Treibende Container, meist im Sturm über Bord gegangen, stellen ein Risiko dar: Kaum sichtbar, selbst auf dem Radar, kann eine Kollision besonders für Yachten schwerwiegende Folgen haben. Zur Dokumentation veröffentlicht das World Shipping Council (WSC) einen jährlichen Bericht zum Verlust von Containern auf See. Für 2025 weißt die Statistik eine leicht gestiegene Anzahl auf - allerdings bei einem verschwindend geringen Anteil am weltweiten Gesamttransport von TEU (20-Fuß-Standardeinheiten).
Nach dem nun veröffentlichten Bericht gingen im vergangenen Jahr insgesamt 1.478 Container verloren. Das ist ein deutlicher Anstieg nach 576 in 2024. Allerdings weißt das WSC darauf hin, dass sich die Zahl dennoch innerhalb der üblichen jährlichen Schwankungsbreite bewege und dass allein 640 der gemeldeten TEU auf einen einzelnen Zwischenfall zurückgingen. In der Gesamtbetrachtung mache die Zahl bei geschätzt 280 Millionen transportierten Einheiten lediglich einen Verlustanteil von 0,0005 Prozent aus.
Als positiven Aspekt meldet der WSC-Bericht, dass treibende 128 Container gefunden und geborgen werden konnten. Da die International Maritime Organization (IMO) mit Beginn dieses Jahres den Verlust von TEU auf See im Rahmen des SOLAS-Sicherheitsabkommens meldepflichtig gemacht hat, könnte sich diese Zahl in Zukunft weiter erhöhen.
Eine Gefahr für die Schifffahrt bleibt jedoch bestehen: So sank im Februar 2026 eine Segelyacht vor Gran Canaria innerhalb von Minuten nach der Kollision mit einem UFO (unbekanntes treibendes Objekt). Die Crew konnte gerettet werden. Auch wenn bislang nicht geklärt werden konnte, dass ein Container für die Havarie verantwortlich war, ist diese Ursache nicht unwahrscheinlich.
Als eine der Ursachen für die Verluste nennt der Bericht des WSC Wetter- und Ozeanbedingungen. Zwar habe sich die Anzahl an Stürmen nicht signifikant erhöht, überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen würden jedoch zu extremeren Bedingungen mit größerer kinetischer Energie, etwa bei den Wellen, führen. Gleichzeitig würde das Wetter insgesamt weniger verlässlich vorhersagbar, besonders im Nordatlantik und Nordpazifik. Umstände, die gemeinhin auf den Klimawandel zurückgeführt werden.

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