MastbruchSeenotretter schleppen Katamaran nach Hooksiel

Janek Struchholz

 · 28.09.2026

Mastbruch: Seenotretter schleppen Katamaran nach HooksielFoto: Die Seenotretter - DGzRS
Das Schiff der Bundespolizei “Bad Düben” und die “Johann Fidi” der Seenotretter erreichten den Katamaran gegen 18:15 Uhr.
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist am Freitagabend, 25. September 2026, ein Katamaran mit zwei Menschen an Bord nach einem Mastbruch nördlich von Wangerooge manövrierunfähig geworden. Seenotretter der Station Hooksiel und Kräfte der Bundespolizei brachten das beschädigte Boot anschließend sicher in den Hafen von Hooksiel.

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Schwacher Mayday-Ruf

Gegen 17.30 Uhr empfing die Rettungsleitstelle Bremen Rescue auf UKW-Kanal 16 einen schwachen Mayday-Ruf. Der Funkspruch enthielt zunächst weder den Namen des Schiffes noch eine genaue Position.

Eine nahegelegene Segelyacht hatte den Notruf ebenfalls gehört und entdeckte den etwa zehn Meter langen Katamaran rund neun Seemeilen nördlich von Wangerooge. Das Boot trieb nach dem Mastbruch manövrierunfähig auf der Nordsee. Zwei Menschen befanden sich an Bord.

Gemeinsamer Einsatz von DGzRS und Bundespolizei

Die Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger alarmierte den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer “Bernhard Gruben”. Dessen Tochterboot “Johann Fidi” befand sich bereits auf Kontrollfahrt und lief die Unglücksstelle an.

Auch das Einsatzschiff der Bundespolizei “Bad Düben” steuerte den Havaristen an. Die Einsatzkräfte trafen gegen 18.15 Uhr ein. Der Skipper war durch das unkontrollierte Schaukeln des Katamarans seekrank geworden. Das Kontrollboot der Bundespolizei brachte ihn zur zwischenzeitlichen medizinischen Versorgung auf das Einsatzschiff.

Mast und Takelage mussten gekappt werden

Um den Katamaran schleppen zu können, stiegen Seenotretter und Bundespolizisten gemeinsam auf das beschädigte Boot über. Sie trennten den gebrochenen Mast mitsamt Segel und Takelage ab.

Die “Bad Düben” sicherte Mast und Segel zunächst mit ihrem Kran. Anschließend nahm der Seenotrettungskreuzer “Bernhard Gruben” den Katamaran in Schlepp. Die Partnerin des Skippers blieb an Bord, um während der Schleppreise den Kat zu steuern.

Sicher im Hafen von Hooksiel

Gegen 22.45 Uhr erreichte der Schleppverband den Hafen von Hooksiel. Die “Bad Düben” traf kurze Zeit später ebenfalls dort ein, sodass das Seglerpaar wieder vereint war. Eine weitere medizinische Versorgung war nicht erforderlich.

Während des Einsatzes herrschten Windstärken von drei Beaufort mit Windgeschwindigkeiten bis zu 10 Knoten. Die langgezogene Dünung erreichte Wellenhöhen von etwa einem halben Meter. Die Ursache des Mastbruchs ist aktuell unklar.

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Janek Struchholz kommt aus dem Bergischen Land, fühlt sich aber vor allem auf dem Wasser zu Hause. Seine Segellaufbahn begann im Optimisten und führte ihn bis in den internationalen Regattasport der 420er-Klasse. Nach der Schule studierte er Medienkultur in Weimar. Heute verbindet er als Volontär seine beiden Welten: Medien und Wassersport. Privat ist er regelmäßig auf dem IJsselmeer unterwegs und steht gelegentlich noch immer an der Regattastartlinie.

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