Geisterschiffe„Mary Celeste“ – verlassen, unversehrt, bis heute ungeklärt

Lars Bolle

 · 25.03.2026

Geisterschiffe: „Mary Celeste“ – verlassen, unversehrt, bis heute ungeklärtFoto: KI-generiert
So könnte die “Mary Celeste” bei ihrer Sichtung ausgesehen haben.
Ein Segelschiff treibt führerlos über den Atlantik. Die Ladung ist an Bord, die Kabinen sind aufgeräumt, doch von Kapitän, Familie und Crew fehlt jede Spur. Der Fall der „Mary Celeste“ wurde zum berühmtesten Geisterschiff-Mythos der Welt – und gibt Historikern bis heute Rätsel auf.

Geisterschiffe faszinieren die Menschen seit Jahrhunderten. Sie stehen für das Ungewisse auf See, für Geschichten, die sich jeder eindeutigen Erklärung entziehen. Manche beruhen auf realen Ereignissen, andere sind reine Legenden, weitergetragen von Generationen von Seeleuten. Der Mystery-Historiker Joslan F. Keller hat in seinem Buch „Seefahrtsmythen“ zahlreiche dieser rätselhaften Fälle zusammengetragen.

Im Dezember 1872 wurde vor den Azoren ein treibendes amerikanisches Segelschiff entdeckt, die „Mary Celeste“. Das Schiff war unbeschädigt, aber verlassen. Das unerklärliche Verschwinden der Besatzung ohne Anzeichen eines Kampfes oder einer unmittelbaren Gefahr ist der Ursprung eines Mythos, der bis heute fortbesteht. Er stellt eines der mysteriösesten Kapitel in der Geschichte der Handelsmarine dar.

Ein Segelschiff in Not

Begegnung vor den Azoren

Am frühen Nachmittag des 4. Dezember 1872 kreuzte das englische Segelschiff „Dei Gratia“ auf dem Weg nach Gibraltar vor der Insel Santa Maria auf den Azoren den Kurs eines anderen Schiffes, dessen unregelmäßige Fahrtrichtung nicht den Regeln der Seeschifffahrt zu entsprechen schien. Besorgt gab Kapitän David Morehouse den Befehl, sich dem Schiff zu nähern, um sicherzustellen, dass es nicht in Schwierigkeiten war. Aus nun kurzer Entfernung entzifferte Morehouse den Namen des Schiffes: Vor ihm schwamm die „Mary Celeste“, eine Brigg, die sich offensichtlich in einer Notsituation befand.

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Ein verlassenes Schiff

Was war mit ihr geschehen? Kapitän Morehouse sendete mehrere Signale an das Segelschiff, erhielt jedoch keine Antwort. Seltsamerweise war niemand an Deck zu sehen. Neugierig und besorgt beschloss der Kapitän des Frachters, ein Beiboot zu Wasser zu lassen, und schickte zwei seiner Männer (die Matrosen Deveau und Wright) an Bord der „Mary Celeste“. Diese brauchten nicht lange, um festzustellen, dass keine Menschenseele dort war. Das Schiff war verlassen, von der Kabine über die Kojen bis hin zum Mannschaftsraum.

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Schäden, aber keine Katastrophe

Entgegen einem Gerücht wurde keine zurückgelassene Katze gefunden. Von außen schien das Segelschiff in gutem Zustand zu sein. Die Segel waren jedoch beschädigt und teilweise ausgerollt, was darauf hindeutete, dass die Brigg noch kürzlich gesegelt war. Die Takelage war beschädigt, und auf beiden Seiten des Schiffes hing Tauwerk herunter. Das einzige Rettungsboot fehlte.

Der Blick in den Laderaum

Um sicherzugehen, dass nicht irgendwo eine Leiche lag, wagten sich die beiden Männer in den Laderaum. Dort befanden sich mehrere hundert Fässer. Es handelte sich um eine Ladung Alkohol, die die „Mary Celeste“ nach Europa transportieren sollte. Hinzu kamen Vorräte für mindestens ein halbes Jahr. Eines der Fässer war aufgebrochen, und zwei der Luken waren beschädigt. Das Wasser stand etwa einen Meter hoch im Laderaum, aber angesichts der Größe des Schiffes war ein solcher Schaden nicht dramatisch. An Deck fand man außerdem einen improvisierten Messstab, mit dem der Wasserstand im Laderaum gemessen worden war.

Ordnung in den Kabinen, fehlende Instrumente

Was die Seeleute der „Dei Gratia“ im Inneren der „Mary Celeste“ vorfanden, gab ihnen ein Rätsel auf. Die Kabinen waren ordentlich aufgeräumt. In der Kapitänskajüte befanden sich mehrere persönliche Gegenstände, darunter ein Säbel in seiner Scheide und – noch erstaunlicher – ein Klavier aus Palisanderholz. Der Kompass und andere Navigationsinstrumente waren hingegen entweder zerbrochen oder fehlten ganz. Im Logbuch, das vor Ort gefunden wurde, stammte der letzte Eintrag vom 25. November, acht Uhr; er war also neun Tage alt.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich die „Mary Celeste“ etwa 40 Seemeilen (74 Kilometer) südwestlich des Gebiets, in dem sie von der „Dei Gratia“ entdeckt worden war. Die übrigen Dokumente des Schiffes waren unauffindbar.

