung. Ein fester Bugspriet ermöglicht das Setzen asymmetrischer Segel. Das Code-0-Fall nutzt ebenfalls eine 2:1-Übersetzung.

Vergleich zum Vorgängermodell Dragonfly 32

Cockpit & SteuerungPinne oder zentrale Steuersäule (Rad); geschlossenes Heck.Zwei Steuerräder (Twin Wheels), modernes Dual-Zone-Cockpit und offenes Heck für direkten Wasserzugang.
Rumpfdesign & BugKlassischer Hauptrumpf; Evolution-Version mit Wave-Piercer-Schwimmern.Komplettes Wave-Piercing-Design aller drei Rümpfe sowie ein fest verbauter Bugspriet.
Bauweise & StrukturGlasfaser-Sandwich (GFK).Erhöhter Kohlefaser-Einsatz: Vordere Schotten infusioniert, Heckschott komplett aus Carbon für maximale Steifigkeit.
Gewicht (segelklar)Ca. 3.500 bis 3.800 kg.3.900 kg.
Segelfläche (am Wind)77 m² (Touring) / 87 m² (Evolution).77 m² (Touring) / 90 m² (Performance) – dank Elvström EPEX-Segeln.
Interieur & HolzAhorn Standard, Ulme (Elm) als Upgrade.Esche (Light Ash) im skandinavischen Stil Standard, Ulme optional.

Bewährte Lösungen

Swing-Wing-System: Auch der Dragonfly 33 lässt sich im Hafen in weniger als zwei Minuten falten. Die Breite reduziert sich dadurch drastisch (beim DF 33 von 8,10 m auf 3,70 m), wodurch er normale Monohull-Liegeplätze nutzen kann.

Variabler Tiefgang: Beide Modelle besitzen kein festes Kielgewicht, sondern ein aufholbares Schwert. Beim DF 33 variiert der Tiefgang so flexibel zwischen 0,55 m und 1,85 m.

Wohnkomfort: Trotz Sportlichkeit bieten beide Boote volle Stehhöhe sowie Schlafplätze für bis zu 5–6 Personen. [1, 2]Die Touring-Version kostet 469.000 Euro, die Performance 495.000 Euro. Alle Preise verstehen sich ab Werk ohne Mehrwertsteuer und Steuern

Preise und technische Daten Dragonfly 33

  • Preis Touring: 469.000 EUR (exkl. MwSt., ab Werk)
  • Preis Performance: 495.000 EUR (exkl. MwSt., ab Werk)
  • CE-Kategorie: A (hochseetauglich)

Bauweise

  • Konstruktion: Trimaran mit Wellenbrecher-Rümpfen
  • Material: Handlaminiertes Vinylester mit Divinycell-Schaumkern
  • Farbe: Weißes Gelcoat
  • Deck: Vinylester-Laminat mit Schaumkern-Sandwich
  • Tragflächen: Vakuum-Infusion mit unidirektionalen und biaxialen Fasern
  • Hinteres Schott: Vollständig infundiertes Carbon
  • Schwert: Vinylester-Composite mit Kick-up-System
  • Ruder: Prepreg-Carbon mit Kick-up-System
  • Kollisionsschotten: Wasserdicht in allen drei Rümpfen

Touring-Version

  • Masthöhe: 15,20 m (Carbon, weiß lackiert)
  • Großsegel: 50 m² (Elvström XRP Ultra, Single Taffeta Grey, 6 Latten, 2 Reffpunkte)
  • Rollfock: 27 m² (Elvström XRP Ultra, Single Taffeta Grey)

Performance-Version

  • Masthöhe: 17,20 m (Carbon, weiß lackiert)
  • Großsegel: 60 m² (Elvström EPEX-Laminat, Technora Black, Double Grey Taffeta, 7 Latten, 2 Reffpunkte)
  • Rollfock: 30 m² (Elvström EPEX-Laminat, Technora Black, Double Grey Taffeta

Antrieb

  • Motor: Yanmar 30 PS, 3-Zylinder Diesel, Saildrive
  • Propeller: Zweiblatt-Faltpropeller, Edelstahl
  • Kraftstofftank: 70 l (Edelstahl, mit Decksfüllstutzen und Anzeige)

Elektrik

  • Bordspannung: 12 V
  • Servicebatterien: 2 x 82 Ah Exide AGM (wartungsfrei)
  • Motorbatterie: 1 x 70 Ah
  • USB-Anschluss: 1 x doppelte USB-C-Steckdose in Hauptkabine
  • Beleuchtung: LED-Kabinenleuchten, Navigationslichter, Ankerlicht

Wassersystem

  • Wassertank: 120 l
  • Spülen: 2 (Pantry und Toilette)
  • Wasserversorgung: Druckwasser, kalt
  • Toilette: Marine-Toilette mit 80 l Fäkalientank
  • Entleerung: Über Bord und Decksanschluss

Deck und Cockpit

  • Trampoline: 2 x UV-stabilisiert, hellgrau
  • Winschen: 2 x Ronstan 40 elektrisch, 2 x Ronstan 30 elektrisch
  • Winschkurbeln: 2 Stück
  • Klampen: 4 x Edelstahl
  • Festmacher: 4 x 14 m
  • Steuerräder: 2 x Jefa, 700 mm Durchmesser, weißes Composite
  • Notpinne: 1 Stück
  • Wasserstagen: 4 x 14 mm Dyeform-Kabel
  • Badeleiter: 1 x Edelstahl (Steuerbord)
  • SmartDeck: Grau, beide Steuersitze

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Fridtjof Gunkel

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Fridtjof Gunkel, geboren auf Helgoland, startete dort seine Segelkarriere im Opti und stieg schnell auf Kielboote um. Admiral’s Cup, Weltmeisterschaften und weitere internationale Regatten sowie eine Teilnahme im Whitbread Round the World Race Race waren seine prägenden seglerischen Stationen, ebenso wie ausgedehnte Fahrtentörns in Europa und Übersee. Bei der YACHT ist er bereits seit 1985. Er segelt privat einen Performance/Cruiser mit Liegeplatz an der Ostseeküste, seine Lieblingsreviere sind die schwedischen Schären und die Bretagne.

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