Maverick too15.300 Seemeilen und ein neues Leben

Marc Bielefeld

 · 25.08.2016

Maverick too: 15.300 Seemeilen und ein neues LebenFoto: Mavrrick

Mit leeren Taschen brach Johannes Erdmann vor zwei Jahren auf, voller neuer Pläne ist er nun zurück. Das große Fazit seiner Atlantik-Runde

Sie hatten Großes vor: Atlantik mindestens, vielleicht der Hohe Norden, wenn möglich gar durch den Pazifik und um die ganze Welt. Mit ihrer Yacht "Maverick too" brachen Cati Trapp und YACHT-Redakteur Johannes Erdmann vor zwei Jahren auf und gingen auf große Fahrt. Blauwasser, Langfahrt, Inseln, offene Ziele und ein freies Leben lagen vor dem Bug. Vor allem die Freiheit, keinen festen Törnplan verfolgen zu müssen, sondern allein nach den Gegebenheiten entscheiden zu können, wohin die Reise letztlich geht.

  Johannes Erdmann an Bord: Nachdenken über ein Leben auf dem WasserFoto: Erdmann
Johannes Erdmann an Bord: Nachdenken über ein Leben auf dem Wasser

15.300 Seemeilen haben sie gemacht, 692 Tage auf ihrem Schiff gelebt und 14 Länder gesehen – nun sind sie zurück. Schon vor ihrem Zieleinlauf in den Heimathafen an der Oste traf die YACHT die beiden Segler in Cuxhaven an Bord ihrer Yacht. Bei Currywurst und Wiener Schnitzel ("Endlich wieder mal gutes Fleisch") zogen die beiden ihr Resümee und erzählten ausgiebig und ohne Blatt vor dem Mund, was die große Reise für sie bedeutet.

  Trapp und Erdmann beim YACHT-Gespräch an Bord: "Schon bald wieder zurück auf die Bahamas"Foto: Trapp/Erdmann
Trapp und Erdmann beim YACHT-Gespräch an Bord: "Schon bald wieder zurück auf die Bahamas"

Warum sie die Bahamas entdeckten und so lange in den USA blieben. Warum der AIS-Sender zum wichtigsten Instrument der Reise wurde und eine Blasenspiegelung auf Martinique zum schlimmsten Erlebnis. Wie das Leben an Bord einen Menschen verändert. Wie die Welt der Langfahrtsegler tickt. Und welche neuen Horizonte entdeckt, wer sich einmal aufmacht und dem Hamsterrad entkommt. Im großen YACHT-Gespräch erzählt das junge Eignerpaar über Tiefs und Träume, karibische Glücksmomente und 50-Knoten-Stürme vor den Azoren. Und sie verraten, warum sie ihren alten Jobs nun endgültig den Rücken kehren, dem Seglerleben treu bleiben – und noch diesen Herbst auf die Bahamas zurückkehren.

Glückwünsche dürfen an dieser Stelle schon jetzt ausgesprochen werden, nicht nur wegen der geglückten Atlantik-Runde. Trapp und Erdmann haben gezeigt, das zwei Jahre Segeln die ultimative Bewährungsprobe sind: Die beiden haben sie mit Bravour bestanden – und sich, gleich nach Rückkehr in die Heimat, frisch vermählt.

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