Die Zahlen der DDR-Hochseefischerei beeindrucken bis heute: In ihrer Blütezeit war sie die größte Flotte, die je unter deutscher Flagge fuhr. Über 100 Schiffe trotzten 40 Jahre lang den widrigsten Bedingungen auf den Weltmeeren – und kein einziges ging dabei verloren.
Nach der Privatisierung im Jahr 1990 drohte dieses maritime Erbe unter dem Schneidbrenner der Abwrackwerften zu enden. Regisseur Fröhlich recherchierte acht Jahre lang weltweit, um die verbliebenen Einheiten der DDR-Hochseefischerei aufzuspüren. Seine filmische Spurensuche führt von den Eisbergen Grönlands über Spanien und Dänemark bis in den Hamburger Hafen. Dabei porträtiert er vier stählerne Kolosse, die dem Vergessen getrotzt und neue Bestimmungen gefunden haben – vom Einsatz als Seenotretter bis hin zum schwimmenden Kulturort.
Erzählt von Charly Hübner, versteht sich der Film als maritime Zeitreise, die über die reine Chronik der Fischerei hinausgeht. Im Fokus steht die bemerkenswerte Verbundenheit zwischen Mensch und Material. Fröhlich thematisiert den strukturellen Wandel durch Globalisierung und die deutsche Wiedervereinigung als Reflexion über Heimat, Erinnerung und den Erhalt technischer Zeitzeugen.
Der Dokumentarfilm bietet ein Kinoerlebnis für alle, für die ein Boot nicht nur ein Transportmittel, sondern ein verlässlicher Gefährte ist. Ein lohnenswerter Termin für die nächste Landgang-Planung.
Mehr Infos und den Trailer zum Film “Vom Traum, unsinkbar zu sein” über die Flotte der DDR-Hochseefischerei sehen Sie hier.

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