HavarieSegelyacht strandet vor Norderney

Kristina Müller

 · 30.08.2020

Havarie: Segelyacht strandet vor NorderneyFoto: Die Seenotretter – DGzRS

Am späten Sonntagabend lief ein gut zehn Meter langes Boot am Strand der Insel auf Grund. Die Crew konnte sich an Land retten

Noch einmal glimpflich ging eine dramatische Situation am Sonntagabend für die zweiköpfige Crew einer gut zehn Meter langen Yacht aus. Sie strandete an der Nordseite der Insel Norderney, konnte sich jedoch an Land retten.

Gegen 22.50 Uhr meldete sich der Skipper des Bootes, das unter schwedischer Flagge fährt, über Kanal 16 bei der Seenotleitung Bremen. "Er war schwer zu verstehen, wir konnten zunächst nicht herausfinden, was vorgefallen war, wo sich das Boot befindet und wie viele Menschen an Bord sind", berichtet Gerd Schwips, Vormann des Seenotrettungskreuzers "Eugen", dessen Besatzung den Notruf ebenfalls mitgehört hatte.

Schwach machten die Seenotretter in einem weiteren Funkspruch einen Hinweis auf den Strandabschnitt Weiße Düne an der Nordküste Norderneys aus. Die "Eugen" nahm daher Kurs auf das vermutete Unglücksgebiet. Gegen 23 Uhr meldete der Skipper der Segelyacht Grundberührung, wenige Minuten danach saß das Boot auf dem Strand. Die Seenotretter alarmierten die Feuerwehr Norderney.

20 Minuten später fand die Besatzung des Rettungskreuzers den Havaristen auf dem Strand an der Nordseite der Insel. Das Fahrwasser Dovetief, das von der Nordsee ins Seegatt von Norderney führt, verläuft nicht weit von der Unglücksstelle.

Zu dem Zeitpunkt herrschten dort nordnordöstliche Winde um 5 Beaufort und etwa 2,5 Meter Restdünung – Bedingungen, die einen Schleppversuch vom Strand weg unmöglich machten. Mit einem starken Suchscheinwerfer konnte die Rettungscrew allerdings die Feuerwehr zum Ort der Strandung leiten.

Die beiden Segler hatten sich aus eigener Kraft an Land retten können. Weitere Menschen seien nicht an Bord gewesen, gaben sie gegenüber der Feuerwehr an. Der Landrettungsdienst kümmerte sich um sie. Laut einem Bericht des NDR kamen sie ins Krankenhaus. Was mit der gestrandeten Yacht passiert, ist bislang offen.

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