Keine Spur eines Notfalls

In die Kabinen war kein Wasser eingedrungen, sie waren unversehrt, auch im Mannschaftsraum schien alles in Ordnung. Die Küche, in der ebenfalls reichlich Vorräte lagerten, war aufgeräumt. Das Geschirr stand an seinem Platz, aber entgegen vieler späterer Erzählungen war hier weder eine Mahlzeit serviert worden, noch befand sich eine in Vorbereitung. Auf dem Frühstückstisch standen keine Teetassen, der Herd war nicht heiß, auf ihm befand sich kein einziger Topf.

Die Entscheidung zur Bergung

Zurück auf der „Dei Gratia“, erstattete der Matrose Deveau Kapitän Morehouse Bericht. Seiner Meinung nach gab es keine Anzeichen für ein plötzliches Ereignis (Brand, Verbrechen), das ein überstürztes Verlassen des Schiffes ausgelöst hätte. Das machte die Sache umso rätselhafter. Was war passiert, dass die Besatzung der „Mary Celeste“ mit dem fehlenden Beiboot geflohen war? Und wer befand sich wirklich in diesem Beiboot?

Nach reiflicher Überlegung beschloss Kapitän Morehouse, das havarierte Segelschiff nach Gibraltar zurückzubringen, das mehr als 1.000 Kilometer entfernt lag. Er stützte sich bei seiner Entscheidung auf eine Regel des Seerechts, die besagt, dass derjenige, der ein verlassenes Schiff birgt, einen erheblichen Anteil des Gesamtwerts des Schiffes und seiner Ladung beanspruchen kann. So behielt Kapitän Morehouse mit vier seiner Männer das Kommando über die „Dei Gratia“, während das Crewmitglied Deveau und zwei weitere erfahrene Seeleute die „Mary Celeste“ übernahmen. Für so wenige Männer war dies eine schwierige Aufgabe, doch das Wetter spielte ihnen in die Hände. Am 12. Dezember 1872 legte die „Dei Gratia“ in Gibraltar an, gefolgt von der „Mary Celeste“, die aufgrund von Nebel erst einen Tag später eintraf. Alle waren erleichtert, sicher angekommen zu sein. Das Seegericht beschlagnahmte daraufhin das verlassene Schiff.

Woher kommt die „Mary Celeste“?

Vom Stapellauf als „Amazon“

Als die Presse von diesem Fall erfuhr, begann sie sich intensiv für das mysteriöse Schiff und seine Besatzung zu interessieren. Zunächst stellte sie fest, dass die „Mary Celeste“ bereits eine bewegte Geschichte hinter sich hatte. Diese prächtige Schoner-Brigg (Brigantine für Nordamerikaner) lief am 18. Mai 1861 in Parrsboro, Nova Scotia (Kanada), vom Stapel. Sie war aus lokalem Holz gebaut, 30 Meter lang, sieben Meter breit und hatte ein Gewicht von fast 200 Tonnen. Ursprünglich trug das Schiff den Namen „Amazon“ und gehörte neun Personen, darunter seinem Erbauer Joshua Dewis und seinem ersten Kapitän Robert McLellan. Letzterer erkrankte bereits auf der ersten Reise des Schoners und starb. Auch sein Nachfolger John Nutting Parker blieb nicht verschont, denn die „Amazon“ kollidierte vor der Küste von Maine mit der Ausrüstung eines Fischerbootes und im Ärmelkanal mit einem weiteren Schiff. Im November 1861 legte sie im Hafen von Marseille an, wo ein nicht identifizierter Künstler sie auf einem Gemälde verewigte.

Strandung, Verkauf, neuer Name

In den folgenden Jahren kreuzte die „Amazon“ ohne nennenswerte Zwischenfälle durch die Karibik, den Atlantik und das Mittelmeer, doch im Oktober 1867 strandete die Brigantine unter dem Kommando von William Thompson während eines Sturms an der Küste der kanadischen Insel Kap Breton. Ein gewisser Alexander McBean aus Glace Bay kaufte das zu einem Wrack gewordene Schiff und verkaufte es an einen lokalen Geschäftsmann, der es wiederum im November 1868 an Richard W. Haines, einen Seemann aus New York, weiterverkaufte. Dieser investierte eine große Menge Geld in die Instandsetzung des Schiffes, zu dessen Kapitän er sich selbst ernannte. Er war es auch, der das restaurierte Schiff im Dezember 1868 in New York unter dem neuen Namen „Mary Celeste“ unter amerikanischer Flagge registrieren ließ.

