Kaum hatte die Besatzung der Rettungsstation Skagen ihre Schicht angetreten, ging der Alarm ein: Ein größeres Stahlsegelboot war drei Seemeilen vom Hafen entfernt auf Grund gelaufen. Wenig später die nächste Meldung, das Boot nehme Wasser auf. Das mit Pumpen beladene Rettungsboot FRB08 lief aus, zwei Einsatzkräfte fuhren mit dem Rettungsfahrzeug an den Strand, und auch ein Hubschrauber startete mit weiteren Pumpen an Bord in Richtung Skagen.
Die FRB08 war als erste Einheit zur Stelle. Was die Besatzung vorfand, sah zunächst dramatisch aus: Das Stahlboot lag fast vollständig auf dem Strand, die Seite ungeschützt in der Brandung. Zwei Einsatzkräfte setzten über und gingen an Bord, um die Lage zu beurteilen. Schnell konnte festgestellt werden, das dass Wasser durch eine offene Tür eingedrungen war. Aus der befürchteten Rettung eines sinkenden Schiffs wurde eine Bergung.
Die Besatzung brachte eine Schleppleine an, versuchte es sogar am Mast, um das Boot über Krängen loszuziehen. Das Stahlboot saß jedoch fest, und die Brandung war zu stark, um vom Strand aus mit anzupacken. Der inzwischen eingetroffene Hubschrauber bekam per Funk die Lageeinschätzung und kehrte nach Aalborg zurück, da die Situation unter Kontrolle war.
Weil die FRB08 allein nicht genug Zugkraft hatte, forderte die Station das größere Rettungsschiff Lars Kruse an. Bis es eintraf, hielt die FRB08 am Segelboot fest, damit es nicht weiter auf den Strand trieb. Mit der Lars Kruse und ihrem stärkeren Motor kam das Boot schließlich frei und wurde in den Hafen von Skagen geschleppt. Der Eigner übernahm es dort ohne größere Schäden.

Redakteur Test & Technik
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