SchwedenHöga Kusten - Schwedens hohe Küste im Überblick

Christian Tiedt

 · 14.10.2026

Der historische Fischerort Grisslan.
Foto: Nico Krauss
Steile Ufer, bewaldete Inseln und geschützte Buchten prägen die Höga Kusten im Norden Schwedens. Wer hier segelt, findet neben kleinen Häfen auch reichlich Anlass für Landgänge. Die dreiteilige Törnreportage zeigt das Revier von Skeppsmalen bis zum Skuleskogen-Nationalpark.

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Die Höga Kusten liegt an der schwedischen Küste der Bottensee. Von der südlichen Ostsee aus ist die Anreise weit; dafür verändert sich unterwegs der Charakter der Küste. Im Revier stehen hohe, bewaldete Ufer und tiefe Einschnitte neben Schäreninseln, Fischerdörfern und kleinen Liegeplätzen. Die markante Landschaft ist Teil des UNESCO-Welterbes Höga Kusten/Kvarken-Archipel: Seit dem Rückzug des Eises hebt sich hier das Land. Auch deshalb lohnt es sich, die Küste nicht bloß als Strecke auf der Seekarte zu betrachten.

Skeppsmalen und Örnsköldsvik: Küstenorte und erste Ankerplätze

Der südliche Einstieg in die Reportage führt unter anderem vor Grisslan, nach Örnsköldsvik und in das Fischerdorf Skeppsmalen. Die Stopps zeigen zwei Seiten des Reviers: Zwischen einem ruhigen Platz vor Anker und einem Hafen mit Möglichkeiten zum Verproviantieren liegen oft nur wenige Etappen. Wer die Höga Kusten mit dem eigenen Boot erkundet, muss also nicht jeden Tag ein neues Ziel erreichen. Im ersten Teil über Skeppsmalen und Örnsköldsvik stehen die Ankunft im Revier und die ersten Stationen an Land im Mittelpunkt.

Trysunda und Mjältön: Inseln statt langer Schläge

Zwischen den Inseln zeigt sich, warum für dieses Revier Zeit wichtiger ist als ein dichter Etappenplan. Trysunda verbindet einen kleinen Hafen mit einem alten Fischerdorf. Auf Mjältön liegt mit Baggviken eine Bucht, von der aus sich die Insel zu Fuß erkunden lässt. Auch die Höhe der Insel macht den Landgang reizvoll: Mjältön gilt als Schwedens höchste Insel. Liegeplätze sind im Sommer nicht zwangsläufig einsam; die Bedingungen vor Ort und der Platz im Hafen bestimmen mit, wie lange ein Stopp dauert. Der zweite Teil über Trysunda und Mjältön führt zu diesen beiden unterschiedlichen Inselzielen.

Ulvöhamn und Skuleskogen: Die Küste vom Land aus

Ulvöhamn bringt die Geschichte der Fischerei in den Törn, während sich bei Docksta ein anderer Blick auf die Höga Kusten öffnet. Dort kann die Yacht für einen Ausflug in den Skuleskogen-Nationalpark liegen bleiben. Wanderwege führen über felsigen Grund und zu Aussichtspunkten oberhalb der See; die Parkverwaltung beschreibt die Wege und Sehenswürdigkeiten für die Planung des Landgangs. Im dritten Teil über Ulvöhamn und Skuleskogen endet die Reise nicht am Steg, sondern führt weiter ins Landesinnere.

Die Höga Kusten eignet sich damit besonders für Crews, die nach der langen Anfahrt kurze Schläge mit Zeit an Land verbinden möchten. Häfen, Buchten und Wanderziele liegen nah genug beieinander, um den nächsten Stopp nach Wetter, Liegeplatz und Lust auf einen Landgang zu wählen. Für die Ansteuerung zählen dennoch aktuelle Seekarten und die Bedingungen am jeweiligen Tag.

Buchtipp

Küstenhandbuch Ostsee der RCC Pilotage Foundation ergänzt die Eindrücke der Reportage um Revierinformationen für die eigene Planung. Der Band behandelt auch Schweden und enthält Angaben zu wichtigen Häfen, Ansteuerungen, Liege- und Versorgungsmöglichkeiten sowie Karten und Pläne. Er ist ein Überblick für längere Ostseetörns, kein speziell auf die Höga Kusten begrenzter Hafenführer. Für konkrete Ansteuerungen bleiben aktuelle Seekarten maßgeblich.

Was gehört für Sie zu einem Törn an der Höga Kusten unbedingt dazu: Inselhäfen, Ankerbuchten oder längere Landgänge? Schreiben Sie es in die Kommentare.

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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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