Unfall auf der A1Ende einer Hängerfahrt: Liegt ein Boot auf der Autobahn ...

Jochen Rieker

 · 02.06.2022

Unfall auf der A1: Ende einer Hängerfahrt: Liegt ein Boot auf der Autobahn ...Foto: Polizeiinspektion Rotenburg
Boot gekentert, Autobahn dicht. Der Havarist auf der A1 zwischen Elsdorf und Bockel
Etwas zu eilig hatte es gestern offenbar ein Passat-Fahrer mit Boot im Schlepp. Erst kam das Gespann ins Schleudern, dann kippte die Yacht vom Hänger

Wie die Pressestelle der Polizeiinspektion Rotenburg mitteilte, kam gestern Mittag gegen 13 Uhr der Verkehr auf der A1 wegen eines an Land havarierten Fahrtenboots ins Stocken.

Ein 35-jähriger Autofahrer war mit seinem Gespann in Richtung Bremen unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Elsdorf und Bockel schaukelte sich der Anhänger auf und schleuderte mit dem ziehenden VW Passat über alle Fahrstreifen.

Als das Gespann schließlich fast mittig zum Stehen kam, rutschte das Boot seitlich vom Hänger auf die Fahrbahn. Dort lag es wie ein gestrandeter Wal, umflossen vom dahinter aufgestauten, nur langsam passierenden Verkehr, bevor es schließlich geborgen werden konnte.

Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Inwieweit die Yacht in Mitleidenschaft gezogen wurde, konnte noch nicht ermittelt werden. Möglich, dass auch der an Deck gelaschte Mast Schäden erlitt. Der Saisonbeginn dürfte für den Eigner, der es offenbar zu eilig hatte, wohl noch etwas auf sich warten lassen.

  Ungewollt geslippt. Der Hänger scheint nicht für den Bootstransport gebaut zu sein. Er erinnert an einen Pkw-Trailer mit improvisierten Lagerböcken, die mitsamt der Yacht koppheister gingenFoto: Polizeiinspektion Rotenburg Ungewollt geslippt. Der Hänger scheint nicht für den Bootstransport gebaut zu sein. Er erinnert an einen Pkw-Trailer mit improvisierten Lagerböcken, die mitsamt der Yacht koppheister gingen
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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