SeenotEinhandsegler von sinkendem Schiff gerettet

Pascal Schürmann

 · 08.09.2026

Der bereits halb versunkene 13-Meter-Katamaran des kanadischen Einhandseglers im Indischen Ozean.
Foto: AMSA
Im Indischen Ozean ist am Sonntag ein kanadischer Einhandsegler von seinem bereits halb versunkenen Katamaran gerettet worden. Die australische Marine hatte nach dem Mann gesucht, nachdem seine Familie ihn als vermisst gemeldet hatte. Ein Video (siehe unten) der Rettungsaktion zeigt, wie brenzlig die Lage für den Segler war.

Der Segler war von Darwin im Norden Australiens nach Christmas Island, der Weihnachtsinsel, unterwegs. Nachdem er zwei mit seiner Familie in Kanada vereinbarte Anrufe verpasst hatte, alarmierte sein Bruder die australische Rettungsleitstelle. Die Behörde schickte umgehend ein Rettungsflugzeug in das riesige Suchgebiet. Satellitenpositionsdaten führten die Retter schließlich zum Havaristen.

​Nach Angaben der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) lag die Unglücksstelle sehr weit draußen auf See, und zwar jeweils weit über 500 Seemeilen nordwestlich der australischen Küste und ostsüdöstlich von Christmas Island sowie mehr als 200 Seemeilen südlich von Bali. Als die Retter vor Ort eintrafen, trieb der Katamaran nur noch teilweise über Wasser. Der Skipper hatte sich bereits ins Beiboot gerettet.

Die Flugzeugbesatzung warf daraufhin ein Rettungsfloß ab sowie einen Notfunksender, ein Sprechfunkgerät, Proviant und Wasser. Glück im Unglück für den Segler war, dass ein großes Versorgungsschiff der australischen Marine in der Nähe war. Das änderte seinen Kurs und ließ den Bordhubschrauber aufsteigen. Die Besatzung des Seahawk-Helikopters konnte den Mann dann aus der Luft abbergen. Über seinen Gesundheitszustand und die Ursache der Havarie machte die AMSA keine weiteren Angaben.

Hier das Video, das die dramatische Rettung zeigt:

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Der Fall zeigt, dass für Segler, die auf längere Törns gehen, regelmäßig vereinbarte Anrufe bei Familie oder Freunden an Land im Zweifel lebensrettend sein können. Ohne die Alarmierung seitens des Bruders des Havaristen wäre die Suche in einer der abgelegensten Regionen des australischen Such- und Rettungsgebiets deutlich später angelaufen.

Nicht nur für Einhandsegler gehören ein verlässlicher Kontakt an Land, ein registrierter Notfallsender und funktionierende Kommunikation deshalb zur Sicherheitsausrüstung. Auch bei der Rettung eines Einhandseglers von einem sinkenden Boot auf der Nordsee sowie nach einer Havarie vor Helgoland hatten schnelle Alarmierungen über den guten Ausgang entschieden.


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Wie halten Sie es, welche Kommunikations- und Alarmwege sind für Sie auf einem längeren Törn unverzichtbar?

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Pascal Schürmann

Pascal Schürmann

Textchef YACHT

Pascal Schürmann hat 2001 bei der YACHT in Hamburg als Textchef angeheuert. Den Umgang mit Pinne und Schot lernte er als Jugendlicher in der Wanderjolle auf dem Sneeker Meer sowie auf dem Dickschiff auf dem IJsselmeer. Während und nach dem Studium folgten Törns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Als gelernter Wirtschaftsjournalist kümmert er sich zudem um Bootsfinanzierungs- und Yachtversicherungsberichte, hegt aber auch ein Faible für Blauwasserthemen.

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