Tödlicher UnfallHelikopter-Crash: Florence Arthaud tot

Tatjana Pokorny

 · 09.03.2015

Tödlicher Unfall: Helikopter-Crash: Florence Arthaud totFoto: AFP
Florence Arthaud die Siegerin der Route Du Rhum 1990 auf Ihrem Trimaran "Pierre 1er"
Die französische Seglerin Florence Arthaud ist tot. Mit ihr starben bei einem Helikopter-Crash nach ersten Informationen neun Menschen
  Florence Arthaud, Camille Muffat und Alexis Vastine zählen zu den Opfern des Helikopter-Crashs in ArgentinienFoto: TF1 Florence Arthaud, Camille Muffat und Alexis Vastine zählen zu den Opfern des Helikopter-Crashs in Argentinien  Florence Arthaud bei Ihrem Sieg der Route Du Rhum 1990 auf Ihrem Trimaran "Pierre 1er"Foto: AFP Florence Arthaud bei Ihrem Sieg der Route Du Rhum 1990 auf Ihrem Trimaran "Pierre 1er"

In Argentinien hat sich bei den Dreharbeiten des französischen Senders TF1 zur Reality-Show "Dropped" am Montag ein schrecklicher Unfall mit tödlichen Folgen ereignet. Nach ersten Informationen sollen bei einem Zusammenstoß von zwei Helikoptern in der Provinz La Rioja zehn Menschen ihr Leben verloren haben. Nach übereinstimmenden Berichten waren die Hubschrauber bei gutem Wetter in der Nähe von Villa Castelli zusammengestoßen. Der Unfall ereignete sich gut 1100 Kilometer nordwestlich von der argentinischen Hauptstadt Buenes Aires. Die Helikopter sollen schon kurz nach dem Start kollidiert und abgestürzt sein, gingen dabei in Flammen auf.

Unter den zwei argentinischen Piloten und den acht Passagieren waren auch drei bekannte französische Spitzensportler: Hochsee-Amazone Florence Arthaud, 57, Frankreichs weibliches Aushängeschild für das Extremsegeln, die erst 25 Jahre alte 400-Meter-Freistil-Olympiasiegerin Camille Muffat und der Boxer Alexis Vastine, der 2008 die Goldmedaille im Superleichtgewicht gewonnen hatte, kamen bei dem Unglück ums Leben. Das meldeten der Sender selbst und weitere französische Medien. Zu den Umständen und Gründen für das Unglück gab es zunächst keine detaillierten Informationen der örtlichen Behörden.

Florence Arthaud hatte 1990 die bekannte Transatlantik-Regatta "Route du Rhum" mit ihrem 20 Meter langen Trimaran "Pierre 1er" gewinnen können und galt in ihrer Heimat als die weibliche Inkarnation von Soloerfolgen auf See. Die Franzosen nannten sie respektvoll "Die kleine Verlobte des Atlantiks" ("La petite fiancée de l'Atlantique"). Sie zählte zu den bekanntesten Sport-Persönlichkeiten ihrer Heimat. Ihr Vater war der Verleger Jacques Arthaud, der den Arthaud-Verlag leitete. Schon 1981 hatte Arthaud Platz zwei im Two Star in der Wertung für Einrumpfboote belegt. Nach ihrem Route-du-Rhum-Sieg 1990 war sie als erste Seglerin zu Frankreichs Sportlerin des Jahres ("Champion de Champions") gewählt worden.

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  Die junge Florance Arthaud nach ihrem Route-du-Rhum-SiegFoto: YACHT/Archiv Die junge Florance Arthaud nach ihrem Route-du-Rhum-Sieg
Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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