Wir halten auf unseren jeweils langen Motorboot-Sommertörns vor vielen Inseln und Buchten. Die beiden Söhne segeln Optimist, doch die Rümpfe passen nicht an Deck. Wir haben aber immer zwei SUP-Boards dabei. Irgendwann dachte ich: Warum nehmen wir nicht wenigstens das Segel mit?
Ganz und gar nicht. Es war ein Prozess des Experimentierens. Wir wollten entsprechend der nur 10 bis 20 Kilogramm je SUP eine nicht nur solide, sondern auch leichte Lösung. Wir haben daher verschiedene Mastfüße und Verbindungen zu den Beams getestet. Die Idee dabei war immer, alles einfach, leicht und sicher zu halten – auch für Kinder.
Ich betreibe eine kleine Firma für Schiffsausrüstung namens Separ Náutica, daher sind wir es gewohnt, experimentell Teile zu bauen. Die Mastbasis ist nun mit Edelstahl verstärkt und verteilt die Lasten über die Struktur. Zwei Querträger verbinden die SUPs und bilden dabei eine stabile Katamaranplattform.
Mit unserem von vorne bis hinten reichenden Schwert, das kaum Tiefgang hat, können wir und vor allem auch die Kinder mit dem SUP-Katamaran am Strand beachen.
Im Prinzip schon. Es sollten aber zwei gleiche Boards sein.
Ja, denn die Positionierung ist sehr wichtig.
Nach einer Sommersegelsaison hatten wir festgestellt, wie stabil die Plattform ist und wie gut sie sich segeln lässt. Also haben wir wieder experimentiert. Das neue Rigg vergrößert die 3,5 Quadratmeter vom Optimist um 1,2 Quadratmeter, was dem Boot einen etwas sportlicheren Charakter verleiht.
Bei mäßigem Wind waren wir überrascht, wie schnell es beschleunigt. Die Segeleigenschaften unterscheiden sich zwar von denen eines Optimisten, doch die Katamaranplattform bietet gute Stabilität und eine angenehme Leistung für das Freizeitsegeln. Letztendlich ist der wichtigste Teil des Projekts ohnehin der Spaß am gemeinsamen Segeln als Familie.
Wir legen gerade die endgültige Konfiguration fest. Aber ja, der Bausatz soll international versendet werden. Andere Familien sollen das ja ebenso genießen können.

Freier Mitarbeiter, Südkorrespondent
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