alle NewsWilli Illbruck ist tot

Uwe Janßen

 · 22.11.2004

Der große deutsche Hochsee-Pionier starb im Alter von 77 Jahren

Wilhelm Gustav Illbruck, genannt "Willi", ist nach langer Krankheit gestorben. Er war der Grandseigneur des Hochseesegelns schlechthin, treibende Kraft, Macher, engagierter Eigner ("Pinta") - und unter anderem zwei Mal Admiral's-Cup-Sieger, 1983 und 1993.

Illbruck war ein Selfmademan, der sich nach der Rückkehr aus sowjetischer Kregsgefangenschaft von der Pike auf zum Chef seiner Kunststofffabrik bei Leverkusen hocharbeitete. Sein zweiter Lebensmittelpunkt war das Segeln - Willi Illbruck, nur folgerichtig, war der erste, dem für seine seglerischen Verdienste die YACHT-Auszeichnung Pro navigare verliehen wurde.

Er hatte sich als einer der ersten Eigner in Deutschland im Sinne des Teamgeists untergeordnet und eben nicht gleich zur Pinne gegriffen, um als Skipper zu protzen. Der Erfolg gab ihm Recht: neben den beiden Erfolgen bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Hochseesegeln siegte er 1993 und 1994 auch beim damals höchst bedeutsamen One-Ton-Cup.

Seine unternehmerischen Leistungen würdigte der damalige Bundespräsident Johannes Rau 2002 mit dem Bundesverdienstkreuz.
Willi Illbruck hinterlässt seine Frau Christiane und die beiden Kinder Michael und Sabine. Sein Sohn schlug einen ähnlich erfolgreichen Weg ein wie der Vater - er führte die "Illbruck" 2001 zum Sieg im Volvo Ocean Race.

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