Mittelmeer-TraumzielePorto Azzurro – das blaue Juwel Elbas

Jill Grigoleit

 · 23.05.2026

Mittelmeer-Traumziele: Porto Azzurro – das blaue Juwel ElbasFoto: iStock / e55evu
Zwischen blauem Wasser und grünen Hügeln eingebettet liegt Porto Azzurro. Von der Piazza Matteotti direkt am Hafen zweigen schmale Gassen mit Geschäften, Bars und Restaurants ab.

Themen in diesem Artikel

Der Blaue Hafen - Porto Azzurro - wirkt zwischen dem azurblauen Wasser, dem er seinen Namen zu verdanken hat, der spanischen Festung und der italienischen Piazza wie die perfekte Filmkulisse. Der Hafenort an Elbas Ostküste zählt zu den beliebtesten Stopps im Toskanischen Archipel – und schafft trotzdem das Kunststück, entspannt zu bleiben.

​Porto Azzurro ist einer dieser Orte, die Segler eigentlich lieber für sich behalten würden. Tief eingeschnitten liegt der charmante Hafenort im Golf von Mola an Elbas Ostküste, geschützt gegen alle Windrichtungen und eingerahmt von grünen Hügeln. Schon die Spanier nutzten den Naturhafen strategisch, später entwickelte sich daraus einer der wichtigsten Fischerorte Elbas. Italiens drittgrößte Insel begeistert mit traumhaften Stränden, kristallklarem Wasser und mediterranem Flair.

  • Name: Porto Azzurro, Elba, Italien
  • Lage: Ostküste Elba, Golf von Mola
  • Position: 42°45' N, 10°24' E
  • Entfernung Punta Ala (italienisches Festland): rund 15 Seemeilen

Für Gastlieger

Die Marina Porto Azzuro mit etwa 110 Liegeplätzen ist etwas einfacher ausgestattet als die in der Inselhauptstadt Portoferraio, bietet aber alle grundlegenden Versorgungseinrichtungen und ist dafür ruhiger - vor allem seit 2008 der Fährbetrieb nach Piombino eingestellt wurde. Liegeplätze sollten vor allem in der Hochsaison vorab online reserviert werden. Achtung: vom 15. Juni bis 31. August gilt ein Mindestaufenthalt von drei Tagen! ​​Telefon: +39 0565 1935269 - UKW 10

Landgang und Aktivitäten

Über dem Ort thront die Forte San Giacomo, eine gewaltige spanische Festungsanlage aus dem frühen 17. Jahrhundert. Sie wurde gebaut, um die strategisch wichtige Passage zwischen Elba und dem italienischen Festland zu kontrollieren. Lange war Porto Azzurro deshalb eher Garnisons- als Urlaubsort – der frühere Ortsname „Porto Longone“ war eng mit dem Gefängnis in der Festung verbunden, welches hier im 19. Jahrhundert eingerichtet wurde. Erst 1947 erhielt der Ort seinen heutigen, deutlich freundlicher klingenden Namen.

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​Zu den beliebten Stränden in der Nähe zählt der Strand Barbarossa, der mit seinem kristallklaren Wasser und seinem feinen Sand ideal zum Schwimmen und Sonnenbaden ist. ​Dank dem Nationalpark Toskanischer Archipel stehen die Gewässer vor Porto Azzurro unter Naturschutz, weshalb es viele artenreiche Tauchplätze gibt. In Porto Azzurro gibt es mehrere Tauchbasen und Tauchschulen. ​Besonders am Abend entfaltet der Ort seinen Reiz: Kinder spielen auf der erst vor kurzem sanierten Piazza Matteotti, aus den Bars klingt italienische Musik, und zwischen Eisdielen und kleinen Weinlokalen flaniert halb Elba an der Uferpromenade entlang.

Kulinarik und Events

Auf der Flaniermeile Lungomare gibt es exklusive und romantische Pfahlbau-Restaurants. ​Die elbanische Küche besteht aus einfachen, saisonalen Zutaten. Was einst als „Arme-Leute-Küche“ galt, ist heute eine verfeinerte Tradition, die frischen Fisch und Meeresfrüchte, Gartengemüse, mediterrane Kräuter und natives Olivenöl verbindet. Zu Stockfisch, Gemüseschmortopf und gefülltem Tintenfisch wird der ausgezeichnete elbanische Wein serviert. ​

Am 25. Juli wird der Schutzpatron von Porto Azzurro, San Giacomo, mit zahlreichen Veranstaltungen und Events im ganzen Ort gefeiert. Außerdem findet jedes Jahr am 8. September eine Prozession zu Ehren der Madonna di Monserrato statt.


Jill Grigoleit

Jill Grigoleit

Redakteurin Reise

Jill Grigoleit lebte zehn Jahre mit ihrer Familie auf einem Hausboot im eigenen Hafen südlich von Hamburg und schrieb ein Buch über den Hausbootbau und das Leben mit Kindern auf dem Wasser. Seit 2020 schreibt sie vor allem Reisereportagen und Revierporträts für YACHT und BOOTE und konnte damit ihre zwei großen Leidenschaften zum Beruf machen: Reisen und darüber schreiben. Seit Januar 2024 gehört sie fest zum Team des Reiseressorts der Wassersportredaktion von Delius Klasing. Seither sammelt sie in den verschiedensten Regionen Reviertipps und Geschichten über Menschen, die am und auf dem Wasser leben - von der Mecklenburgischen Seenplatte über die bretonische Küste bis ins kanadische Ontario.

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