Aktuelle Papierseekarten zählen zur Grundausstattung an Bord jeder Yacht. Nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern vor allem im Sinne der Sicherheit ist es entscheidend, bei der Navigation auf die neuesten nautischen Informationen zurückzugreifen.
Laut Schiffssicherheitsverordnung müssen auf allen Schiffen unter deutscher Flagge aktuelle Papier-Seekarten mitgeführt werden, unabhängig davon, ob es ein elektronisches Seekartensystem gibt. Dies gilt auch für privat genutzte Sportboote. Die Wasserschutzpolizei kontrolliert die Einhaltung dieser Vorschrift und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen, wie in der Vergangenheit schon des Öfteren passiert. Als aktuell gelten Karten, die auf dem Stand der aktuellen "Nachrichten für Seefahrer" sind. Für Sportboote reichen nichtamtliche Ausgaben, wie die des Delius Klasing Verlages.
Die einfachste Methode zur Aktualisierung ist der Kauf neuer Kartensätze. Gerade sind die Sportbootkarten des Delius Klasing Verlages erschienen, die hier bestellt werden können.
Kostengünstiger und nachhaltiger als ein Neukauf ist es, vorhandene Karten selbst zu berichtigen. Dafür stellen Kartenverlage jährlich Berichtigungssätze bereit und veröffentlichen zusätzlich unterjährig Korrekturen in unterschiedlichen Intervallen. Diese umfassen alle wichtigen Änderungen – entweder als Deckblätter zum Aufkleben oder als schriftliche Anweisungen zur Korrektur.
Der Zeitaufwand beträgt je nach Umfang der Änderungen etwa 1 bis 3 Stunden pro Kartensatz. Die Kosten für einen Berichtigungssatz liegen bei 20-40 Euro, deutlich günstiger als der Neukauf kompletter Kartensätze. Eine Anleitung mit Bildern finden Sie hier.
Neben der Kostenersparnis bietet die manuelle Berichtigung weitere Vorteile:
Zudem lassen sich die Berichtigungsunterlagen als PDF auch auf Mobilgeräten mitführen und bei Bedarf unterwegs abrufen.
Die manuelle Berichtigung stößt an ihre Grenzen, sobald sich Kartenausschnitte oder Maßstäbe grundlegend verändern. Dann lässt sich der Neukauf einzelner Kartenblätter kaum vermeiden. Auch bei sehr umfangreichen Anpassungen kann der Aufwand für die eigene Berichtigung schnell unverhältnismäßig groß werden.
Elektronische Seekarten auf Plottern lassen sich in den meisten Fällen nicht einfach manuell aktualisieren. Stattdessen ist üblicherweise der Kauf eines neuen, aktualisierten Kartenchips nötig. Einige Anbieter – etwa Navionics – ermöglichen immerhin für einen begrenzten Zeitraum kostenlose Online-Updates.