Sardinia CupTeamwettbewerbe im Aufwind – RORC siegt vor Sardinien

Tatjana Pokorny

 · 07.06.2026

Nach dem Admiral's Cup war der Range Rover Sardinia Cup das nächste Teamevent, das erfolgreich wiederbelebt wurde.
Foto: YCCS/Studio Borlenghi
Gute Idee, schöne Serie, würdige Sieger: Beim Range Rover Sardinia Cup hat sich das Team vom Royal Ocean Racing Club gegen die Gastgeber vom Yacht Club Costa Smeralda durchgesetzt. Gewinner sind aber fast alle, denn nach dem erfolgreichen Admiral’s-Cup-Comeback im vergangenen Sommer zeigte sich beim italienischen Pendant, dass traditionsreiche Teamwettbewerbe wieder hoch im Kurs stehen.

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Was gewesen wäre, wenn das Team vom Bayerischen Yacht-Club mit “Red Bandit” und “Neomind” nicht schon bei der Langstrecke im 18. Range Rover Sardinia Cup ausgeschieden wäre, das kann niemand sagen. Während die Serie für “Red Bandit” mit dem Ruderbruch direkt beendet war, kämpfte die “Neomind”-Crew nach ihrem Backstagbruch noch weiter. Trotzdem reichte es nach dem übergreifenden deutschen Bruchpech für Schwarz-Rot-Gold im Revier des gastgebenden Yacht Club Costa Smeralda nur zu den beiden letzten Plätzen in den Klassen Sardinia Cup 1 und Sardinia Cup 2.

“Ino Veritas” und “Garm” gewinnen als Team den Sardinia Cup

Ihr reales Potenzial konnten die Crews auf den deutschen Booten nicht zeigen. Das Anknüpfen an die Glanzzeiten von einst und drei Cup-Siege in der Vergangenheit bleibt vertagt. Die Preise räumten an der glitzernden Smaragdküste in diesem Comeback-Jahr für den Range Rover Sardinia Cup andere ab. Der Royal Ocean Racing Club (RORC) hat den Teamwettbewerb gewonnen und sich die erfolgreich wiederbelebte Trophäe vor den beiden Booten vom Yacht Club Costa Smeralda und dem RORC-Team Gold gesichert. Für die Sieger punkteten James Nevilles TP52 “Ino Veritas” und die GP52 “Garm”.

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Fünf Punkte Vorsprung reichten dem RORC-Doppel (30 Punkte) zum Mannschaftssieg vor dem Duo vom Yacht Club Costa Smeralda (35 Punkte). Für die Italiener waren die Wallyrocket “Django WR” und die Botin Fast 40+ “Django JP” von Giovanni Lombardi Stronati im Einsatz. Platz drei in der Teamwertung des Range Rover Sardinia Cup sicherten Peter Harrisons IRC 52 “Jolt 3” und Niklas Zennströms Carkeek 40 “Ran”.

​YCCS-Commodore Andrea Recordati würdigte die Sieger und sagte: „Herzlichen Glückwunsch an das RORC-Team zum Gewinn des Range Rover Sardinia Cup 2026. Die Namen von ‘Ino Veritas’ und ‘Garm’ werden nun neben den Gewinnern früherer Ausgaben dieser legendären Regatta, die nach 14-jähriger Pause wieder stattfindet, auf der Trophäe verewigt.”

Erst Admiral’s Cup, dann Sardinia Cup: Teamsegeln im Aufwind

Recordati beglückwünschte auch YCCS-Clubmitglied Giovanni Lombardi Stronati, dessen Django-Team auf Platz zwei segelte. Eine charmante Kampfansage in Richtung Briten-Team gab es von Recordati dazu, der sagte, dass das Team “im nächsten Jahr beim Admiral’s Cup gegen unsere Freunde vom RORC antreten wird”.

Am Ende der einwöchigen Serie fühlten sich in Porto Cervo fast alle wie Sieger, denn die Auferstehung dieses Teamwettbewerbs, den der Yacht Club Costa Smeralda 1978 erstmals ausgetragen hatte, kam nach 14 Jahren Pause gut an. Das Comeback folgte dem im vergangenen Jahr so erfolgreich neubelebten Admiral’s Cup und setzte ein weiteres Ausrufezeichen hinter das wieder zunehmend beliebte Thema Mannschaftssegeln auf internationaler Bühne.

In die Kerbe schlug auch Sieger James Neville, der bei der Siegerehrung sagte: “Den Range Rover Sardinia Cup im Yacht Club Costa Smeralda als Steuermann und Eigner der ‘Ino Veritas’ zu gewinnen, ist eine enorme Genugtuung. Wir hatten eine fantastische Woche und konnten das Beste aus einem Format machen, das Teamwork belohnt – genau wie der Admiral’s Cup. Das ist der wichtigste Aspekt des Sardinia Cup: Das Ergebnis zählt auf Teamebene, nicht für einzelne Boote. Und der Erfolg entsteht durch Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung unter den Teamkollegen.”

Besser durch Teamwork: die Cups beflügeln sich gegenseitig

“Garm”-Eigner Per Roman sagte: „Es war eine unglaubliche Serie an dem Ort, den ich für den schönsten der Welt halte, um Regatten zu segeln. Wir hatten das Glück, hervorragende Teamkollegen zu haben: Ich arbeite seit zwei Jahren mit James zusammen und könnte mir keinen besseren wünschen. Das gesamte Team hat hart gearbeitet, und das Offshore-Rennen war entscheidend – der Sieg dort gab uns den nötigen Schwung für unseren endgültigen Erfolg.”

Es war unglaublich! Die Langstrecke war der Schlüssel. Wir haben sie gewonnen. Von da an haben wir getan, was wir tun mussten.” Per Roman

Wie sehr die Top-Teams den Zusammenhang zwischen Admiral’s Cup und Sardinia Cup sehen, hob Per Roman auch hervor. Er sagte: “Nach dem Admiral’s Cup waren wir entschlossen, uns weiter zu verbessern, da wir wussten, dass der Sardinia Cup unser nächstes großes Ziel sein würde. Wir haben in ein wettbewerbsfähigeres Boot investiert und unsere Ausrüstung schrittweise aufgerüstet, um mit unseren Teamkollegen mithalten zu können, die diese Woche außergewöhnlich gut abgeschnitten haben.”

Wir wissen, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt; das Boot ist neu für uns und das ist erst der Anfang.” Per Roman

Die 19. Auflage des Range Rover Sardinia Cup ist bereits beschlossene Sache. Dann wird vom 4. bis 11. Juni vor der Costa Smeralda gesegelt. Der italienische und der britische Team-Gipfel, den der Royal Ocean Racing Club in ungeraden Jahren rund um die Isle of Wight organisiert, werden sich wie in besten Zeiten künftig wieder abwechseln. Nach Hoffnung deutscher Segler dann auch wieder mit GER-Booten.

Die Höhepunkte vom Range Rover Sardinia Cup 2026:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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