Superyacht Cup Palma 2026Erster Tag mit Duell der Js und Multihull-Premiere

Sören Gehlhaus

 · 26.06.2026

Zum Superyacht Cup Palma duellierten sich auf eigenem Up-and-Down-Kurs die J-Class-Vertreterinnen ...
Foto: Sailing Energy / THE SUPERYACHT CUP
Fünf Klassen starteten in die 30. Ausgabe des Superyacht Cup Palma Richard Mille. Die Bucht von Palma lieferte mit stabiler Seebrise ideale Bedingungen für die Jubiläumsveranstaltung im Club de Mar. Erstmals gingen vier Multihulls an den Start.

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Der Superyacht Cup Palma Richard Mille ist mit einer Rekordbeteiligung von fünf Klassen in die 30. Ausgabe gestartet. Erstmals in der Geschichte der Veranstaltung traten vier Multihulls gegeneinander an, die eine eigene Klasse bildeten. Der Gunboat 80 “Highland Fling 18” sicherte sich den historischen ersten Sieg in dieser neuen Kategorie.

Die Bucht von Palma zeigte sich von ihrer besten Seite und lieferte mit der typischen Seebrise ausgezeichnete Segelbedingungen für den Pantaenius Race Day. Am Abend fand die Siegerehrung direkt am Dock des Veranstaltungsortes Club de Mar statt, bevor die Eigner beim Jubiläums-Dinner im St. Regis Mardavall Mallorca zusammenkamen.

Multihulls debütieren mit engem Finish

Die neue Multihull-Wertung brachte das knappste Ergebnis des Tages hervor. Der Gunboat 72 “Layla” belegte nach berechneter Zeit den zweiten Platz mit nur zwei Sekunden Vorsprung auf “Allegra”. “Gaea” komplettierte das Feld auf Position vier. „Es ist super aufregend, zum ersten Mal beim Superyacht Cup Palma zu starten, und was für ein großartiger Ort zum Segeln", sagt Taktiker Ned Collier Wakefield von “Highland Fling”. Die Crew erreichte Geschwindigkeiten von über 24 Knoten. „Es gab großartigen Wind da draußen, und es ist eine Chance, diese tollen Maschinen zu zeigen", erklärt Collier Wakefield. Der Taktiker hofft auf weiteren Zuwachs in der Klasse. „Die vier hier bedeuten großartiges Racing, aber wenn wir ein paar mehr Eigner ermutigen können mitzukommen, wäre das toll", betont er.

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YYachts-Klasse mit erfolgreichem Regattastart

Die eigene YYachts-Klasse feierte ebenfalls ihre Premiere beim Superyacht Cup. Das neueste Boot der sechsköpfigen Flotte, die 23,80 Meter lange “Beati” aus der Feder von Judel/Vrolijk, gewann sogleich bei ihrem allerersten Regattaeinsatz. „Es war supergut heute, und dies war das erste Mal, dass das Boot tatsächlich gestartet ist, es lief gut und der Eigner ist glücklich", sagt Skipper Vicente de Cecilio Alcantarilla. „Ich liebe es, und wir lieben es, die großen Boote hier zu haben, es ist eine großartige Atmosphäre." Die 23,80 Meter lange “Distancia” (Y7 von Tripp Design) und die Ur-YYacht “Makai” (Brenta 80, Ex-“Cool Breeze”) komplettierten das Podium. Dahinter folgten die 29,71 Meter lange Bella, die 25,99 Meter lange Calabash und Lucid.

J-Class-Duell geht an “Svea”

Auf einem separaten Kurs trugen die beiden J-Class-Yachten “Rainbow” und “Svea” zwei Luv-Lee-Wettfahrten aus. “Svea” sicherte sich in beiden Durchgängen den Triumph und geht mit Vorsprung in den zweiten Renntag. Für den 30th Anniversary Race Day sind zwei weitere Rennen zwischen den beiden Neo-Klassikern angesetzt. Die J-Class bildet traditionell eine eigene Wertung beim Superyacht Cup Palma und zieht mit den historischen Yachten besondere Aufmerksamkeit auf sich. Für die neun Yachten starke Flotte ist es eine Art vorsichtiges Comeback, 2022 regattierten vier Rennschönheiten vor Palma.