Umbau und neue Eigentümer

Aber Haines war kein guter Geschäftsmann. Er war verschuldet und musste akzeptieren, dass die Gläubiger sein neues Schiff beschlagnahmten und an ein New Yorker Konsortium unter der Leitung eines gewissen James H. Winchester verkauften. Über die Aktivitäten der „Mary Celeste“ bis 1872 ist nichts bekannt, doch dann wurde das Segelschiff einer umfassenden Umgestaltung unterzogen. Es wurde verlängert, ein zweites Deck hinzugefügt, das Achterdeck vergrößert und das Gewicht auf über 280 Tonnen erhöht.

Kapitän Benjamin Briggs

Am 29. Oktober 1872 wurde eine neue Partnerschaft zwischen vier Personen geschlossen, darunter James H. Winchester (er besaß sechs Zwölftel der Anteile am Schiff) und der neue Kapitän Benjamin Briggs (vier Zwölftel). Benjamin Briggs wurde am 24. April 1835 in Massachusetts geboren und stammte aus einer Seefahrerfamilie. Sein Vater war Kapitän, ebenso drei seiner Brüder. Als praktizierender Christ heiratete er 1862 seine Cousine Sarah Elizabeth Cobb, zusammen verbrachten sie ihre Flitterwochen auf seinem Schoner „Forest King“ im Mittelmeer. Das Paar bekam zwei Kinder, Arthur im Jahr 1865 und Sophia Matilda 1870. In diesem Jahr beschloss Benjamin Briggs, ein angesehener Seemann, sich zur Ruhe zu setzen, und kaufte zusammen mit seinem Bruder Anteile an zwei Schiffen. Als er sich für die CMary Celeste“ entschied, deren Kapitän er im Oktober 1872 wurde, ahnte Benjamin Briggs nicht, dass er damit sein Schicksal besiegelt hatte.

Die letzte bekannte Reise

Nach der Umgestaltung des Segelschiffs sollte ihn seine erste Reise nach Genua in Italien führen. Briggs nahm sich Zeit, um seine Crew zusammenzustellen. Ihn sollten der zweite Kapitän, Albert G. Richardson, mit dem er bereits gesegelt war, sein Adjutant, der etwa 25-jährige Amerikaner dänischer Herkunft Andrew Gilling, der frisch verheiratete Bootsmann Edward William Head und vier deutsche Seeleute von den Friesischen Inseln begleiten, die später als »friedliche Menschen und erstklassige Seeleute« erwähnt wurden. Kurz vor seiner Abreise schrieb Briggs seiner Mutter, dass er mit seinem Schiff und seiner Besatzung sehr zufrieden sei. Außerdem reiste er nicht allein, denn seine Frau Sarah Elizabeth und ihre zweijährige Tochter Sophia Matilda sollten ebenfalls an der Überfahrt teilnehmen, während der kleine Arthur bei seiner Großmutter blieb. Er sollte später der einzige Überlebende der Familie werden.

Vor Gericht

Die Untersuchung in Gibraltar

Bühne frei für die Justiz. Am 17. Dezember 1872 begann vor dem Obersten Richter von Gibraltar, James Cochrane, in Anwesenheit des Generalstaatsanwalts Frederick Solly Flood eine Verhandlung. Letzterer war nach Meinung der meisten Beobachter ein Mann, der weder Sympathie noch Respekt erregte. Man sagte über ihn, er sei ein Mensch, »dessen Arroganz und Prahlerei umgekehrt proportional zu seinem IQ waren«. Flood gehörte zu diesen starrköpfigen und unflexiblen Menschen, die, sobald sie eine Entscheidung getroffen haben, nicht mehr davon abweichen.

Früher Verdacht auf ein Verbrechen

Die ersten Zeugenaussagen von Deveau und Wright überzeugten ihn davon, dass an Bord der „Mary Celeste“ ein Verbrechen passiert war. Diese Meinung teilte auch die Handelszeitung Shipping and Commercial List aus New York, die am 21. Dezember schrieb: »Die Schlussfolgerung lautet, dass irgendwo ein Verbrechen begangen wurde und Alkohol die Ursache dafür war.« Den Behörden zufolge soll sich die Besatzung einem Trinkgelage hingegeben und dann den Kapitän und seine Familie ermordet haben, bevor sie mit den Beibooten flohen.

Warum die Meuterei-These schwach war

Allerdings wurde schnell darauf hingewiesen, dass Kapitän Briggs bei seinen Männern sehr beliebt gewesen sei und dass es auf dem Segelschiff nie zu autoritären Übergriffen gekommen sei. Außerdem, und das ist ein starkes Argument, war der Alkohol in den Fässern ungenießbar. Anstatt die Besatzung zu berauschen, hätte er vor allem Sodbrennen verursacht und sie sogar blind gemacht! Und wenn Seeleute meutern, verlassen sie das Schiff nicht und lassen ihre Vorräte und all ihre persönlichen Gegenstände zurück.

