Lasse Johannsen
· 21.07.2026
Das weiß ich selber noch gar nicht so genau. Wenn Ihre Leser Ideen haben, ich bin noch für alles offen.
60.000 Euro, aber die Rettung wird noch einmal 1,5 Millionen Euro kosten.
Die Insel besteht aus einer 720 Quadratmeter großen Plattform, die auf etwa 600 Pfählen in 10 Meter tiefem Wasser steht. Die sind von einem Betonkranz eingefasst, und der zerfällt und muss saniert werden.
Es war vor der Versteigerung ja gar nicht möglich, sich die Insel anzusehen. Wir waren jetzt aber da und haben den Status Quo erhoben, um entscheiden zu können, was, wie, wann repariert werden muss.
Wir haben vorher Videos gesehen, und dabei wurde schon deutlich, dass die Insel in einem schlimmen Zustand ist. Aber dass sie in so einem schlimmen Zustand ist, war nicht vorauszusehen. Im letzten Winter sind durch den Eisdruck manche Spalten noch einmal größer geworden. Da besteht wirklich Bedarf, baldmöglichst zu sanieren. Das haben wir auch vor, damit die Insel nicht auseinanderfällt.
Ein Kollege von mir hat das entdeckt. In einem österreichischen Zeitungsartikel wurde von der Versteigerung berichtet. Da haben wir beschlossen, sie zu kaufen und mit unseren Produkten von Mc Cube ein nachhaltiges Sanierungskonzept umzusetzen.
Wir werden ein oder zwei dort aufstellen, aber uns geht es grundsätzlich um Nachhaltigkeit und Ökologie. Und wir sind relativ schnell zu dem Schluss gekommen, dass Veranstaltungen oder ein großes Gebäude keinen Sinn machen, weil die Insel zu wenig Tragkraft hat und die Behörden das wahrscheinlich nicht genehmigen würden.
Ich habe die Insel mit meinem Geschäftspartner Daniel Pflieger zusammen gekauft und wir überführen sie in eine Genossenschaft, die wir gerade gründen. Es können 999 Anteile zu je 999 Euro gekauft werden.
Mitbestimmen, nicht bestimmen. Jeder hat eine Stimme und jeder kann mitstimmen.
Ja, erstaunlich viel. Gleich nach dem ersten Bericht in der Bild haben wir, glaube ich, 150 bis 180 Anteile verkauft. Und bis heute kommen nach wie vor Mails und Anfragen rein. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Interesse da ist.
Nein, gar nicht. Die Leute sind einfach interessiert, da mitzuwirken. Was wir jetzt schon wissen, ist, dass wir einen YouTube-Creator dort etwas machen lassen werden, der sehr kreativ mit Gebäuden umgeht. Mehr darf ich noch nicht sagen, weil wir noch keinen Vertrag haben. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass andere YouTuber dort auf der Insel Content produzieren.
Sie wissen ja, wie die sind – eher verrückte Sachen. Wir haben auch mit einem mittelgroßen Yacht-Hersteller diskutiert, ob man dort eine Yacht-Präsentation machen könnte, wenn die Veranstaltungsfläche adaptiert und fertig ist. Der war nicht abgeneigt. Aber das ist alles noch nicht fix.
…nur zu. Der Drive-In für Sportboote wurde allerdings schon verworfen. Aber wir sind für alle Vorschläge sehr offen. Ich bin ja selber begeisterter Segler, bisher allerdings auf der Adria.
Aber es werden auf alle Fälle Stege gebaut, die es ermöglichen, immer auf der windabgewandten Seite anzulegen, dann kann man dort auch mit einem Segelboot anlegen.
Das heißt, es können Gastlieger kommen? Oder bleibt die Insel den Genossen vorbehalten?
Das müssen wir noch diskutieren. Das größere Problem in den letzten Jahren war der Vandalismus. Wenn man das einfach frei zugänglich macht, kann der wieder zurückkommen. Aber es wird auf alle Fälle eine Möglichkeit geben, dass dort Segelschiffe anlegen können.
… Genau, das sind, glaube ich, drei Seemeilen, also nicht weit.
Daran wurde schon gedacht. Aber dafür braucht man zuerst den Steg und dann auch Leute, die das anbieten können, also externe Firmen. Man bräuchte ein größeres Schiff, um wetterunabhängig zu sein, sonst hat vielleicht jemand einen Termin gebucht, um auf die Insel zu fahren, und man kommt nicht rüber, weil die Wellen zu hoch sind.
Die Absicht, etwas Wertvolles am Leben zu erhalten. Nicht einfach zu sagen: Keiner macht was, also machen wir auch nichts.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.