So niedrig wie derzeit waren die Wasserstände auf einigen der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands noch nie. Dazu kommt, dass die aktuellen Negativrekorde, wie etwa vom Rhein, schon recht früh erreicht wurden. Der Hochsommer beginnt gerade erst.
Die Einschränkungen für die Schifffahrt sind schon jetzt erheblich, die wirtschaftlichen Auswirkungen enorm. Selten beachtet, ist das Wasserstraßennetz infrastrukturell für den Frachtverkehr kaum ersetzbar. Als Reaktion lud Bundesverkehrsminister Bilger (CDU) gestern zu einem Krisentreffen mit der Transport- und Hafenindustrie nach Bonn.
Auf einen Blick sichtbar wird die Situation nun auch durch das neue amtliche Niedrigwasserinformationssystem NIWIS. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) bündelt dort tagesaktuelle Messdaten von mehr als 300 Gewässern in Deutschland und stellt den Zustand farbkodiert dar.
Dazu fassen Kreisdiagramme die Lage für die wichtigsten Flüsse wie Rhein, Elbe und Donau zusammen und zeigen an, wieviel Prozent des Gewässerverlaufs in welcher Weise von niedrigen Pegelständen betroffen sind. Auch die Entwícklung der letzten sieben Tage kann abgerufen werden.
Basis für die Darstellung sind langjährig erfolgte Messungen und eines definierten Bezugszeitraums. Aus diesen Daten wurden Schwellenwerte abgeleitet, die als Grundlage für die Einordnung der aktuellen Werte dienen.

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