Deutsche MarineWeitere Sunbeam-Segelyachten für die Ausbildung

Deutsche Marine: Weitere Sunbeam-Segelyachten für die AusbildungFoto: Bundeswehr/Wilke
Der Blick ins Cockpit einer Sunbeam auf Ausbildungstörn.
Bereits 2020 wurden fünf Yachten des Typs angeschafft. Jetzt sollen weitere folgen. Die neuen Segelyachten der Schöchl-Werft werden für die Grundausbildung an der Marineschule Mürwik eingesetzt.

Die Deutsche Marine hat acht Segelyachten vom Typ Sunbeam 36.2 bei Schöchl in Österreich bestellt. Segeln hat in der Offiziersausbildung der Marinen eine lange Tradition. Dafür hat die Deutsche Marine seit über 40 Jahren Segelyachten vom Typ Hanseat 70B und Nadine 24 im Einsatz.

Ein Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sagte uns, dass “die Boote dienen der nautischen Grundausbildung von Offizieren und Unteroffizieren an der Marineschule Mürwik. Ziel ist es dabei die Soldatinnen und Soldaten mit den elementaren Prinzipien des Dienstes an Bord von Einheiten der Marine, einschließlich der Führungsorganisation in See, der verbandsgemeinsamen Ausbildung sowie den Sicherheitsbestimmungen vertraut zu machen.”

Warum wieder Sunbeam-Yachten

”Für eine einheitliche Ausbildung ist die Verwendung gleicher Bootstypen mit einheitlicher Ausstattung notwendig. Nur so können ein wirtschaftlicher Betrieb (Qualifikation der Ausbilder und einheitliche Instandhaltung) und eine standardisierte Ausbildung und Prüfung mit dem Ziel eines einheitlichen Ausbildungsstandes, sichergestellt werden. Auf Grundlage dieser Forderungen wurde eine Ergänzungsbeschaffung der Segelboote, um weitere acht Boote des gleichen Typs, für die Flotte beauftragt. Sunbeam Watersports ist der einzige Hersteller dieses Bootstyps und folglich beauftragt worden.” So der Sprecher.

Bereits bei der Ausbildung bewährt

​Die elf Meter lange Sunbeam 36.2 ist eine Georg-Nissen-Konstruktion aus dem Jahr 2010, die auf die Sunbeam 34 von 2007 zurückgeht. Die Sunbeam 34 konnte 2008 den Titel Europas Yacht des Jahres einfahren. Das gemäßigt breite Boot ist mit einem einzelnen Rad ausgestattet, hat Chines und fährt ein konventionelles Rigg mit kurz überlappender Genua. Für die Marine werden einige Modifikationen durchgeführt. So wird das Boot keine Rollreffgenua, sondern einzelne Vorsegel erhalten, ein Teakdeck gibt es nicht, ebenso keine Ankerwinsch, Cockpittisch oder einen Lazy-Bag.

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Die acht neuen Sunbeams sollen in der Ostsee eingesetzt werden. Die Auslieferung ist zwischen April 2026 und November 2027 geplant.


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