Wenn an Land die Ampel auf Grün springt, wird es laut an Deck: Rennstrecken gibt es überall auf der Welt, sie führen durch dichte Wälder, durch Häuserschluchten, sogar an Häfen entlang. Doch es gibt nur eine einzige, die auch nach einer Marina benannt ist. Spoiler: Es ist nicht der Stadtkurs von Monaco.
Die Rede ist vom Yas Marina Circuit auf Yas Island im Persischen Golf. Die Insel ist eine von vielen künstlich angelegten an der Küste der Millionenmetropole Abu Dhabi, Hauptstadt des gleichnamigen Emirats, das seinerseits Bestandteil der Vereinigten Arabischen Emirate ist.
Start und Ziel der 5,281 Kilometer langen Runde liegen direkt neben dem östlichen Teil des Hafenbeckens, während die Kurven 10 bis 14 gegen den Uhrzeigersinn um den westlichen herumführen.
Damit hier, mitten in weitläufigem Mangroven- und Marschland, Motorsport von internationalem Format möglich wurde, begradigte man Uferlinien und füllte Feuchtgebiete auf. Gegen die Erosion durch Wind pflanzte man Waldgürtel.
Dann kamen Beton, Glas und vor allem Asphalt: Den Verlauf des Kurses, in dem die Yas Marina neben dem futuristischen Hotel gleichen Namens das zentrale Element bildet, zeichnete der deutsche Rennstrecken-Designer Hermann Tilke.
Die allererste Zielflagge sah im Jahr 2009 sein Landsmann Sebastian Vettel. Seitdem ist der Große Preis von Abu Dhabi mit seinem Tag- Nacht-Rennen fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders.

Ressortleiter Reise