IndopazifikHighway der Weltmeere – die Straße von Malakka

Christian Tiedt

 · 06.09.2026

Indopazifik: Highway der Weltmeere – die Straße von MalakkaFoto: Franz Schmitt
Fischerboot in der Straße von Malakka. Tagsüber gut auszumachen. Nachts sieht das anders aus.
​Die Straße von Malakka gehört zu den am meisten befahrenen Schifffahrtswegen der Welt. Die Passage auf eigenem Kiel zwischen der Malayischen Halbinsel und der Insel Sumatra ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst – aus vielen Gründen. ​

Themen in diesem Artikel

Zwischen den Weiten des Indischen und Pazifischen Ozeans liegt die Inselwelt Südostasiens. Wie ein Riegel ziehen sie sich nahe des Äquators von Malaysia im Westen bis nach Papua-Neuguinea im Osten. Wer auf eigenem Kiel unterwegs ist, wird in den meisten Fällen einen Weg durch die Region wählen. Über Nebenmeere wir die Arafurasee, die Javasee, die Celebessee, die Andamanensee oder das Südchinesische Meer.

Die Straße von Malakka

Alle Routen haben eines gemein: Sie treffen in einem Nadelöhr zusammen - der Straße von Malakka. So heißt der knapp 1.000 Kilometer (oder rund 500 Seemeilen) lange Sund, der die zu Indonesien gehörende Insel Sumatra von der Malaiischen Halbinsel trennt. Das bedeutet, dass auch ein Großteil des weltweiten Seehandels diese Engstelle passieren muss. Und dann ist da noch der übrige Verkehr, besonders bei Nacht. Wie viel Platz bleibt das für eine Segelyacht?

Die zwei Teile der Reportage

Durchs Nadelöhr

Der schmalste Teil der Strecke wird von den beiden Millionenmetropolen Kuala Lumpur und Singapur begrenzt. Auf den rund 180 Seemeilen zwischen den beiden Hafenstädten ist die Straße von Malakka durchschnittlich nicht breiter als 30 bis 40 Seemeilen. Dieser Abschnitt ist es auch, in dem sich der Schiffsverkehr auf der Route zwischen Ostasien, Indien und Europa bündelt. Ein wahrhaft spannendes Revier für eine Segelyacht!

Übersichtskarte der Straße von Malakka mit der gesegelten Route.Foto: Christian TiedtÜbersichtskarte der Straße von Malakka mit der gesegelten Route.

Wetter

Von November bis März herrscht der Nordost-Monsun mit Regen, Gewittern und häufig schlechter Sicht, von Mai bis September Südwest-Monsun mit besseren Bedingungen. Heftige regionale Gewitterstürme, die häufig über Sumatra entstehen, sind immer möglich.

Navigation

Sehr viel Großschifffahrt ist unterwegs. Für sie sind zwischen Kuala Lumpur und Singapur mehrere aufeinander folgende Verkehrstrennungsgebiete ausgewiesen. Die Navigation ist daher anspruchsvoll, die erhältlichen amtlichen Seekarten sind jedoch recht genau.

Nachts ist die Fahrt aufgrund der zahlreichen, weitgehend ungewöhnlich oder sogar unbeleuchteten Fischereifahrzeuge teilweise extrem herausfordernd. Auch über AIS verfügen diese Fahrzeuge nur selten. Sehr küstennah zu navigieren ist aufgrund der Stellnetze nicht zu empfehlen.

Sicherheit

Piraterie ist hingegen kein Thema mehr im Revier. Stellnetze, großes Treibgut und unbeleuchtete Fischer sind Hauptgefahren.


​Die zwei Teile der Reportage:

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Christian Tiedt

Christian Tiedt

Ressortleiter Reise

Christian Tiedt wurde in Hamburg geboren, blieb lange aber ohne direkten Zugang zum Wassersport. Nach der Berufsausbildung bot das Studium dann endlich die Gelegenheit, auf dem Wasser aktiv zu werden – und die entsprechenden Führerscheine zu machen. Zuerst beim Fahrtensegeln und dann, mit dem Einstieg bei BOOTE im Jahr 2004, auch mit Motorbooten aller Art. Christian konnte inzwischen fast ganz Europa (und einige weiter entfernte Destinationen) auf eigenem Kiel kennenlernen und teilt seine Erlebnisse und Erfahrungen für die YACHT und BOOTE am liebsten in Törnreportagen.

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