Inspektionen und vermeintliche Spuren

Die Behörden hofften, durch eine gründliche Untersuchung der „Mary Celeste“ die Wahrheit herauszufinden. Am 23. Dezember führte John Austin auf Befehl von Flood mit Hilfe des Tauchers Ricardo Portunato gründliche Untersuchungen durch. In seinem Bericht stellte Austin fest, dass das Schiff offenbar nicht in einen Sturm geraten sei und der Rumpf keine Spuren einer Kollision oder Strandung aufweise. Allerdings wies er auf Kerben oberhalb der Wasserlinie auf beiden Seiten des Bugs hin, die auf ein Verbrechen hindeuten könnten. Außerdem stellte er mögliche Blutspuren auf dem Degen von Kapitän Briggs fest. Wenig später führten Offiziere der Royal Navy eine zweite Inspektion durch, die Austins Beobachtungen bestätigte. Die Kerben am Bug waren absichtlich angebracht worden, und auf der Reling waren möglicherweise Blutspuren zu sehen.

James Winchester gerät ins Visier

Am 15. Januar kam James Winchester, der Miteigentümer der „Mary Celeste“, aus New York, um das Schiff und seine Ladung zurückzufordern. Seine Verhandlungen mit den Behörden von Gibraltar nahmen schnell eine unschöne Wendung. Winchester teilte ihnen zunächst mit, dass er nicht gewusst habe, dass Briggs mit seiner Frau und seiner Tochter unterwegs gewesen sei. Anschließend bestätigte er ihnen, dass er nicht über die 15.000 Dollar Kaution verfüge, um das Schiff freizubekommen. Winchester stellte auch fest, dass er selbst ein potenzieller Verdächtiger war. Generalstaatsanwalt Flood verdächtigte ihn, eine Gruppe von Seeleuten angeheuert zu haben, um Briggs und seine Offiziere ermorden zu lassen. Empört bekräftigte Winchester sein uneingeschränktes Vertrauen in Briggs, einen ehrlichen und zuverlässigen Protestanten.

Floods These und ihr Zerfall

Flood blieb hartnäckig bei seiner Position und bekräftigte in seinem Bericht vom 22. Januar 1873 an das Board of Trade (britische Handelsbehörde) in London, dass die Besatzung sich mit dem (ungenießbaren) Alkohol aus der Ladung betrunken und Briggs, seine Familie und seine Offiziere getötet habe. Die Meuterer hätten dann den Bug aufgeschlitzt, um die Ermittler zu täuschen und eine Kollision auf See vorzutäuschen. Flood griff auch Kapitän Morehouse und seine Männer an, denen er vorwarf, über den Fundort der „Mary Celeste“ gelogen und das Logbuch gefälscht zu haben. Für ihn war es unmöglich, dass das Segelschiff ohne Besatzung so weit gesegelt sein konnte.

Die von Flood vorgebrachte Hypothese einer Meuterei wurde durch zwei Feststellungen schnell widerlegt. Zunächst wurden die rötlichen Spuren an der Reling und am Säbel des Kapitäns analysiert: Es handelte sich nicht um Blut, sondern um Rost. Was die Kerben im Rumpf anging, so wies Kapitän Shufeldt von der US-Marine auf Anfrage des amerikanischen Konsuls Howard Sprague nach, dass es sich dabei um Spuren handelte, die das Seewasser im Holz des Schiffes hinterlassen hatte. Natürlich hütete sich Flood, diese Schlussfolgerungen zu veröffentlichen, und mangels einer ausreichenden Erklärung wurde die Hypothese eines Verbrechens aufrechterhalten.

Die geringe Bergungsprämie

Blieb noch die Frage der Belohnung für Morehouse und seine Besatzung, die die „Mary Celeste“ zurückgebracht hatten, zu klären. Am 8. April 1873 verkündete Oberrichter James Cochrane, dass die Bergungsmannschaft etwa 1.700 Pfund (heute 170.000 Euro) erhalten sollte, was einem Fünftel des Gesamtwerts des Segelschiffs und seiner Ladung entsprach. Nach allgemeiner Einschätzung war dieses Urteil angesichts der Risiken, die mit der Überführung der „Mary Celeste“ nach Gibraltar verbunden waren, sehr hart.

Einige Experten waren der Meinung, dass die Belohnung zwei- bis dreimal so hoch hätte ausfallen müssen. Damit nicht genug, deutete Cochrane in seinen Schlussfolgerungen ohne jeglichen Beweis an, dass ein Verbrechen begangen worden sei, wodurch Morehouse und seine Seeleute nach den Worten des Historikers Brian Hicks »vor dem Tribunal der öffentlichen Meinung für immer verdächtig« blieben.

