Das 24-Stunden-Segeln in der Kieler Bucht wird von der Möltenorter Seglerkameradschaft (MSK) und der Wassersportvereinigung Mönkeberg (WVM) organisiert. Dabei gibt es, anders als bei allen anderen Wettfahrten, keinen fest gesteckten Kurs. Lediglich eine Tonne, die passiert werden muss, wird vor dem Rennen ausgelost. Der Rest des Kurses kann durch die Crews der teilnehmenden Schiffe frei bestimmt werden. Darüber hinaus dürfen die Teilnehmer alle Häfen und Anlegestellen innerhalb des Reviers anlaufen. Mannschaften, die 24 Stunden lang nur auf offener See Meilen sammeln wollen, dürfen das aber genauso tun. Dennoch soll es attraktiv sein, die Häfen anzulaufen: Pro Anlegestelle/Hafen, in dem die Crews ein Bild ihres mit Vor- und Achterleine vertäuten Schiffs per WhatsApp an die Wettfahrtleitung schicken, gibt es eine Gutschrift von vier Seemeilen, auf die gesegelten Seemeilen.
Dieser Modus hat seinen Reiz: Das 24-Stunden-Segeln gehört in seiner 50. Auflage zu den traditionsreichsten Wettfahrten der südwestlichen Ostsee. In den Niederlanden ist ein Rennen mit ähnlichem Konzept gar die größte Regattaveranstaltung des Landes.
Die Auswertung beim 24-Stunden-Segeln erfolgt über ein Tracking-basiertes System. Jedes Schiff, das an der Wettfahrt teilnimmt, bekommt eine Sendeeinheit an Bord. Die Tracker der verschiedenen Schiffe können während des Rennens live von der Wettfahrtleitung, Familie, Freunden und auch den Crews der anderen Schiffe geortet werden. So entsteht ein spannender Kampf, indem es auch darum geht zu bewerten, wo welche Gegner gerade wie schnell segeln. Dennoch kann am Ende einzig die Wettfahrtleitung um Frank Krupinska sagen, wer gewonnen hat: Krupinska ist damit beauftragt, händisch die durch das Anlaufen der Häfen gesammelten Meilen mit den vom Tracker erfassten gesegelten Meilen zu verrechnen.
Der Start der 50. Auflage des 24-Stunden-Segelns in der Kieler Bucht erfolgt am Freitag, dem 7. Juni, um 19 Uhr vor dem Yachthafen Heikendorf-Möltenort. Die Steuermannsbesprechung ist für 18 Uhr angesetzt und findet im Vereinsheim der MSK in Möltenort statt. Durchs Ziel fahren dürfen die Crews beim 24-Stunden-Segeln am Samstag, 8. Juni, von 17 bis 19.30 Uhr vor dem Yachthafen Mönkeberg. Die Siegerehrung ist gegen 21.30 Uhr im WVM angesetzt. Wer will, kann den Abend noch in geselliger Runde ausklingen lassen.
Das Schiff mit der bis dato geringsten Yardstickzahl, also das damit auf 100 Minuten am weitesten segeln muss, um zu gewinnen ist die X-treme 32 “Tormund” aus dem Hause G-Force Yachts. Gesegelt wird sie unter anderem von Eigner und Skipper Arne Meincke. Darüber hinaus haben schon 13 weitere Yachten gemeldet, darunter ein H-Boot, eine J/80 und verschiedene andere langsamere und schnellere Fahrtenschiffe. Meldungen für das 24-Stunden-Segeln werden noch bis zum 4. Juni um 18 Uhr angenommen, Nachmeldungen sind ob der benötigten Tracker danach nicht mehr möglich.