Fabian Boerger
· 23.10.2026
Erst das Boot bauen, dann damit allein um die Welt segeln: Adam Waugh hat diesen Plan umgesetzt. Ohne vorherige Bootsbauerfahrung entstand seine „Little Wren“, ein Sperrholzboot der Klasse Globe 5.80. Mit ihr absolvierte der Brite das Mini Globe Race und kehrte im März 2026 nach Antigua zurück.
Mit Ende fünfzig suchte Waugh nach einer Herausforderung, die ihm sein Berufsleben nicht geboten hatte. Wie er in seinem Teilnehmerporträt schildert, fand er beim Segeln die gesuchte körperliche und mentale Freiheit. Auf den Geschmack längerer Reisen kam er als Crewmitglied eines 60-Fuß-Clippers auf dem Weg vom schottischen Oban nach Island.
Anschließend vertiefte er sein Wissen in Theorie- und Praxiskursen der britischen Royal Yachting Association. Er erwarb den Yachtmaster Offshore und qualifizierte sich als RYA Cruising Instructor. Vor dem Weltumsegelungsprojekt war er damit zwar Bootsbau-Neuling, aber bereits ausgebildeter Segler und Segellehrer.
Im Januar 2022 bestellte Waugh das Holz für seine Globe 5.80. Gebaut wurde in einem Schuppen an seinem Wohnort in Northumberland. Im März 2024 kam „Little Wren“ ins Wasser. Der Name erinnert an einen Zaunkönig, der ihm während der Bauarbeiten Gesellschaft geleistet hatte.
Waugh verband seine Weltumsegelung mit einer Spendenaktion für die Ella Dawson Foundation. Die Organisation unterstützt junge Erwachsene mit Krebs sowie deren Familien. Die Reise hatte damit neben dem sportlichen Ziel einen weiteren Zweck.
Das Mini Globe Race haben wir vom Start bis zum Zieleinlauf ausführlich begleitet. Unser Abschlussbericht zur Weltumsegelung auf den 5,80-Meter-Booten blickt auf das Rennen zurück und bündelt die Berichte zu den einzelnen Etappen. Auch die Reise des deutschen Teilnehmers Christian Sauer ist dort nachzulesen.

Redakteur News & Panorama
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