“Fridthjof”Bergung des gesunkenen Traditionsschiffs gestartet

Nils Leiterholt

 · 22.03.2024

Die "Fridthjof" war am 9. März gesunken
Foto: nordphoto GmbH / Tauchnitz
Samstagmorgen vor knapp zwei Wochen ging die “Fridthjof” in der Trave auf Tiefe. Mittwoch begannen die Experten die Bergung. Vor dem Untergang lag das Schiff in der Lübecker Innenstadt unterhalb des Burgtors

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In der Pressemitteilung der Stadt Lübeck heißt es, dass die Bergungsposition mit Mobilkranen nicht zu erreichen sei und deshalb die Bergung wasserseitig mit Hilfe eines Schwimmkrans erfolgen müsse. Zunächst einmal müssten 16 bis 18 Millimeter starke Vorläuferdrähte unter den Rumpf gespült werden. Außerdem sollen sie am Oberdeck befestigt werden. Vor dem Hebevorgang sollen die Vorläuferdrähte mit Gurten verbunden und mit Hilfe des Krans unter den Rumpf der “Fridthjof” gezogen werden.

Vor dem Heben wird die Takelage und die Riggs entfernt

Bevor die “Fridthjof” gehoben werden kann, werden Takelage und Masten entfernt. Dieses Prozedere soll von Tauchern durchgeführt werden. Nachdem die Gurte angeschlagen worden sind, wird das Traditionsschiff so weit gehoben, dass das Deck an die Wasseroberfläche gelangt. Daraufhin sollen Lenzpumpen installiert werden, um das Gewicht für den weiteren Hebevorgang zu senken.

Transport und Abbruch der “Fridthjof”

Nachdem das Schiffinnere mittels Saugwagen entleert worden ist, soll die “Fridthjof” mittels Kranschiff zum Abbruch auf eine Fläche der Roddenkoppel gegenüber der nördlichen Wallhalbinsel verbracht werden. Dort soll vor der Ankunft eine Abdeckplane mit einem Sandbett darauf ausgebreitet werden. Darüber hinaus werden vorher die Gullys und Haufeneinläufe verschlossen. Nach dem Ablegen sollen das Schiff und dessen Motor, Getriebe, Tanks und Rohrsystem mittels eines Saugwagens entleert werden. Danach sollen die Brenn- und Schneidarbeiten beginnen, bei denen die “Fridthjof” ihre letzte Ruhe finden wird.

Betrieb, bevor die “Fridthjof” sank

Vor dem Untergang wurden auf dem Schiff laut der Webseite des Museumshafens Lübeck Gästetörns für bis zu 35 Personen und Regattabegleitfahrten angeboten. Außerdem war es für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Erlebnispädagogik im Einsatz. Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) wird jedoch die Stadtsprecherin Lübecks, Nicole Dorel, zitiert, die gesagt habe, dass das Schiff vor seinem Untergang “stark sanierungsbedürftig” gewesen sei.

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