Boote aus aller Herren Länder liegen in der Marina Zea, lackglänzende Schoner neben verchromten Motoryachten. Weiter draußen werden sie immer größer, die Masten höher. Ein Meeting von Megas.
Ebenso dicht ist die Reihe der Gebäude, die den Hafen einschließen, unten Restaurants, Cafés und Bars, darüber Balkons mit Markisen und Sonnenschirmen. Kein Fleckchen Fassade wird verschwendet – das Leben spielt sich draußen ab. Hier schlägt das junge Herz von Piräus.
Aber auch vor 2.500 Jahren wurde schon in dieser Bucht geankert, doch waren es ausschließlich Triremen. Rund zweihundert der schlanken Dreiruderer fanden zudem in steinernen Trockenschuppen an Land Platz: Denn schon von alters her diente Piräus der wesentlich größeren Metropole als Tor zum Mittelmeer mit seinen weitverzweigten Handelswegen. Eine Position, die es zu verteidigen galt – und Zea beherbergte die Flotte Athens.
Jene Flotte, die in der berühmten Schlacht von Salamis die Perser des Xerxes schlug. Athen stieg zur vorherrschenden Seemacht auf. Es war ein Sieg, ohne den die Geschichte der Antike anders verlaufen wäre. Und jene Europas.
Der Saronische Golf liegt noch immer vor der Hafeneinfahrt, dahinter die weite Ägäis und noch fernere mediterrane Gestade. Entsprechend beliebt ist die Marina Zea daher als Ausgangspunkt für Yachtreisen oder als Etappenstopp, um die schönsten Ecken der einstigen hellenistischen Welt selbst zu entdecken.

Ressortleiter Reise