Nils Leiterholt
· 24.11.2024
(lacht) Das stimmt nicht so ganz, ich bleibe nämlich auch weiterhin als Trainer für den Kieler Yacht-Club tätig. Ich behalte auch meine feste Trainingsgruppe, die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen wird mir in Zukunft einen tollen Ausgleich bieten. Es macht mir immer noch sehr viel Spaß und ich möchte daher auch weiterhin im Segeln trainieren. Allerdings werde ich natürlich auch einige Aufgaben und Zuständigkeiten abgeben.
Das bezieht sich vor allem auf administrative Arbeit. Dazu gehört die komplette Organisation der Jugendabteilung, von der Durchführung verschiedener Clubveranstaltungen, zum Beispiel der Weihnachtsfeier, bis hin zum Koordinieren und Einteilen der Trainer, aber auch die Trainersuche gehört dazu. Da passieren viele Dinge im Hintergrund, die einem auf den ersten Blick gar nicht so bewusst sind. Außerdem war ich der pädagogische Anleiter unserer FSJler und für deren Betreuung zuständig.
Mein damaliger zweiter Trainer, Noah Piotraschke, hatte die Aufgaben übergangsweise übernommen. Es wurde nach jemandem gesucht, um meine Stelle nachzubesetzen. Das Profil, was da gefragt ist, ist schon sehr eng. Es gab wohl auch einige Bewerbungen. In Philipp Sudbrack hat der KYC einen neuen Sportkoordinator, der wahrscheinlich einen Teil der administrativen Aufgaben übernehmen wird. Patrick Böhmer ist der neue Cheftrainer der 29er. Die Aufgaben werden also in Zukunft auf mehrere Schultern verteilt werden.
Nach meinem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Flensburger Segel-Club absolviert. Weil es mir hier oben im Norden so gut gefallen hat, vor allem in Bezug auf das Segeln und meine Trainer-Tätigkeit, bin ich zum Studieren nach Kiel gezogen. Während des Studiums habe ich dann im KYC als Honorar-Trainer gearbeitet, später bekam ich eine Werkstudentenstelle. Nach meinem Lehramtsstudium war die Stelle des hauptamtlichen Trainers dann über ein Jahr frei, da hab ich mich gefragt : „Warum denn eigentlich nicht?“ Und so wurden aus fünf geplanten Jahren jetzt siebeneinhalb.
Definitiv. Es war eine schöne und lehrreiche Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte. Natürlich war es auch manchmal anstrengend, wir mussten uns beispielsweise während der Corona-Zeit immer wieder auf neue Richtlinien einstellen. Dazu ist es auch im alltäglichen Geschäft aufwendig, den Trainingsbetrieb für 150 aktive Sportler zu organisieren.
Für mich steht jetzt das Absolvieren meines 18-monatigen Referendariats im Vordergrund. Daneben möchte ich natürlich weiterhin viel Zeit mit meinen Kindern und Jugendlichen als Trainer auf dem Wasser verbringen. Mal gucken, wie es so seglerisch weitergeht. Ich hätte auf jeden Fall mal wieder Lust, in einen 505er zu steigen. Daneben bin ich sporadisch für den KYC in der Segel-Bundesliga aktiv.