Leonie Meyer
· 23.10.2026
Gesunkene Yachten, zerstörte Stege, fassungslose Eigner: Wer am Morgen nach der Sturmflut durch den Hafen Schilksee ging, sah Bilder, die man an der Ostsee für undenkbar gehalten hatte. Dabei war die Jahrhundertflut Tage vorher angekündigt worden. Dass sie ausgerechnet Kiel so hart treffen würde, hatte trotzdem kaum jemand erwartet.
Im Podcast spricht Host Timm Kruse mit Philipp Mühlenhardt vom Sporthafen Kiel. Der Geschäftsführer erlebte die Sturmflut an vorderster Front. Er brach seinen Urlaub ab und kämpfte sich auf Umwegen zurück nach Kiel. Vor Ort stand er Menschen gegenüber, die ihr Schiff retten wollten und erlebte Momente, in denen alle Beteiligte nur noch abwarten konnten. Seine Erzählungen verdeutlichen, wie knapp die Katastrophe an einem noch größeren Desaster vorbeiging.
Nach dem Sturm blieb kaum Zeit. Die Kieler Woche war bereits in Planung, Fördergelder waren noch nicht zugesagt und die Rechnungen liefen. Philipp Mühlenhardt erklärt, warum vieles repariert statt komplett neu gebaut wurde. Er räumt offen ein, was sich rückblickend vielleicht besser hätte machen lassen. Dabei geht es um Geld, Genehmigungen, Bürokratie und Hindernisse, die unter Wasser lauerten.
Für alle, die an der Ostsee segeln, ist das die entscheidende Frage. Was passiert, wenn noch einmal eine ähnliche Wetterlage angekündigt wird? Und würde der Geschäftsführer sein eigenes Boot in Schilksee liegen lassen? Die Antwort fällt persönlicher aus, als man erwartet.
Außerdem sprechen die beiden über den Umgang mit Kritik und Falschmeldungen in den sozialen Medien, die große Hilfsbereitschaft vieler Beteiligter und die Schattenseiten, die ein solches Ereignis offenbart.
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Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion
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