Die Mehrzweckschiffe des Bundes übernehmen zahlreiche Aufgaben der maritimen Notfallvorsorge. Sie sind unter anderem für die Bekämpfung von Ölunfällen ausgerüstet, verfügen über spezielle Tanksysteme für gefährliche Flüssigkeiten und ein Bordlabor zur Analyse von Schadstoffen. Darüber hinaus können sie havarierte Schiffe mit hoher Zugkraft sichern und besitzen einen Hubschrauberlandeplatz. Nun müssen die Kaianlagen im Südhafen von Helgoland für die neuen, deutlich größeren Schiffe angepasst werden.
Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Elbe-Nordsee haben die ersten Arbeiten bereits begonnen. Der Damm wird verlängert und gegen Unterspülung gesichert, außerdem wird das Hafenbecken vertieft. Im nächsten Schritt soll der Süddamm umgebaut werden. Der eigentliche Ausbau beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2027. Allein dieser Bauabschnitt wird nach Angaben des WSA einen zweistelligen Millionenbetrag kosten.
Vor Beginn der Bauarbeiten muss zunächst geklärt werden, ob sich im künftigen Baufeld noch Kampfmittel befinden. Helgoland gilt aufgrund seiner Geschichte bis heute als stark mit Munition belastet. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hat deshalb eine Ausschreibung zur Untersuchung des Hafenbereichs gestartet.
Für Wassersportler hat sich die Situation im Südhafen und Vorhafen bereits in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Große Bereiche der Südkaje und des Vorhafens werden inzwischen dauerhaft von Crew-Transfer-Schiffen und Versorgungseinheiten der Offshore-Windindustrie genutzt. Der Vorhafen dient heute überwiegend als Transitraum; das Ankern ist dort grundsätzlich untersagt. Hinzu kommen regelmäßig Taucharbeiten und die Bauarbeiten an der Mole bringen zeitweise weitere Einschränkungen mit sich.

Redakteurin Reise
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