In einem CBC-News-Beitrag sind die fantastischen Unterwasserbilder zu sehen. Die „Quest“, die nach ihrer Zeit als Forschungsschiff zu einem Robbenfänger umgebaut worden war, sank im Jahr 1962 nordwestlich von St. John's. Sie war in ein Eisfeld geraten und leck geschlagen; von ihrem Untergang ist Bildmaterial erhalten geblieben.
Schon ihre Wiederentdeckung vor zwei Jahren war aus wissenschaftlicher Sicht eine Sensation. Wir hatten damals darüber berichtet und auch die Bilder gezeigt, wie die Quest im Eis auf Tiefe ging.
Nach Angaben von CBC brachte nun zunächst ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug in einer nächtlichen Tauchfahrt die ersten Bilder des Wracks an die Oberfläche. Dabei zeigte sich, dass das Schiff in einem schlechten Zustand ist. Es ist nicht nur mit starkem Bewuchs überzogen. Es haben sich auch zahlreiche Fischernetze am Wrack verfangen. Das erschwere die geplante Dokumentation deutlich.
Die Royal Canadian Geographical Society, die die Expedition finanziert, will mit den Aufnahmen den Erhaltungszustand des Wracks für weitere Forschungen festhalten. Geplant ist außerdem, aus dem Bildmaterial ein digitales 3D-Modell zu erstellen, damit das Wrack künftig auch virtuell erkundet werden kann.
Neben dem ferngesteuerten Tauchboot kam ferner ein bemannten Tiefsee-U-Boot zum Einsatz. John Geiger, Leiter der Royal Canadian Geographical Society, nahm persönlich am ersten Tauchgang teil.Er sprach anschließend von einem “bewegenden Erlebnis”.

Textchef YACHT
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