Shackleton’s Todesschiff​Erstmals Bilder vom Wrack der „Quest“

Pascal Schürmann

 · 14.07.2026

Shackleton’s Todesschiff: ​Erstmals Bilder vom Wrack der „Quest“
Unterwasseraufnahme der “Quest” | YouTube/CBC-NEws/Royal Canadian Geographical Society
Einer wissenschaftlichen Expedition sind vor Neufundland erstmals Nahaufnahmen des Wracks der „Quest“ gelungen. Auf dem Schiff war einst der berühmte Polarforscher Sir Ernest Shackleton während einer Forschungsfahrt in die Antarktis gestorben.

In einem CBC-News-Beitrag sind die fantastischen Unterwasserbilder zu sehen. Die „Quest“, die nach ihrer Zeit als Forschungsschiff zu einem Robbenfänger umgebaut worden war, sank im Jahr 1962 nordwestlich von St. John's. Sie war in ein Eisfeld geraten und leck geschlagen; von ihrem Untergang ist Bildmaterial erhalten geblieben.

Schon ihre Wiederentdeckung vor zwei Jahren war aus wissenschaftlicher Sicht eine Sensation. Wir hatten damals darüber berichtet und auch die Bilder gezeigt, wie die Quest im Eis auf Tiefe ging.

Nach Angaben von CBC brachte nun zunächst ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug in einer nächtlichen Tauchfahrt die ersten Bilder des Wracks an die Oberfläche. Dabei zeigte sich, dass das Schiff in einem schlechten Zustand ist. Es ist nicht nur mit starkem Bewuchs überzogen. Es haben sich auch zahlreiche Fischernetze am Wrack verfangen. Das erschwere die geplante Dokumentation deutlich.

Die Royal Canadian Geographical Society, die die Expedition finanziert, will mit den Aufnahmen den Erhaltungszustand des Wracks für weitere Forschungen festhalten. Geplant ist außerdem, aus dem Bildmaterial ein digitales 3D-Modell zu erstellen, damit das Wrack künftig auch virtuell erkundet werden kann.

Neben dem ferngesteuerten Tauchboot kam ferner ein bemannten Tiefsee-U-Boot zum Einsatz. John Geiger, Leiter der Royal Canadian Geographical Society, nahm persönlich am ersten Tauchgang teil.Er sprach anschließend von einem “bewegenden Erlebnis”.

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Pascal Schürmann

Pascal Schürmann

Textchef YACHT

Pascal Schürmann hat 2001 bei der YACHT in Hamburg als Textchef angeheuert. Den Umgang mit Pinne und Schot lernte er als Jugendlicher in der Wanderjolle auf dem Sneeker Meer sowie auf dem Dickschiff auf dem IJsselmeer. Während und nach dem Studium folgten Törns auf der Ostsee und im Mittelmeer. Als gelernter Wirtschaftsjournalist kümmert er sich zudem um Bootsfinanzierungs- und Yachtversicherungsberichte, hegt aber auch ein Faible für Blauwasserthemen.

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