Die Hypothesen

Viele Theorien, keine Lösung

Dieser Fall eines Geisterschiffs hat vielleicht die meisten Erklärungsversuche in der Seefahrtsgeschichte hervorgerufen. Die Ermittler versuchten, die Ereignisse anhand der gefundenen Hinweise zu rekonstruieren: teilweise gesetzte Segel, eine demontierte Lenzpumpe, Bordunterlagen und ein einziges fehlendes Beiboot. Nahezu jeder wollte seine eigene Version vorbringen, überzeugt davon, die ultimative Wahrheit zu kennen, aber keine der Theorien war schlüssig.

Ein Verbrechen?

Diese Hypothese wurde nie aufgegeben, obwohl es keine Beweise gab, die auf einen Mord an Briggs und seinen Offizieren hindeuteten. Auch die Beteiligung des Miteigentümers Winchester wurde nie nachgewiesen, ebenso wie die Version nicht logisch ist, die „Dei Gratia“ habe auf die „Mary Celeste“ gewartet, um ihr eine Falle zu stellen. Darüber hinaus ist es undenkbar, dass Briggs und Morehouse, vorausgesetzt sie kannten sich, gemeinsam einen Betrug planten, da Briggs durch die Abgabe einer Rettungsprämie an seinen Freund einen Verlust gemacht hätte. Und was soll aus Briggs und seiner Familie geworden sein? 1925 stellte der Historiker John Gilbert Lockhart die These auf, dass Briggs, von religiöser Wut getrieben, alle Insassen des Schiffes ermordet haben könnte, bevor er Selbstmord beging. Später jedoch gab Lockhart, der Nachfahren von Briggs getroffen hatte, seine Theorie wieder auf.

Ein Angriff von Piraten oder Haien?

Es stimmt, dass in den 1870er Jahren Rif-Berber-Piraten entlang der marokkanischen Küste aktiv waren. Aber hätten sich diese wirklich so weit auf das offene Meer hinausgewagt, und warum haben sie die „Mary Celeste“ nicht geplündert, auf der sich noch wertvolle persönliche Gegenstände befanden? Auch der Angriff von Haien, der immerhin möglich war, wurde durch keinerlei Hinweise gestützt und lässt kein Szenario für das vollständige Verschwinden der Besatzung zu.

Ein Naturphänomen?

Mit der Frage, warum Briggs und seine Besatzung ein Schiff in gutem Zustand und mit Vorräten an Bord verlassen haben könnten, deuten Autoren wie Paul Begg an, dass Briggs sich in seiner Einschätzung der Situation geirrt haben könnte. Getäuscht durch einen Ausfall der Pumpen, hätte er geglaubt, dass das Schiff Leck geschlagen sei, und alle hätten sich in ein Beiboot begeben, um eine Reise ohne Wiederkehr anzutreten. Eine große Welle oder Wassermenge könnte die Überflutung der Kabinen und die Beschädigung der Segel und der Takelage erklären. Ein Eisberg kann ausgeschlossen werden, da das so weit südlich unwahrscheinlich ist und dieser von anderen Schiffen gesichtet worden wäre, ebenso wie die Theorie einer bevorstehenden Strandung. Wenn die „Mary Celeste“ in einer Flaute gestrandet wäre und auf ein Riff vor der Insel Santa Maria getrieben wäre, wären alle Segel gesetzt worden, um auch den geringsten Windhauch zu nutzen. Die meisten Segel des Geisterschiffs waren jedoch eingerollt.

Ausgetretenes Gas?

Dies ist eine der plausibelsten Hypothesen. Entflammbare Dämpfe aus der Ladung (insbesondere Industriealkohol) könnten aus den Fässern an Bord ausgetreten sein. Als das Leck entdeckt wurde, könnten alle Personen an Bord aus Angst vor einer bevorstehenden Explosion das Schiff hastig verlassen haben. Dies würde erklären, warum die Luken geöffnet waren, um den Laderaum zu lüften. In seiner Ausgabe vom 24. Januar 1886 berichtete die New York World über die Explosion eines Schiffes, das eine Ladung Alkohol geladen hatte. Dieselbe Zeitung stellte am 9. Februar 1913 die Frage, ob aus den minderwertigen Fässern, die die „Mary Celeste“ geladen hatte, nicht entzündliche Dämpfe ausgetreten sein könnten. Oliver Cobb, ein Cousin von Kapitän Briggs, behauptete sogar, dass Briggs unter solchen Umständen (Rumpeln im Laderaum, Gasgeruch und Explosionsgefahr) möglicherweise so verängstigt gewesen sei, dass er sich entschlossen habe, das Schiff zu verlassen. Wie lässt sich dann erklären, dass keine Schäden festgestellt wurden, die auf eine solche Explosion hindeuten?

