Das ausgewiesene Übungsgebiet für Baltops 2026 ist wie immer groß: Es umfasst die westliche, südliche und zentrale Ostsee und reicht von Skagen bis zum Rigaischen Meerbusen. In diesem Bereich werden Marineeinheiten zahlreicher Nato-Staaten vom 4. bis zum 19. Juni gemeinsam üben, um die Verteidigungsbereitschaft an der östlichen Flanke des Bündnisses zu demonstrieren und stärken.
Genauere Informationen dazu veröffentliche das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee für das deutsche Marinekommando in der entsprechenden Bekanntmachung für Seefahrer (BfS). Darin sind nicht nur die Koordinaten des Übungsgebiets und die Dauer, sondern auch Informationen über die Arten der beteiligten Einheiten und mögliche Begegnungen mit der übrigens Schifffahrt.
Danach ist es möglich, dass andere Fahrzeuge von teilnehmenden Kampfschiffen kontaktiert werden. Zivile Fahrzeuge, die nicht Teil der Übung sind, werden gebeten, einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern (oder 5,4 Kabellängen) zu den Kampfschiffen einzuhalten.
Startpunkt von Baltops 2026 ist nach Warnemünde im vergangenen Jahr diesmal das polnische Gdynia in der Danziger Bucht. Zu den 15 beteiligten Ländern gehören in diesem Jahr neben Deutschland auch Polen, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich und weitere.
Die Vereinigten Staaten stellen erneut das Flaggschiff, die 194 Meter lange “USS Mount Whitney”, ein normalerweise im Mittelmeer stationiertes Kommandoschiff. Nach dem Ende der Übung werden viele der Marineeinheiten erneut zum Auftakt der Kieler Woche erwartet.
Baltops wird jährlich seit 1972 durchgeführt. Zu den Übungsschwerpunkten zählen die U-Boot-Suche und -Bekämpfung, die Minenjagd, die Luftverteidigung gegen bemannte und unbemannte Fluggeräte und Flugkörper sowie amphibische Operationen.

Ressortleiter Reise