Der Segler war von Darwin im Norden Australiens nach Christmas Island, der Weihnachtsinsel, unterwegs. Nachdem er zwei mit seiner Familie in Kanada vereinbarte Anrufe verpasst hatte, alarmierte sein Bruder die australische Rettungsleitstelle. Die Behörde schickte umgehend ein Rettungsflugzeug in das riesige Suchgebiet. Satellitenpositionsdaten führten die Retter schließlich zum Havaristen.
Nach Angaben der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) lag die Unglücksstelle sehr weit draußen auf See, und zwar jeweils weit über 500 Seemeilen nordwestlich der australischen Küste und ostsüdöstlich von Christmas Island sowie mehr als 200 Seemeilen südlich von Bali. Als die Retter vor Ort eintrafen, trieb der Katamaran nur noch teilweise über Wasser. Der Skipper hatte sich bereits ins Beiboot gerettet.
Die Flugzeugbesatzung warf daraufhin ein Rettungsfloß ab sowie einen Notfunksender, ein Sprechfunkgerät, Proviant und Wasser. Glück im Unglück für den Segler war, dass ein großes Versorgungsschiff der australischen Marine in der Nähe war. Das änderte seinen Kurs und ließ den Bordhubschrauber aufsteigen. Die Besatzung des Seahawk-Helikopters konnte den Mann dann aus der Luft abbergen. Über seinen Gesundheitszustand und die Ursache der Havarie machte die AMSA keine weiteren Angaben.
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Der Fall zeigt, dass für Segler, die auf längere Törns gehen, regelmäßig vereinbarte Anrufe bei Familie oder Freunden an Land im Zweifel lebensrettend sein können. Ohne die Alarmierung seitens des Bruders des Havaristen wäre die Suche in einer der abgelegensten Regionen des australischen Such- und Rettungsgebiets deutlich später angelaufen.
Nicht nur für Einhandsegler gehören ein verlässlicher Kontakt an Land, ein registrierter Notfallsender und funktionierende Kommunikation deshalb zur Sicherheitsausrüstung. Auch bei der Rettung eines Einhandseglers von einem sinkenden Boot auf der Nordsee sowie nach einer Havarie vor Helgoland hatten schnelle Alarmierungen über den guten Ausgang entschieden.
Sicher Segeln auf See behandelte Rettungsmanöver, Navigation und Risikomanagement aus der Praxis. Der Band prüfte klassische Manöver auf ihre Tauglichkeit bei Starkwind und Welle, erklärte Grenzen digitaler Helfer und umfasste Hinweise zu Notfallverhalten. Für Einhandsegler besonders relevant: Auch die Vorbereitung von Kommunikation, Ausrüstung und Abläufen entscheidet darüber, ob aus einer Havarie eine beherrschbare Notlage wird.
Wie halten Sie es, welche Kommunikations- und Alarmwege sind für Sie auf einem längeren Törn unverzichtbar?

Textchef YACHT
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