Gegen 17.30 Uhr empfing die Rettungsleitstelle Bremen Rescue auf UKW-Kanal 16 einen schwachen Mayday-Ruf. Der Funkspruch enthielt zunächst weder den Namen des Schiffes noch eine genaue Position.
Eine nahegelegene Segelyacht hatte den Notruf ebenfalls gehört und entdeckte den etwa zehn Meter langen Katamaran rund neun Seemeilen nördlich von Wangerooge. Das Boot trieb nach dem Mastbruch manövrierunfähig auf der Nordsee. Zwei Menschen befanden sich an Bord.
Die Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger alarmierte den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer “Bernhard Gruben”. Dessen Tochterboot “Johann Fidi” befand sich bereits auf Kontrollfahrt und lief die Unglücksstelle an.
Auch das Einsatzschiff der Bundespolizei “Bad Düben” steuerte den Havaristen an. Die Einsatzkräfte trafen gegen 18.15 Uhr ein. Der Skipper war durch das unkontrollierte Schaukeln des Katamarans seekrank geworden. Das Kontrollboot der Bundespolizei brachte ihn zur zwischenzeitlichen medizinischen Versorgung auf das Einsatzschiff.
Um den Katamaran schleppen zu können, stiegen Seenotretter und Bundespolizisten gemeinsam auf das beschädigte Boot über. Sie trennten den gebrochenen Mast mitsamt Segel und Takelage ab.
Die “Bad Düben” sicherte Mast und Segel zunächst mit ihrem Kran. Anschließend nahm der Seenotrettungskreuzer “Bernhard Gruben” den Katamaran in Schlepp. Die Partnerin des Skippers blieb an Bord, um während der Schleppreise den Kat zu steuern.
Gegen 22.45 Uhr erreichte der Schleppverband den Hafen von Hooksiel. Die “Bad Düben” traf kurze Zeit später ebenfalls dort ein, sodass das Seglerpaar wieder vereint war. Eine weitere medizinische Versorgung war nicht erforderlich.
Während des Einsatzes herrschten Windstärken von drei Beaufort mit Windgeschwindigkeiten bis zu 10 Knoten. Die langgezogene Dünung erreichte Wellenhöhen von etwa einem halben Meter. Die Ursache des Mastbruchs ist aktuell unklar.
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