Leonie Meyer
· 21.07.2023
Rückblick: Tim Shaddock, 54, wollte mit seinem Katamaran von La Paz in Mexiko nach Französisch-Polynesien segeln. Doch während des Törns zog ein Sturm auf, der deutliche Spuren an seinem Boot hinterlässt. Die Folge: ein manövrierunfähiger Kat. Der Mann aus Sydney trieb drei Monate und ohne Kontakt zur Küste durch den pazifischen Ozean. Ein Hubschrauber, der einen Thunfischtrawler begleitete, hatte den in Seenot geratenen Mann und seine Hündin entdeckt und schließlich gerettet.
Nach der Rettung nimmt die Geschichte nun aber eine traurige Wendung: Der 54-Jährige entschied sich dazu, die Hündin in Mexiko zu lassen. Nach Angaben verschiedener Medien soll Shaddock allein zurück nach Australien geflogen sein.
Womöglich hatte diese Entscheidung einen Grund: In Australien gibt es hohe Hürden bei der Einführung von Haustieren in das Land. Der Prozess kann langwierig und kostspielig sein, wie die “New York Post” berichtet. Die Hündin müsste für eine Einreise gechippt und geimpft sein. Teilweise müssen Haustiere mehrere Monate in Quarantäne am Flughafen, bevor sie überhaupt einreisen dürfen. Hinzu kommt, dass Mexiko kein von der australischen Regierung zugelassenes Land für die Einfuhr von Haustieren ist. Aus diesem Grund hätte Hündin Bella auf der Reise einen Zwischenstopp und Wartezeit in einem zugelassenen Land einlegen müssen.
Nach Angaben der “New York Post” sei die Hündin Shaddock in Mexiko zugelaufen. “Bella schien mich mitten in Mexiko gefunden zu haben, sie ist Mexikanerin”, wird der Australier zitiert. Er habe daraufhin entschieden, die Hündin mit auf den Segeltörn zu nehmen.
Ein neues Zuhause soll die Hündin bei einem Besatzungsmitglied des Trawlers gefunden haben, der sie und Shaddock entdeckt hatte. Die Crew hatte die vierbeinige Begleiterin nach der Rettungsaktion sofort ins Herz geschlossen. Dort soll gut auf sie aufgepasst werden, wie sich der Australier versichert haben soll.

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion