NachrufBoris Hepp gestorben

Tatjana Pokorny

 · 02.04.2019

Nachruf: Boris Hepp gestorbenFoto: DSV / Lars Wehrmann

Der deutsche Segelsport hat ein so engagiertes wie beliebtes Crew-Mitglied verloren: DSV-Chefvermesser Boris Hepp starb heute im Kieler Universitätskrankenhaus

Vor allem die deutschen Seesegler werden Boris Hepp schmerzlich vermissen. Aber nicht nur sie haben den DSV-Chefvermesser, der in Schilksee so viele Fäden zusammenhielt und Menschen zusammenbrachte, über fast zwei Jahrzehnte als Fels in der Brandung und zentralen Mitarbeiter der DSV-Abteilung Technik kennengelernt. Boris Hepp ist heute früh im Alter von 49 Jahren in der Universitätsklinik in Kiel gestorben.

Sein so oft fröhliches Lächeln, sein ansteckender Humor und seine intensive wie engagierte Arbeit werden dem deutschen Segelsport fehlen. Der Diplom-Ingenieur Schiffbau und Meerestechnik war von Kindesbeinen an auf Segelbooten zu Hause; anfangs noch auf dem Bodensee, später – während des Studiums an der Fachhochschule Kiel – auf Nord- und Ostsee. Schon während des Studiums war Hepp für viele Werften im Einsatz. Seit dem Jahr 2000 verstärkte er die Abteilung Technik des Deutschen Segler-Verbandes, die er seit 2004 leitete.

  Boris HeppFoto: Archiv/Kieler Woche
Boris Hepp

Gemeinsam mit Wolfgang Schäfer hat Hepp viel für das Offshore-Segeln getan – auf nationaler wie auf internationaler Ebene, im persönlichen Einsatz wie auch im Verband und in Gremien. "Er ist wahrscheinlich derjenige, der am meisten für den Seesegelsport getan hat", zollte Schäfer seinem Wegbegleiter und Mitstreiter im Ausschuss Seesegeln Respekt, den er in den letzten Wochen intensiv begleitet hatte. "Sein Tod reißt ein Riesenloch. Boris war einer der wenigen, die einen Plan hatten – und ein offenes Ohr für sinnvolle Neuerungen, die er dann auch umgesetzt hat. Er ist viel zu früh abgetreten", sagt Bertil Balser, Vorsitzender der Regatta-Vereinigung Seesegeln (RVS).

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