Das Experiment von 2006

Die Antwort darauf findet sich vielleicht in einem Experiment, das Andrea Sella vom University College London 2006 für den Fernsehsender Channel 5 durchgeführt hat. Er ließ eine Nachbildung der „Mary Celeste“ bauen und löste mit Butan eine Explosion aus. Diese erzeugte einen Feuerball, aber entgegen allen Erwartungen keinen Schaden, nur eine Schockwelle, ohne Ruß oder Verbrennungen. Man kann sich vorstellen, dass sich alle vorübergehend vor einer Gefahr im Beiboot in Sicherheit gebracht haben und die Taue, mit denen es an der „Mary Celeste“ befestigt war, dann rissen und Briggs, seine Männer und seine Passagiere in ein schreckliches Schicksal stürzten. Aber ist das plausibel? Welchen Sinn hat es, sich an einem Schiff festzumachen, von dem man glaubt, dass es kurz vor dem Sinken oder einer Explosion steht?

Was ist aus der „Mary Celeste“ geworden?

Freigabe und Weiterfahrt

Das tragische Schicksal des amerikanischen Segelschiffs endet nicht in Gibraltar. Da Flood keine Beweise für seinen Verdacht hatte, musste er die „Mary Celeste“ am 25. Februar 1873 freigeben. Zwei Wochen später verließ sie Gibraltar unter dem Kommando von Kapitän George Blatchford, um ihre Ladung in Genua zu liefern. Am 26. Juni kehrte sie nach New York zurück, wo sie am 19. September eintraf. In der Zwischenzeit wurde in den Zeitungen ausführlich über die Ereignisse in Gibraltar berichtet, und die „Mary Celeste“ hatte nun den wenig beneidenswerten Ruf eines »verfluchten Schiffes«. Das Segelschiff verrottete im Hafen. Im Februar 1874 verkaufte es das Eignerkonsortium an eine Gruppe von Geschäftsleuten aus New York. Diese machten kein gutes Geschäft, denn in der Folgezeit kreuzte die „Mary Celeste“ vor allem im Indischen Ozean, ohne wirklich rentabel zu sein. Als wolle sie ihre morbide Aura bestätigen, sorgte die Brigg regelmäßig für Schlagzeilen. Im Februar 1879 legte sie auf der Insel St. Helena an, wo ihr Kapitän Edgar Tuthill stirbt. Er ist der dritte Kapitän der „Mary Celeste“, der zwischen 1874 und 1880 vorzeitig ums Leben kommt.

Das Ende auf Haiti

Fünf Jahre lang setzte das Segelschiff seine Reise fort, die von dramatischen Zwischenfällen wie Bränden und Beinahe-Schiffbrüchen geprägt war. Vom Unglück verfolgt, strandete die „Mary Celeste“ schließlich am 5. Januar 1885 unweit von Port-au-Prince auf Haiti und sank.

Versicherungsbetrug und Absturz

Ihr letzter Kapitän, Gilman C. Parker, ließ das Schiff absichtlich gegen eine Felsbank (die Rochelois-Bank) fahren, um eine Versicherungsprämie zu kassieren. Sein Betrug wurde jedoch schnell entlarvt. Zusammen mit seinen Komplizen, einigen Reedern aus Boston, wurde er im Laufe des Jahres 1885 wegen Versicherungsbetrugs vor Gericht gestellt und verurteilt. Mit ruiniertem Ruf starb Parker drei Monate später in Armut. Einer seiner Mitangeklagten verfiel dem Wahnsinn, ein anderer beging Selbstmord. Paul Begg schrieb dazu:

Wenn das Menschengericht diese Männer nicht bestrafen konnte [...], so konnte der Fluch, der seit dem Tod ihres ersten Kapitäns Robert McLellan auf seiner ersten Reise auf dem Schiff lastete, über das Wassergrab des Schiffes hinweg seine schreckliche Rache üben.”

Die Geburtsstunde eines Mythos

Wie die Presse die Legende aufblähte

Diese letzte Episode beendete die Seefahrtskarriere der „Mary Celeste“, doch nicht die Legende, die das geheimnisvolle Schiff fortan umgab. Im Laufe der Jahre wurde es zu einem Thema, das die Fantasie der Menschen beflügelte, zahlreiche Theorien hervorbrachte und zu unzähligen Artikeln, Essays, Romanen, Radiosendungen, Filmen und endlosen Debatten inspirierte. Es überrascht nicht, dass die Presse eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Verbreitung dieser Legende spielte. Sie berichtete zunächst ausführlich über das Ereignis und veröffentlichte dann regelmäßig reißerische Artikel, in denen oft erfundene Details hinzugefügt und extravagante Szenarien spekuliert wurden, um den Hunger der Leser nach spannenden Geschichten zu stillen. Bereits im Juni 1883 berichtete die Los Angeles Times über die Geschichte der „Mary Celeste“ mit frei erfundenen Details:

Alle Segel waren gesetzt, das Ruder war fest verzurrt, kein Tau war nicht an seinem Platz [...] Das Feuer brannte in der Kombüse. Das Abendessen stand unberührt und kaum abgekühlt bereit [...] Das Logbuch war bis auf eine Stunde vor seiner Entdeckung vollständig ausgefüllt.”

