​BootsbrändeFeuerwehr rückt am Wochenende dreimal in Häfen aus

Pascal Schürmann

 · 16.03.2026

​Bootsbrände: Feuerwehr rückt am Wochenende dreimal in Häfen ausFoto: dpa
Feuerwehr im Einsatz (Symbolfoto)
Einmal in Rostock und einmal in Hamburg hat es am Freitag und Samstag auf Schiffen gebrannt. Einmal wurde darüber hinaus die Feuerwehr gerufen, um eine defekte Batterie aus einer Yacht zu bergen.

Am Samstag ist an einer Steganlage in Rostock-Langenort gegen 16.35 Uhr ein Brand auf einer zirka 15 Meter langen Segelyacht ausgebrochen. Bei Eintreffen der Rostocker Berufsfeuerwehr schlugen bereits Flammen aus dem Schiffsrumpf. Trotz zügig eingeleiteter Löschmaßnahmen konnte ein Ausbrennen der Yacht nicht verhindert werden.

Eine weitere Yacht in der unmittelbaren Umgebung wurde von der Feuerwehr aus der Gefahrenzone geschleppt. Das gelöschte Boot blieb schwimmfähig und wurde vorsorglich mit Ölsperren gesichert. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserschutzpolizei und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt an dem Einsatz beteiligt.

Feuer brach auf verlassener Yacht aus

Was dem Brand ausgelöst hat, darüber wurden keine Angaben gemacht. Der Brandort sollte kriminaltechnisch untersucht und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Die Schadenshöhe konnte ebenfalls noch nicht benannt werden, da Fahrzeugalter und Zustand eine Schätzung erschweren. Die Yacht liegt offenbar bereits einige Jahre ungenutzt an der Steganlage in Langenort.

Etwa eine Stunde nach Ausbruch des Brandes in Rostock ging auch in Hamburg ein Schiff in Flammen auf. Im Stadtteil Moorfleet war auf einem am Holzhafenufer vertäuten Wohnboot Feuer ausgebrochen. Auf dem ausgedienten Kutter waren Schweißarbeiten vorangegangen.

Funkenflug mutmaßlich Auslöser des Brandes

Zwei Personen, die sich an Bord befanden und die den Brand löschen wollten, verletzten sich nach Polizeiangaben leicht. Über die Schadenshöhe wurden auch hier noch keine Angaben gemacht.

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Einen weiteren Einsatz gab es bereits am Freitagabend auf dem Freilagergelände des Hamburger Yachthafens in Wedel an der Elbe. Dort hatte ein Eigner einen technischen Defekt an einer seiner Bordbatterien bemerkt.

Da er die Batterie offenbar nicht selbst demontieren und von Bord bringen wollte, rief er kurzerhand die Feuerwehr um Hilfe. Die rückte mit einer Drehleiter an, um die zuvor von ihr ausgebaute Batterie von dem auf einem Lagerbock stehenden Schiff herunterzuholen. Zu Schäden abgesehen von der defekten Batterie kam es dabei nicht.

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Textchef YACHT

Pascal Schürmann hat 2001 bei der YACHT in Hamburg als Textchef angeheuert. Den Umgang mit Pinne und Schot lernte er als Jugendlicher in der Wanderjolle auf dem Sneeker Meer sowie auf dem Dickschiff auf dem IJsselmeer. Während und nach dem Studium folgten Törns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Als gelernter Wirtschaftsjournalist kümmert er sich zudem um Bootsfinanzierungs- und Yachtversicherungsberichte, hegt aber auch ein Faible für Blauwasserthemen.

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