MenschenMagnus-Olsson-Preis: Schwede Pelle Petterson erhält Prestige-Preis

Lars Bolle

 · 10.06.2022

Magnus-Olsson-Preis: Schwede Pelle Petterson erhält Prestige-PreisFoto: Pelle Petterson

Die schwedische Segelikone und -legende Pelle Petterson wurde als Gewinner des prestigeträchtigen Magnus "Mange" Olsson Prize 2022 bekannt gegeben

Der "Mange" Olsson Prize wird seit 2016 jährlich an eine Person verliehen, die einen unauslöschlichen Beitrag in der Welt des Segelns geleistet hat. Pelle Petterson ist der erste Schwede, der ausgezeichnet wurde, und reiht sich in eine beeindruckende Liste früherer Empfänger ein, darunter einige der größten Namen im Segelsport: Torben Grael, Sir Ben Ainslie, Stan Honey, Santiago Lange, Grant Dalton, Carolijn Brouwer, Peter Burling und Martine Grael.

Der Preis ist nach einem der besten Segler der Welt, dem Schweden Magnus "Mange" Olsson benannt. Magnus starb nach einem Schlaganfall im April 2013. Kurz nach seinem Tod wurde in seinem Namen ein Gedenkfonds mit dem Ziel gegründet, schwedische Jugendsegel- und Bootsaktivitäten durch die Vergabe von Zuschüssen an Einzelpersonen oder Organisationen zu fördern. Der Fonds verleiht auch den jährlichen Mange Olsson Award, der eine Person oder Organisation ehrt, die Magnus' unbeugsamen Geist und Enthusiasmus aufrechterhält.

  Magnus Olsson, lebenslustig wie man ihn kannteFoto: Oskar Kihlborg
Magnus Olsson, lebenslustig wie man ihn kannte

Olsson war sechsmaliger Volvo-Ocean-Race-Teilnehmer und galt in seiner Heimat als Synonym für leidenschaftliches Hochseesegeln. Seine Karriere hatte im 505er begonnen und führte ihn nach Zwischenstationen im America's Cup ("Sverige", 1976) in die Welt, die er liebte: die "flüssigen Himalayas" der Erde. Er gewann das bekannteste Rennen um die Welt 1997/1998 mit Paul Cayard auf der "EF Language". Diesen Sieg nannte Olsson selbst einen der größten Erfolge seiner Laufbahn.

Nun wurde Pelle Petterson geehrt. Viele Jahre lang war Pelle Petterson einer der besten Segler Schwedens. Mit zwei olympischen Medaillen in der Star-Klasse – eine Bronzemedaille 1964 und eine Silbermedaille 1972 – und weiteren zehn WM-Medaillen, darunter eine Goldmedaille 1969, war er auch ein Top-Name im internationalen Segelzirkus. Zweimal führte er eine schwedische Herausforderung für den America's Cup an, 1977 und 1980, mit dem Boot "Sverige". Beide Male mit Mange Olsson als Teammitglied.

  Pelle Petterson an Bord der von ihm entworfenen Maxi 1200 im Jahr 2015Foto: Maxiyachts
Pelle Petterson an Bord der von ihm entworfenen Maxi 1200 im Jahr 2015

Er fuhr auch an Bord von "The Card", dem schwedischen Beitrag zur Ausgabe 1989/90 des Whitbread Round the World Race, dem Vorgänger des Ocean Race.

Pelle ist nicht nur ein renommierter Segler, sondern auch eine Design-Ikone, vor allem in der Schifffahrtsindustrie, wo über 100.000 Boote nach seinen Entwürfen hergestellt wurden. Darüber hinaus schuf Pelle einen Volvo-Sportwagen, den P1800, der heute ein Klassiker ist. Seine anderen Designprodukte reichen von Uhren bis hin zu einer Stena-Fähre.

  Der von Petterson entworfene Volvo P1800Foto: Wikipedia/my girlfriend, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=201890
Der von Petterson entworfene Volvo P1800

Pelle ist das erste Mitglied der Swedish Sailing Hall of Fame. Er hatte auch einen Einfluss darauf, Magnus Olsson zu dem berühmten Segler zu entwickeln, der er werden sollte, nachdem er ihm 1977 einen Platz als Crew an Bord des schwedischen America's-Cup-Herausforderers "Sverige" angeboten hatte. Pelle hatte erkannt, dass Mange ein guter Jollensegler war, der zudem sein Projekt am KTH (The Royal Institute of Technology), der Computerisierung von Kompassen, gewidmet hatte. Mange half Pelle, ein Navigationssystem für die Kampagne zu erstellen. Nun schließt sich der Kreis, Pelle Petterson gewinnt den Magnus Olsson Prize 2022.

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