Leonie Meyer
· 20.02.2026
Drei Jahrzehnte lang hatte Gerhard Bialek das Traditionsschiff mit viel Arbeit und Herzblut erhalten. Doch steigende Kosten, wachsende Auflagen und wirtschaftlicher Druck zwangen ihn vor zwei Jahren zu einer schweren Entscheidung: Er verkaufte die „Ethel von Brixham“ – in der Hoffnung auf eine Restaurierung in England. Der erste Käufer verkaufte das Schiff jedoch schnell weiter, der Kontakt brach ab. Der Eigner erklärt, wie sich der Verkaufsprozess gestaltete.
Am 31. Januar lief das Traditionsschiff schließlich aus Cuxhaven aus. Winterliche Bedingungen stellten den Neueigner vor eine Herausforderung und offenbar besaß er keine ausreichende Kenntnis über die Besonderheiten eines historischen Schiffes. Schließlich kam es zu der Havarie und die Bergung verlief auch nicht wie geplant. Eigner Gerhard Bialek erklärt, wie er den Bergungsprozess einschätzt. „Ein solches Schiff muss man wie ein rohes Ei behandeln.“
In der Episode geht es jedoch um mehr als um Schuldfragen. Gerhard Bialek spricht offen über die Herausforderungen, Traditionssegler heute wirtschaftlich und organisatorisch zu betreiben. Er kritisiert fehlende Förderstrukturen für Nachwuchs in Deutschland – im Gegensatz zu den Niederlanden, wo junge Menschen gezielt an traditionelle Seefahrt herangeführt werden. Trotz aller Trauer überwiegen für ihn die Erinnerungen. Welche das sind, hören Sie von ihm persönlich.
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Vergesst auch nicht, uns zu abonnieren und Feedback zu hinterlassen.
Bei Fragen, Anregungen und Themenwünschen schreibt uns unter podcast@yacht.de!

Redakteurin Wassersport Digital-Redaktion