Der Blaue Hafen - Porto Azzurro - wirkt zwischen dem azurblauen Wasser, dem er seinen Namen zu verdanken hat, der spanischen Festung und der italienischen Piazza wie die perfekte Filmkulisse. Der Hafenort an Elbas Ostküste zählt zu den beliebtesten Stopps im Toskanischen Archipel – und schafft trotzdem das Kunststück, entspannt zu bleiben.
Porto Azzurro ist einer dieser Orte, die Segler eigentlich lieber für sich behalten würden. Tief eingeschnitten liegt der charmante Hafenort im Golf von Mola an Elbas Ostküste, geschützt gegen alle Windrichtungen und eingerahmt von grünen Hügeln. Schon die Spanier nutzten den Naturhafen strategisch, später entwickelte sich daraus einer der wichtigsten Fischerorte Elbas. Italiens drittgrößte Insel begeistert mit traumhaften Stränden, kristallklarem Wasser und mediterranem Flair.
Die Marina Porto Azzuro mit etwa 110 Liegeplätzen ist etwas einfacher ausgestattet als die in der Inselhauptstadt Portoferraio, bietet aber alle grundlegenden Versorgungseinrichtungen und ist dafür ruhiger - vor allem seit 2008 der Fährbetrieb nach Piombino eingestellt wurde. Liegeplätze sollten vor allem in der Hochsaison vorab online reserviert werden. Achtung: vom 15. Juni bis 31. August gilt ein Mindestaufenthalt von drei Tagen! Telefon: +39 0565 1935269 - UKW 10
Über dem Ort thront die Forte San Giacomo, eine gewaltige spanische Festungsanlage aus dem frühen 17. Jahrhundert. Sie wurde gebaut, um die strategisch wichtige Passage zwischen Elba und dem italienischen Festland zu kontrollieren. Lange war Porto Azzurro deshalb eher Garnisons- als Urlaubsort – der frühere Ortsname „Porto Longone“ war eng mit dem Gefängnis in der Festung verbunden, welches hier im 19. Jahrhundert eingerichtet wurde. Erst 1947 erhielt der Ort seinen heutigen, deutlich freundlicher klingenden Namen.
Zu den beliebten Stränden in der Nähe zählt der Strand Barbarossa, der mit seinem kristallklaren Wasser und seinem feinen Sand ideal zum Schwimmen und Sonnenbaden ist. Dank dem Nationalpark Toskanischer Archipel stehen die Gewässer vor Porto Azzurro unter Naturschutz, weshalb es viele artenreiche Tauchplätze gibt. In Porto Azzurro gibt es mehrere Tauchbasen und Tauchschulen. Besonders am Abend entfaltet der Ort seinen Reiz: Kinder spielen auf der erst vor kurzem sanierten Piazza Matteotti, aus den Bars klingt italienische Musik, und zwischen Eisdielen und kleinen Weinlokalen flaniert halb Elba an der Uferpromenade entlang.
Auf der Flaniermeile Lungomare gibt es exklusive und romantische Pfahlbau-Restaurants. Die elbanische Küche besteht aus einfachen, saisonalen Zutaten. Was einst als „Arme-Leute-Küche“ galt, ist heute eine verfeinerte Tradition, die frischen Fisch und Meeresfrüchte, Gartengemüse, mediterrane Kräuter und natives Olivenöl verbindet. Zu Stockfisch, Gemüseschmortopf und gefülltem Tintenfisch wird der ausgezeichnete elbanische Wein serviert.
Am 25. Juli wird der Schutzpatron von Porto Azzurro, San Giacomo, mit zahlreichen Veranstaltungen und Events im ganzen Ort gefeiert. Außerdem findet jedes Jahr am 8. September eine Prozession zu Ehren der Madonna di Monserrato statt.

Redakteurin Reise