20 Jahre später, 1906, behauptete die Novemberausgabe des Overland Monthly and Out West Magazine, dass die „Mary Celeste“ in der Nähe der Kapverdischen Inseln treibend gefunden worden sei, also mehr als 2.500 Kilometer südlich ihres tatsächlichen Fundortes. Es war auch die Rede von Hühnern, die an Bord lebten, und Briggs wurde zum Ersten Offizier des Schiffes.

Riesenkalmar und andere Fantasien

In seiner Ausgabe vom 17. September 1904 stellte das Chamber’s Journal die Hypothese auf, dass ein Riesenkalmar alle Seeleute der Mary Celeste nacheinander gefangen haben könnte. Obwohl man weiß, dass solche bis zu 15 Meter langen Kreaturen Schiffe angreifen können, wiesen Experten für Meerestiere sofort darauf hin, dass es absurd sei, sich vorzustellen, dass ein Riesenkalmar alle Seeleute und sogar die Navigationsinstrumente verschlingen könnte.

Der angebliche Überlebende

Im Jahr 1913 schien das Strand Magazine mit dem Bericht eines angeblichen Überlebenden der „Mary Celeste“ eine Sensationsmeldung zu verbreiten: Der Mann namens Abel Fosdyck soll der Steward des verfluchten Segelschiffs gewesen sein. Auf dem Schiff sei ein Schwimmwettbewerb organisiert worden, und die provisorische Plattform, auf der sich die Besatzung befand, sei in die Fluten gestürzt, wodurch diese ertrunken oder von Haien angegriffen worden seien. Nur Fosdyck habe überlebt. Die zweifellos von einem Journalisten verfasste Geschichte, der sich mit dem Vokabular der Seefahrt nicht auskannte, steckte voller Fehler: Briggs wird zu Griggs, Morehouse zu Boyce, Briggs’ Tochter ist fünf Jahre älter und die Besatzung zählt 13 Mitglieder ...

Schatzgeschichte und neues Leben in Spanien

1924 veröffentlichte der Daily Express die Geschichte eines pensionierten Kapitäns. Dieser soll Informationen vom ehemaligen Bootsmann der „Mary Celeste“ erhalten haben (obwohl kein Mitglied der Besatzung diese Funktion innehatte). Laut seiner Aussage entdeckten Briggs und seine Besatzung ein verlassenes Dampfschiff, auf dem sie 3.500 Pfund erbeuteten. Nachdem sie den Schatz aufgeteilt hatten, sollen sie die „Mary Celeste“ verlassen haben und mit den Beibooten des Dampfers nach Spanien gefahren sein, um dort ein neues Leben zu beginnen. Auch diese fantasievolle Erklärung begeisterte die Leser eine Zeit lang.

Vom Rätsel zum Paranormalen

Da jedoch keine Erklärung das Rätsel hinreichend lösen konnte, wandte man sich auch dem Paranormalen zu. Es gibt unzählige Veröffentlichungen, die die Geschichte der „Mary Celeste“ als esoterisches Experiment darstellen, das mit Atlantis, Außerirdischen und sogar dem Bermudadreieck in Verbindung gebracht wird, obwohl sich dieses an einer ganz anderen Stelle im Atlantik befindet. Während Journalisten in den folgenden Jahrzehnten um die Wette fantasierten, um das Interesse der Öffentlichkeit für dieses maritime Rätsel wiederzubeleben, standen ihnen einige Schriftsteller in nichts nach. Der berühmteste unter ihnen ist der bekannte Romanautor Sir Arthur Conan Doyle, der Schöpfer von Sherlock Holmes.

Arthur Conan Doyle und seine Version

Als junger 25-jähriger Marinearzt veröffentlichte Doyle im Januar 1884 im Cornhill Magazine anonym eine Kurzgeschichte mit dem Titel »J. Habakuk Jephson’s Statement« (J. Habakuk Jephsons Aussage). Der Kapitän der „Mary Celeste“ wird darin zu J. W. Tibbs, die Überfahrt findet 1873 zwischen Boston und Lissabon statt und das Schiff befördert Passagiere, darunter den berühmten Jephson, der die Geschichte erzählt. Sir Arthur Conan Doyle stellte sich vor, dass einer der Matrosen (Septimus Goring), ein vom Hass auf Weiße getriebener Fanatiker, die Besatzungsmitglieder dazu bringt, Tibbs zu ermorden und sich an die Küste Westafrikas zu begeben. Nur Jephson wird aufgrund seines »magischen Charmes« verschont. Für den Autor handelt es sich natürlich um einen fiktiven Text, doch der amerikanische Konsul in Gibraltar, Howard Sprague, leitet trotzdem eine Untersuchung ein, um herauszufinden, ob diese Geschichte einen Funken Wahrheit enthält.

Ist das Rätsel gelöst?

