Eine Segelyacht hat am Donnerstag, 23. Juli, gegen 21.40 Uhr östlich von Schleimünde Wassereinbruch gemeldet. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte, lag das Boot zu diesem Zeitpunkt rund vier Seemeilen vor dem Hafen. Die Rettungsleitstelle See alarmierte daraufhin den Seenotrettungskreuzer „Fritz Knack“, der wenig später zur Einsatzstelle auslief.
Kurz nach der ersten Meldung riss nach DGzRS-Angaben der telefonische Kontakt zur Yacht ab. Die Rettungsleitstelle schloss deshalb nicht aus, dass sich die Lage an Bord verschärft hatte, und alarmierte zusätzlich die „Hellmut Manthey“ von der Station Maasholm.
Als die Seenotretter die Yacht erreichten, hätte die Crew bereits Wasser aus dem Boot geschöpft. Die beiden jungen Männer seien so durchnässt gewesen, dass die Besatzung sie auf die „Fritz Knack“ übernahm und mit trockener Kleidung versorgte. Anschließend stieg ein Seenotretter auf die havarierte Yacht über und steuerte sie während des Schlepps nach Maasholm. Gegen 23.30 Uhr erreichten Boot und Besatzung dort laut DGzRS sicher den Hafen.
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Der Fall zeigt, wie schnell ein Wassereinbruch auch ohne Starkwind zum Seenotfall werden kann. Laut DGzRS herrschten zur Einsatzzeit nur schwache westliche Winde um drei Beaufort. Entscheidend ist in solchen Situationen nicht nur das Wetter, sondern vor allem, wie viel Wasser in welcher Zeit ins Boot läuft. Genau darin liegt die Gefahr: Schon kleine Öffnungen können mehr Wasser ins Schiff drücken, als normale Bilgenpumpen bewältigen.
Wenn Wasser ins Boot dringt, muss die Crew sofort handeln. Sie sollte alle verfügbaren Pumpen starten, Aufgaben klar verteilen und die Rettungsleitstelle mit Position, Lage und eingeleiteten Maßnahmen versorgen. Ebenso wichtig ist es, Fahrt aus dem Schiff zu nehmen und Seeventile zu kontrollieren oder zu schließen, sofern die Lage das zulässt.
Woher das Wasser in die acht Meter lange Yacht eindrang, ist bislang nicht bekannt. Der Einsatz vor Schleimünde endete glimpflich. Er zeigt aber auch, wie schnell aus einem technischen Problem an Bord ein echter Notfall werden kann.

Redakteur News & Panorama
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