Fabian Boerger
· 02.02.2026
Die hohe Quote überraschte selbst die Polizei: "Dass es vereinzelt Verstöße gibt, kommt immer mal wieder vor. Eine so hohe Quote ist allerdings schon außergewöhnlich", sagte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf auf YACHT-Anfrage. Die Kontrollen würden fast alljährlich durchgeführt, die diesjährigen Ergebnisse seien jedoch ungewöhnlich.
An mehreren Tagen nach der Messe kontrollierte die Polizei die Lkws bei der Abfahrt vom Messegelände in Richtung A44. Von 59 überprüften Fahrzeugen durften nur sieben direkt weiterfahren – das entspricht einer Beanstandungsquote von 88 Prozent. Bei den Bootstransporten lag die Quote bei 100 Prozent. Die Transporte umfassten sowohl kleinere Boote als auch große Luxusyachten.
Die festgestellten Mängel waren laut Polizei Düsseldorf bedenklich: Schwertransporte waren nicht ordnungsgemäß ausgeschildert, Überbreiten nicht kenntlich gemacht. Viele Boote waren mangelhaft gesichert, einige Transporte fuhren gänzlich ohne Genehmigung. Besonders problematisch: Viele Fahrer besaßen nach Polizeiangaben keinerlei Kenntnisse von Großraum- oder Schwertransporten. In zwei Fällen stellten die Beamten sogar fest, dass die Fahrer ohne gültigen Führerschein unterwegs waren.
Für die Organisation der Bootstransporte sind die Aussteller verantwortlich. Sie beauftragen die Spediteure, die den An- und Abtransport übernehmen. Ihnen obliegt die Sicherung der Ladung. Nach Behebung der Mängel konnten die meisten Lkw ihre Fahrt fortsetzen.