Zehn Jahre lang legte Moritz Wichmann als Zeitungsredakteur Geld zur Seite, dann kündigte er und kaufte eine gebrauchte Dufour 43. Sein Plan: Mitsegler sollten für ihre Etappen zwischen 250 und 600 Euro pro Woche bezahlen und so die Weltumsegelung mitfinanzieren. Das Ergebnis nach 18 Monaten: 40 Törns, 221 Menschen an Bord – und am Ende ging die Rechnung mit der Finanzierung auf.
Im Podcast rechnet Moritz konkret vor: Was kostet ein gebrauchtes Weltumsegelungs-Boot? Wie hoch sind die laufenden Kosten? Und wie schafft man es, mit begrenztem Budget loszusegeln, statt Jahre in der Werft zu verbringen?
Unterwegs wuchs Moritz über sich hinaus: Er lernte, Dieselmotoren zu reparieren, Segel zu flicken, die Bordelektrik zu überarbeiten und seine Ausrüstung instand zu setzen – oft an entlegenen Orten oder sogar mitten auf See. Seine Erkenntnis: Einen Ingenieurabschluss braucht man dafür nicht, wohl aber die Bereitschaft, sich die Hände schmutzig zu machen.
Eine der größten Herausforderungen auf der Weltumsegelung war die Passage durch das Rote Meer: ein 2.000 Meilen langer Kampf gegen den Wind und durch politisch hochsensible Gewässer. Der Beginn – eine riskante Nachtpassage durch das Bab el-Mandeb – stand im Zeichen der Angst vor den Huthi-Rebellen. Angesichts von Krieg, Armut und der Lage in der Region fand sich zunächst niemand, der bereit war, dieses Risiko mit ihm einzugehen. Wie Moritz diese Etappe trotz der enormen Hürden bezwang und welche überraschend positiven Begegnungen er dabei auch erleben durfte, erzählt er in dieser Folge.
Wie managt man eine Fluktuation von über 200 Menschen auf engstem Raum und mit straffem Zeitplan? Gab es Konflikte, die das Projekt gefährdeten? Und wo findet man überhaupt Crew für abgelegene Strecken? Moritz spricht im Podcast über seine wichtigsten Erkenntnisse – und gibt einen Geheimtipp für alle, die als Crew anheuern möchten.
Ein Jahr nach dem Abenteuer ist Moritz zurück im Berliner Alltag, im festen Job - und steht kurz vor seinem nächsten großen Projekt: Er wird Vater. Wie gelingt ihm die Rückkehr ins Leben an Land? Seine Dufour 43 verchartert er in Griechenland. Ob das Modell aufgeht? Mehr dazu im Podcast.
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