OstseeDänemarks Öffnung – ein Lösungsansatz für die Probleme

Lasse Johannsen

 · 09.06.2020

Ostsee: Dänemarks Öffnung – ein Lösungsansatz für die ProblemeFoto: YACHT/A. Lindlahr
Dänemarks Öffnung – ein Lösungsansatz für die Probleme
In Abstimmung mit der Grenzpolizei bieten 13 Hafenbetreiber eine gemeinsame Liegeplatzbestätigung für Gastsegler an, mit der die Einreise erlaubt sein soll

Nach unseren Berichten auf YACHT online über die verschiedenen Probleme, die bereits jetzt im Zusammenhang mit der ab 15. Juni erlaubten Einreise nach Dänemark aufgetreten sind, melden sich nun Hafenbetreiber mit gut klingenden Nachrichten:

"Wir haben die Lösung", so Bent Larsen vom Yachthafen Dyvig Bro. Gemeinsam mit Marina Minde, Marina Nyhavn2 in Middelfart, Ballen auf Samsø, Kertemidne, Svendborg Byhavn, Ærøskøbing, Marstal, Lyø, Mommark, Høruphav, Spodsbjerg und Bagenkop hat er einen Vordruck entwickelt, auf welchem die genannten Häfen einer Yachtbesatzung zusichern, dass sie in einem Zeitraum, der in das Papier eingetragen werden kann, einen Liegeplatz bestätigen.

  Der Yachthafen Dyvig Bro – einer von 13 Initiatoren der Einreiselegitimation für deutsche SeglerFoto: Nico Krauss Der Yachthafen Dyvig Bro – einer von 13 Initiatoren der Einreiselegitimation für deutsche Segler

"Wir bestätigen keine Reservierung eines bestimmten Platzes, aber wir bestätigen, dass die Yacht in all unseren Häfen zur Übernachtung festmachen darf", so Larsen, der das Vorgehen mit der Polizei abgestimmt hat. "Ich habe die Auskunft erhalten, dass bei der Neuregelung der Einreise ab dem 15. Juni kein Unterschied zwischen dem Verkehr an Land und jenem auf See gemacht wird", so Larsen.

  LiegeplatzbestätigungFoto: Dyvig Bro Liegeplatzbestätigung

Die Polizei habe ihm die Auskunft gegeben, dass daher die einzige Voraussetzung für die Einreise aus Deutschland, Norwegen oder Island sei, dass sechs geplante Übernachtungen in Dänemark dokumentiert werden können – gleich ob im Sommerhaus, auf dem Campingplatz oder im Yachthafen. Nach dieser explizit auf Yachthäfen bezogenen Auskunft (die mittlerweile auch auf der offiziellen Seite der Grenzpolizei zu finden ist) sei es auch kein Problem, diese Übernachtungen auf mehrere Häfen zu verteilen – vorausgesetzt, dass dieser Plan bei der Einreise dokumentiert werden könne.

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Dem diene das Dokument, welches beispielsweise auf der Internetseite von Dyvig Bro heruntergeladen werden kann. Damit, so Larsen, seien einreisende Yachtbesatzungen hinreichend legitimiert und könnten sich im selbstgesetzten Zeitraum zwischen den 13 Häfen ohne weitere Formalitäten frei bewegen.

"Wer in dieser Zeit andere Häfen aufsuchen möchte, der kann sich von unterwegs eigenständig weitere Liegeplatzbestätigungen geben lassen", so Larsen. Damit sei dem grenzpolizeilichen Erfordernis Genüge getan, und es stehe dem Urlaubstörn nach Dänemark ab dem 15. Juni aus seiner Sicht nichts mehr im Wege.

Lasse Johannsen

Lasse Johannsen

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Geboren in Kiel, aufgewachsen am Wasser und an Bord, seglerisch ausgebildet im Verein und beim Segeln auf Nord- und Ostsee. Nach Schule, Marine und juristischer Ausbildung 2007-2009 Volontariat bei der YACHT im Ressort Panorama, welches er heute leitet. Daneben verantwortet er die Sonderausgabe YACHT classic, veröffentlichte mehrere Bücher im Verlag Delius-Klasing und ist stellvertretender Chefredakteur der YACHT. Johannsen ist begeisterter Fahrtensegler auf eigenem Kiel und aktiver Begleiter der deutschen Klassiker-Szene.

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