Wie erwartet, passierte das Feld des Les Sables-Horta Race gestern die Rinne eines kleinen Tiefausläufers über der Biskaya und segelt nun an der Ostflanke des zurzeit riesigen und stabilen Azoren-Hochs mit kräftigem, raumem Wind um die 20 Knoten, in Böen 25, gen Süden. Und sofort sprang der Speed der Class 40 von 7, 8 Knoten auf nun zwischen 18 und 20 Knoten, auch auf “Signforcom” von Lennart Burke und Melwin Fink! Vollgas und damit Rekord-Bedingungen, die Bestmarke von Ian Lipinski und seiner “Crédit Mutuel” stammt vom letzten Les Sables-Horta Race 2020: 428,82 Seemeilen, was einem Schnitt von 17,9 Knoten entspricht. Man darf gespannt sein, wozu die Boote der letzten Generation in der Lage sind. Seit etwa zwölf Stunden klettern die Durchschnitts-Speeds unaufhörlich, also abwarten, was bei den Top-Booten morgen auf der Logge steht!
Auch Lennart Burke und Melwin Fink schlagen sich mit ihrer Pogo S 4 “Signforcom” wacker, sind zwar nicht mehr in der Spitzengruppe dabei, mit neun Meilen Rückstand und ähnlichem Speed aber noch in Schlagdistanz. Die entscheidende Frage ist, welche Crews die hohen Speeds dauerhaft halten können, keine Sonnenschüsse produzieren oder eins der Segel zerstören. Knapp 900 Seemeilen sind es noch bis zum Ziel der ersten Etappe in Horta auf der Azoren-Insel Faial. So wie es aussieht, bleibt es bei den raumen Winden, auch wenn sie weiter offshore dann etwas schwächer werden sollen. Auf jeden Fall wird es ein schneller Ritt für die Class-40-Duos.
Ein Video vom Start vor Les Sables des Veranstalters:
Das ausführliche Video-Porträt von Boot und Crew:

Freier Autor