Superyacht Cup mit knappen Entscheidungen

In der Superyacht Class A setzte sich die zweifache Gesamtsiegerin “Win Win” nach berechneter Zeit mit nur 19 Sekunden Vorsprung gegen die Swan 88 “Spiip” durch. Die Renndauer betrug 158 Minuten. „Den Unterschied zwischen Erster und Zweiter hat heute meiner Meinung nach die richtige Segelwahl ausgemacht", sagt “Win Win”-Crewboss Jann Neergard. Das Boot sei eine Weile außer Betrieb gewesen, ist aber eine alte Bekannte und heiße Anwärterin auf den Wanderpreis „Big Bent Cleat“ (Krumme Klampe). Zumal die Crew der erfolgsverwöhnten Wally 80 “Rose” dieses Jahr nicht gemeldet hat. „Es gibt also eine Chance, dass wir wieder gut abschneiden können – aber wie wir heute gesehen haben, könnte alles auf ein oder zwei Minuten ankommen", erklärt Neergard. Die Swan 100 “Point Counter Point” und die 30,9 Meter lange Wally “Inco” belegten die weiteren Plätze in der A-Wertung.

Klasse B mit Tripp-Design an der Spitze

Die Class B ging an das 39 Meter lange Tripp-Design “Cervo”. Die kraftvolle Oyster “Archelon” folgte auf Position zwei. Das 27 Meter lange Hoek Design “Atalante 1” und die 58 Meter lange Perini-Navi-Ketsch “Burrasca” komplettierten die Wertung. Die unterschiedlichen Bootstypen und Konstruktionsphilosophien in dieser Klasse sorgen für taktisch anspruchsvolle Rennen, bei denen die Segelwahl und das Timing entscheidend sind.

Der Superyacht Cup Palma wird weitere Wettfahrten am Freitag und Samstag austragen.

Ergebnisse Superyacht Cup Palma Tag 1

Multihull Class:

  • 1. Highland Fling
  • 2. Layla (zwei Sekunden Rückstand)
  • 3. Allegra
  • 4. Gaea

YYachts Class:

  • 1. Beati (23,80 m)
  • 2. Distancia (23,80 m)
  • 3. Makai (Brenta 80)
  • 4. Bella (29,71 m)
  • 5. Calabash (25,99 m)
  • 6. Lucid

J-Class:

  • 1. Svea (beide Rennen)
  • 2. Rainbow

Superyacht Class A:

  • 1. Win Win (19 Sekunden Vorsprung)
  • 2. Spiip (Swan 88)
  • 3. Point Counter Point (Swan 100)
  • 4. Inco (30,9 m Wally)

Superyacht Class B:

  • 1. Cervo (39 m Tripp Design)
  • 2. Archelon (Oyster)
  • 3. Atalante 1 (27 m Hoek Design)
  • 4. Burrasca (58 m Perini Navi Ketsch)
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Sören Gehlhaus

Sören Gehlhaus

Stellvertretender Chefredakteur BOOTE EXCLUSIV

Sören Gehlhaus wurde 1981 in Berlin geboren und besegelte auf Jollen die Unterhavel, in den Ferien den Ratzeburger See und die Ostsee auf „Dickschiffen“. Zeitgleich mit dem Beginn des Studiums in Lübeck trat 2001 das Kitesurfen auf den Plan, und die intensive Ausübung des neuen Sports sorgte für den beruflichen Schwenk zum Journalismus. Nach Volontariat beim b&d Verlag in Hamburg folgten viele Jahre der redaktionellen Arbeit für ein Kitesurf-Magazin und 2018 der Wechsel zu BOOTE EXCLUSIV.

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