Mächtige Stadtmauern, venezianische Paläste und ein Naturhafen, der seit Jahrhunderten Seefahrer willkommen heißt: Korčula gehört zu den schönsten Hafenstädten der Adria. Geschützte Liegeplätze und das venezianische Erbe machen Korčula zu einem der eindrucksvollsten Hafenorte der kroatischen Adriaküste.
Der altgriechische Name der Insel “Melaina Korkyra” bedeutet so viel wie „Schwarzes Korfu“ und bezog sich auf die dunklen Kiefernwäldern, mit denen bis heute über die Hälfte der Insel bedeckt ist. In den Ortschaften findet man Hinweise auf die wechselvolle Geschichte der Insel: Römer, Griechen und über viele Jahrhunderte Venezier hinterließen hier ihre Spuren, bevor die Insel zuerst an Frankreich, dann Großbritannien, Österreich und schließlich an Jugoslawien ging. Seit 1991 ist sie kroatisch. Doch vor allem das venezianische Erbe ist noch überall sichtbar.
Direkt östlich der Altstadt liegt die ACI Marina Korčula mit Liegeplätzen, Wasser, Strom, Sanitäranlagen und Tankstelle. Dank des schützenden Wellenbrechers liegen Yachten hier sicher, während Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten nur wenige Gehminuten entfernt sind. Wer lieber den Stadthafen nutzt, genießt den schönsten Blick auf die mittelalterlichen Mauern – allerdings sind die Plätze in der Hochsaison begehrt.
Korčulas autofreie Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Hinter den mächtigen Mauern warten verwinkelte Gassen, kleine Plätze und die imposante Markuskathedrale. Von den Festungsmauern schweift der Blick über den Pelješac-Kanal bis zum kroatischen Festland. Wer länger bleibt, kann durch die Weinberge rund um Lumbarda wandern, zu den Badebuchten der Insel radeln oder einen Törn zu den benachbarten Inseln Lastovo oder Mljet unternehmen.
Korčula bezeichnet sich gerne als Geburtsort des berühmten Entdeckers Marco Polo. Ob er tatsächlich hier geboren wurde, ist historisch nicht eindeutig belegt und unter Forschenden umstritten. Sicher ist jedoch, dass die Insel eng mit seiner Geschichte verbunden ist: Vor Korčula geriet Marco Polo 1298 in einer Seeschlacht zwischen Venedig und Genua in Gefangenschaft. Während seiner späteren Haft soll er seine Reiseerlebnisse diktiert haben, aus denen schließlich sein berühmtes Werk “Il Milione” entstand. Zu Ehren des weltweit berühmten Entdeckers wird das angebliche Familienhaus mit dem Turm erhalten. Gegen eine kleine Gebühr kann man den Turm, von dem man eine traumhafte Aussicht hat, erklimmen und das Marco Polo Museum besuchen.

Redakteurin Reise
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