Laurence J. Keatings Buch

1929, fast 60 Jahre nach den Ereignissen, erschien ein Buch, das behauptete, den Schlüssel zum Geheimnis zu besitzen. Es stammt vom irischen Journalisten Laurence J. Keating, der angeblich gründliche Ermittlungen durchgeführt und sogar einen Überlebenden gefunden hatte, und zwar den Koch namens Pemberton. In seinem Buch »Le Voilier ‘Mary Celeste`’. Révélations définitives sur le plus grand mystère de l’Atlantique« (Das Segelschiff „Mary Celeste“. Endgültige Enthüllungen über das größte Rätsel des Atlantiks) erzählt Keating seine Version der Ereignisse.

Die Story vom überlebenden Koch

Im September 1872 lag die „Mary Celeste“ im Hafen von New York und sollte eine Ladung Fässer nach Genua transportieren. Kapitän Briggs heuerte mehrere Seeleute an, darunter Leutnant Hullock und den Koch Pemberton. Da er den Kapitän des Dreimasters „Dei Gratia“ kannte und die Ladung die Kapazität der „Mary Celeste“ überstieg, vereinbarten die beiden Männer, dass die „Dei Gratia“ den Rest der Ladung in ihren Laderaum aufnehmen sollte.

Die Leser der Erzählung waren verblüfft: Briggs und Morehouse arbeiteten also zusammen? Dies wurde allerdings während der Gerichtsverhandlungen nie erwähnt. Keating zufolge beging Briggs den Fehler, einige trinkfreudige Matrosen an Bord zu nehmen, von denen einer für sein aufbrausendes Temperament bekannt war, sowie seine Frau mit ihrem Klavier (einem Harmonium). Alle Zutaten für einen explosiven Cocktail mitten auf dem Ozean waren also vorhanden!

Mord, Sturm und fingierte Rettung

Und dann kam es zur Tragödie: Mehrere Schlägereien hatten diverse Morde zur Folge. Während eines Sturms wurde die Frau des Kapitäns von ihrem eigenen Harmonium erschlagen. Briggs, vor Kummer außer sich, soll sich anschließend ins Wasser gestürzt und das Leben genommen haben. Die „Mary Celeste“ war also fast verloren, mit drei Matrosen und dem Koch an Bord, der über die Ereignisse berichtete. Für den Kapitän der „Dei Gratia“, der die „Mary Celeste“ in diesem Zustand vorfand, war dies ein Glücksfall. Aber um Geld zu bekommen, musste sein Eingreifen wie eine Rettungsaktion aussehen. Also erstellte er ein Szenario, bei der er die überlebenden Seeleute der „Mary Celeste“ zu sich an Bord nahm und seine eigenen Männer auf dem verlassenen Schiff unterbrachte. Er forderte Pemberton und die drei anderen Seeleute auf zu schweigen, sonst würden sie bei ihrer Ankunft an Land angezeigt werden. Als Passagiere gemeldet, verschwanden die Überlebenden nach ihrer Ankunft in Gibraltar in alle Windrichtungen. Der gebürtige Engländer Pemberton kehrte in sein Heimatland zurück. Morehouse sicherte sich die Komplizenschaft seiner Matrosen, indem er die Prämie mit ihnen teilte, sodass keine widersprüchlichen Aussagen seine Darstellung vor den Behörden widerlegten.

Warum die Theorie zerfiel

Auch wenn das Rätsel für Keating gelöst zu sein schien, erhoben viele Leser Einwände und wiesen auf Unstimmigkeiten in seiner Version hin. Eine davon sorgte zehn Jahre später für viel Gesprächsstoff, als in einem Dokument aus dem Familiennachlass das berühmte Klavier der Frau des Kapitäns gefunden wurde, das angeblich auf der „Mary Celeste“ mitgeführt worden war. Im Nachhinein verlor das Buch von Laurence J. Keating jegliche Glaubwürdigkeit und bietet heute nur noch eine romantisierte Version eines nach wie vor ungelösten Rätsels.

Bis heute keine endgültige Antwort

In jüngster Zeit gab es keine neue Theorie, die das Verschwinden der Besatzung der „Mary Celeste“ zufriedenstellend erklären könnte. Forscher und Historiker untersuchen weiterhin die wenigen verfügbaren Details zu diesem wirklich ungeklärten Fall auf See.


​Das Buch

Mit "Seefahrts-Mythen" lädt Joslan F. Keller zu einer packenden Entdeckungstour durch die Mysterien der Meere ein. Die Faszination für unbemannte Schiffe und verschwundene Crews wird in 30 packenden Erzählungen lebendig, die sowohl Geschichte als auch Fantasie ansprechen. Keller verknüpft geschickt Fakten mit Mystik und schafft so ein unvergleichliches Leseerlebnis.Mit "Seefahrts-Mythen" lädt Joslan F. Keller zu einer packenden Entdeckungstour durch die Mysterien der Meere ein. Die Faszination für unbemannte Schiffe und verschwundene Crews wird in 30 packenden Erzählungen lebendig, die sowohl Geschichte als auch Fantasie ansprechen. Keller verknüpft geschickt Fakten mit Mystik und schafft so ein unvergleichliches Leseerlebnis.

Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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